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100 Jah­re Ems­fäh­re Ditz­um: Land­kreis Leer sucht Fotos aus Krieg und Nachkriegszeit

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100 Jah­re Ems­fäh­re Ditz­um: Land­kreis Leer sucht his­to­ri­sche Fotos

Ditz­um. Die Ems­fäh­re Ditz­um fei­ert in die­sem Jahr ihr 100-jäh­ri­ges Bestehen. Zum Jubi­lä­um plant der Land­kreis Leer am 3. Okto­ber 2026 ein Fest am Hafen. Zudem soll eine Fest­schrift die Geschich­te der Fäh­re und ihrer Bedeu­tung für die Regi­on doku­men­tie­ren. Dafür sucht die Kreis­ver­wal­tung noch his­to­ri­sche Foto­gra­fien und wei­te­res Bild­ma­te­ri­al aus der Geschich­te der Fährverbindung.

Beson­ders gefragt sind Auf­nah­men aus der Zeit des Zwei­ten Welt­kriegs und der Nach­kriegs­jah­re. Sie kön­nen wich­ti­ge Ein­bli­cke in eine Zeit geben, in der die Fäh­re weit mehr war als eine Ver­bin­dung über die Ems.

Fäh­re war im Krieg wich­ti­ge Verbindung

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs hat­te der Raum rund um Ditz­um und Pogum eine beson­de­re stra­te­gi­sche Bedeu­tung. In Pogum rich­te­te die Wehr­macht eine Flak­stel­lung ein, die der Abwehr von Luft­an­grif­fen auf die Stadt Emden diente.

Die Ems­fäh­re spiel­te in die­ser Zeit eine zen­tra­le Rol­le. Über die Ver­bin­dung wur­den unter ande­rem Mate­ri­al, Sol­da­ten und zivi­le Mili­tär­mit­ar­bei­ter von Emden zu den Stel­lun­gen trans­por­tiert. Dazu gehör­ten auch die Stel­lun­gen in Dyks­ter­husen und im Heinitzpolder.

In den letz­ten Kriegs­ta­gen geriet der Hafen von Ditz­um auf­grund sei­ner stra­te­gi­schen Bedeu­tung unter Beschuss. Zum Ende des Krie­ges nutz­ten zudem bis zu 150 Sol­da­ten aus den Stel­lun­gen in und um Pogum die Fäh­re, um nach Emden zu gelangen.

Nach­kriegs­zeit eben­falls von Bedeutung

Auch nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs blieb die Fähr­ver­bin­dung von gro­ßer Bedeu­tung. Soge­nann­te Hams­te­rer aus dem Ruhr­ge­biet und ande­ren Regio­nen kamen nach Ost­fries­land und nutz­ten die Fäh­re, um bei Bau­ern Lebens­mit­tel zu erhal­ten. Im Gegen­zug wur­den Wert­sa­chen getauscht.

Bis zum Jahr 1948 brach­te die Ems­fäh­re außer­dem ent­las­se­ne Kriegs­ge­fan­ge­ne zurück in ihre Heimat.

Gera­de Foto­gra­fien, Ansichts­kar­ten und ande­re his­to­ri­sche Auf­nah­men aus die­ser Zeit könn­ten des­halb für die geplan­te Fest­schrift von beson­de­rem Wert sein. Der Land­kreis Leer möch­te mit dem Bild­ma­te­ri­al die Geschich­te der Fäh­re mög­lichst anschau­lich doku­men­tie­ren und damit auch ein Stück Regio­nal­ge­schich­te bewahren.

Land­kreis bit­tet um his­to­ri­sche Aufnahmen

Wer alte Fotos, Ansichts­kar­ten oder ande­res Bild­ma­te­ri­al rund um die Häfen Ditz­um und Pogum besitzt und die­se für die Chro­nik zur Ver­fü­gung stel­len möch­te, kann sich an die Pres­se­stel­le des Land­krei­ses Leer wenden.

Gesucht wer­den aus­drück­lich auch digi­ta­le Scans oder Abzü­ge. Die Ori­gi­na­le wer­den nach der Bear­bei­tung selbst­ver­ständ­lich an die Eigen­tü­mer zurückgegeben.

Kon­takt:

Land­kreis Leer
Pres­se­stel­le
Berg­mann­stra­ße 37
26789 Leer

E‑Mail: pressestelle@lkleer.de
Tele­fon: 0491 926‑1149

Mit den his­to­ri­schen Auf­nah­men soll das 100-jäh­ri­ge Bestehen der Ems­fäh­re Ditz­um nicht nur gefei­ert, son­dern auch anhand per­sön­li­cher Erin­ne­run­gen und his­to­ri­scher Doku­men­te nach­voll­zieh­bar gemacht werden.

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