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342 Chancen auf Ausbildung im Landkreis Leer – auch jetzt noch einsteigen!
Ausbildungsplätze im Landkreis Leer: IG BAU macht jungen Menschen Mut
342 freie Ausbildungsplätze im Landkreis Leer – 19 davon im Baugewerbe / 67 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren ohne Berufsabschluss
Landkreis Leer. Wer im Landkreis Leer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, hat nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) weiterhin gute Chancen. Insgesamt sind aktuell 342 Ausbildungsplätze im Landkreis Leer unbesetzt. Darunter befinden sich 19 Ausbildungsstellen im Baugewerbe. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen verweist dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.
Das Angebot an freien Ausbildungsplätzen ist vielfältig. Die Gewerkschaft appelliert insbesondere an junge Menschen ohne Berufsabschluss, jetzt noch einmal aktiv zu werden und nach einem passenden Ausbildungsbetrieb zu suchen.
„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Gabriele Knue, Vorsitzende der IG BAU Nordwest-Niedersachsen. Sie rät allen Menschen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
67 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren ohne Berufsabschluss
Besonders deutlich wird der Handlungsbedarf bei den jüngeren Arbeitslosen im Landkreis Leer. Nach Angaben der Arbeitsagentur haben 67 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Landkreis Leer keinen Berufsabschluss.
Auch niedersachsenweit ist die Zahl junger Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung hoch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Niedersachsen rund 259.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz.
Gerade diese Gruppe möchte die IG BAU noch einmal auf die Möglichkeiten des Ausbildungsmarktes aufmerksam machen.
Auch im Oktober sind Ausbildungsplätze möglich
Wer bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte laut IG BAU nicht aufgeben. Die klassischen Ausbildungsstarts liegen zwar im August und September, doch auch danach bestehen weiterhin Chancen.
„Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, erklärt Gabriele Knue.
Interessierte sollten deshalb möglichst schnell Kontakt zu Betrieben aufnehmen und sich über freie Ausbildungsstellen informieren.
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Jugendberufsagentur und Arbeitsagentur bieten Beratung
Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen empfiehlt jungen Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben oder sich beruflich orientieren möchten, eine Berufsberatung in Anspruch zu nehmen.
Eine Anlaufstelle ist die Jugendberufsagentur (JBA). Informationen und Beratungsangebote gibt es unter www.servicestelle-jba.de.
Auch die Arbeitsagentur bietet Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsberuf und Ausbildungsplatz – sowohl vor Ort als auch digital. Informationen gibt es unter www.arbeitsagentur.de/bildung.
Die Gewerkschaft betont, dass sich ein persönliches Beratungsgespräch lohnen kann.
Direkt bei Betrieben nachfragen
Neben der Beratung empfiehlt Gabriele Knue, selbst aktiv auf Unternehmen zuzugehen.
„Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz“, sagt die IG-BAU-Vorsitzende.
Bei der Suche sollten Jugendliche und junge Erwachsene allerdings nicht nur darauf achten, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Wichtig seien auch faire Ausbildungsbedingungen, eine gute Ausbildungsqualität und die beruflichen Perspektiven nach dem Abschluss.
Die IG BAU empfiehlt deshalb, gezielt nach Unternehmen zu suchen, die fair ausbilden und bezahlen. Dazu gehören aus Sicht der Gewerkschaft insbesondere Betriebe, in denen ein Tarifvertrag gilt.
Bei der Entscheidung für einen Ausbildungsplatz sollte zunächst der passende Beruf im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig seien aber auch die Qualität der Ausbildung und die Frage entscheidend, welche Perspektiven der Betrieb nach erfolgreichem Abschluss bietet.
Wer im Landkreis Leer noch einen Ausbildungsplatz sucht, sollte deshalb jetzt aktiv werden: 342 freie Ausbildungsplätze bieten weiterhin zahlreiche Möglichkeiten – auch im Baugewerbe.
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