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Auf­lö­sung der Ster­be­kas­se Mei­ners­fehn: 1.000 Euro Spen­de für das Schutzengel-Huus

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Sym­bo­li­sche Über­ga­be in Remels (v.l.n.r.): Syl­via Dojen (Dia­ko­nie), Gret­chen Kiesow, Fried­rich Men­ken, Ger­trud Ber­neis (Ster­be­kas­se) und Ulf Thie­le (För­der­ver­ein Schutzengel-Huus).

Auf­lö­sung der Ster­be­kas­se Mei­ners­fehn: Rest­ver­mö­gen fließt in sozia­le Pro­jek­te und Dorfleben

Mei­ners­fehn / Remels. Nach fast drei Jahr­zehn­ten des Bestehens geht eine Ära zu Ende: Die Ster­be­kas­se Mei­ners­fehn wur­de zum 31. Dezem­ber 2025 offi­zi­ell auf­ge­löst. Doch das ver­blei­ben­de Ver­mö­gen der Gemein­schaft ver­schwin­det nicht ein­fach – es wird sinn­voll in die regio­na­le Infra­struk­tur und in die Unter­stüt­zung schwer­kran­ker Kin­der investiert.

Das Ende einer lan­gen Tradition

Die Ster­be­kas­se wur­de am 21. Mai 1997 mit einem kla­ren Ziel gegrün­det: Sie soll­te die prak­ti­sche Unter­stüt­zung im Trau­er­fall sicher­stel­len. Dazu gehör­ten die Finan­zie­rung des Grabaus­he­bens, das Tra­gen der Sär­ge sowie der Trans­port der Kränze.

Wie Gret­chen Kiesow, die bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de, erläu­tert, gestal­te­te sich die Suche nach frei­wil­li­gen Hel­fern für die­se kör­per­lich schwe­ren Auf­ga­ben seit etwa 2024 zuneh­mend schwie­rig. Da der ursprüng­li­che Zweck – die akti­ve Hil­fe vor Ort – nicht mehr wie gewohnt erfüllt wer­den konn­te, ent­schied die Mit­glie­der­ver­samm­lung am 25. Novem­ber 2025 die Auf­lö­sung der Kasse.

Spen­de für das Schutz­en­gel-Huus in Remels

Ein bedeu­ten­der Teil des Rest­ver­mö­gens kommt dem Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ in Remels zugu­te. Am Frei­tag, den 23. Janu­ar 2026, über­ga­ben Gret­chen Kiesow, der zwei­te Vor­sit­zen­de Fried­rich Men­ken und Kas­sen­war­tin Ger­trud Ber­neis eine Spen­de in Höhe von 1.000 Euro an den För­der­ver­ein der Einrichtung.

Ulf Thie­le, Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins, und Syl­via Dojen, Team­lei­te­rin der Dia­ko­nie­sta­ti­on Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen, nah­men den Scheck dank­bar ent­ge­gen. „Wir wer­den das Geld für die Pfle­ge­ar­beit und die Ent­las­tung der Fami­li­en ver­wen­den“, beton­te Thie­le. Das Schutz­en­gel-Huus bie­tet eine hoch­pro­fes­sio­nel­le Inten­siv­pfle­ge für Kin­der und Jugend­li­che und fun­giert als Brü­cke zwi­schen Kli­nik­auf­ent­halt und der Rück­kehr ins hei­mi­sche Umfeld.

Unter­stüt­zung für Kapel­le und Dorfgemeinschaft

Neben der Spen­de an das Schutz­en­gel-Huus flie­ßen die ver­blei­ben­den Mit­tel der Ster­be­kas­se in loka­le Pro­jek­te in der Gemeinde:

  • Fried­hofs­ka­pel­le Sta­pel: Anschaf­fung einer neu­en Pultlampe.

  • Dorf­ge­mein­schafts­haus Mei­ners­fehn: Neue Bän­ke für den Pavil­lon, um die Auf­ent­halts­qua­li­tät im Dorf zu steigern.


Hin­ter­grund: Das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“

Das Ende Juli 2023 eröff­ne­te Haus in Remels schließt eine kri­ti­sche Ver­sor­gungs­lü­cke. Es ermög­licht Eltern eine Aus­zeit von der oft kräf­te­zeh­ren­den häus­li­chen Pfle­ge und stellt sicher, dass inten­siv­pfle­ge­be­dürf­ti­ge Kin­der in einer wohn­li­chen Atmo­sphä­re opti­mal betreut wer­den. Da die Kran­ken­kas­sen nicht alle anfal­len­den Kos­ten decken, ist der För­der­ver­ein dau­er­haft auf Spen­den ange­wie­sen, um Fami­li­en finan­zi­ell kom­plett zu entlasten.


 

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