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Bestat­ter­tag auf der Even­burg: Bestat­tungs­kul­tur im Wandel

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Rund 50 Bestat­te­rin­nen und Bestat­ter aus der Regi­on Weser-Ems kamen zum 4. Bestat­ter­tag des Gedächt­nis­wal­des Herr­lich­keit Gödens auf der Even­burg in Leer-Loga zusam­men. Foto: Kars­ten Gleich

4. Bestat­ter­tag auf der Even­burg: Bestat­tungs­kul­tur im Wan­del und his­to­ri­sche Verbindungen

Leer-Loga – Die Bestat­tungs­kul­tur befin­det sich im Wan­del. Neue For­men der Bestat­tung, ver­än­der­te Bedürf­nis­se von Ange­hö­ri­gen und zusätz­li­che Ange­bo­te beschäf­ti­gen auch die Bestat­tungs­bran­che. Beim 4. Bestat­ter­tag des Gedächt­nis­wal­des Herr­lich­keit Gödens stan­den des­halb aktu­el­le Ent­wick­lun­gen eben­so im Mit­tel­punkt wie der per­sön­li­che Austausch.

Rund 50 Bestat­te­rin­nen und Bestat­ter aus der gesam­ten Regi­on Weser-Ems waren der Ein­la­dung des Gedächt­nis­wal­des gefolgt und kamen auf der Even­burg in Leer-Loga zusam­men. Die Ver­an­stal­tung ver­band fach­li­che Infor­ma­tio­nen mit Gesprä­chen und einem beson­de­ren Ein­blick in die Geschich­te des Veranstaltungsortes.

Even­burg und Herr­lich­keit Gödens his­to­risch verbunden

Die Wahl der Even­burg als Ver­an­stal­tungs­ort war nicht zufäl­lig. Zwi­schen dem Schloss und der Herr­lich­keit Gödens besteht eine direk­te his­to­ri­sche Ver­bin­dung über die Fami­lie von Wedel.

Bereits 1665 hei­ra­te­te Gus­tav Wil­helm von Wedel Maria, die jün­ge­re Toch­ter des Erbau­ers der Even­burg, Erhard von Ehren­treu­ter. Damit begann die mehr als 260 Jah­re wäh­ren­de Ver­bin­dung der Fami­lie von Wedel mit der Even­burg.

Auch die Herr­lich­keit Gödens gelang­te spä­ter in den Besitz der Fami­lie. 1746 kam die Herr­lich­keit durch die Hei­rat von Graf Erhard Fried­rich von Wedel mit einer Uren­ke­lin der Fami­lie von Fry­d­ag an die Fami­lie von Wedel.

Erst 1930 ende­te die Epo­che der Fami­lie von Wedel auf der Even­burg. Die Fami­lie ver­leg­te ihren Wohn­sitz end­gül­tig nach Schloss Gödens.

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Besuch der his­to­ri­schen Familiengruft

Nach dem Ein­tref­fen der Teil­neh­mer auf der Ter­ras­se des Schlossca­fés führ­te das Pro­gramm zunächst zur Kir­che in Loga. Dort erhiel­ten die Bestat­ter die Gele­gen­heit, die his­to­ri­sche Fami­li­en­gruft der Fami­li­en von Ehren­treu­ter und von Wedel zu besichtigen.

In der Gruft befin­det sich unter ande­rem die letz­te Ruhe­stät­te von Oberst Erhard von Ehren­treu­ter, dem Erbau­er der Even­burg, sowie sei­ner jüngs­ten Toch­ter Maria von Wedel.

Beson­ders ein­drucks­voll sind zwei restau­rier­te Prunk­sär­ge aus dem 17. Jahr­hun­dert. Die his­to­ri­sche Gruft ist seit 2015 im Rah­men von Füh­run­gen zugäng­lich.

Anschlie­ßend ging es zurück zur Even­burg. Bei einer Schloss­füh­rung erhiel­ten die Teil­neh­mer wei­te­re Ein­bli­cke in die Geschich­te und Ent­wick­lung des tra­di­ti­ons­rei­chen Gebäudes.

Nach dem Rund­gang stand im Fest­saal ein gemein­sa­mes Mit­tags­buf­fet auf dem Pro­gramm. Der anschlie­ßen­de Aus­tausch bot den Bestat­tern Gele­gen­heit, Erfah­run­gen zu tei­len, Kon­tak­te zu pfle­gen und über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in der Bestat­tungs­kul­tur zu sprechen.

Gedächt­nis­wald arbei­tet mit 62 Bestat­tungs­un­ter­neh­men zusammen

Der Bestat­ter­tag ist für den Gedächt­nis­wald Herr­lich­keit Gödens zugleich ein wich­ti­ger Bestand­teil sei­ner Netz­werk­ar­beit. Aktu­ell arbei­tet der Gedächt­nis­wald mit 62 Bestat­tungs­un­ter­neh­men zusammen.

Der regel­mä­ßi­ge per­sön­li­che Aus­tausch soll dazu bei­tra­gen, dass Bestat­ter ihre Kun­den und Ange­hö­ri­gen zuver­läs­sig über die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten und Ent­wick­lun­gen rund um die Wald­be­stat­tung infor­mie­ren können.

Auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Inter­es­sier­ten und Ange­hö­ri­gen hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Gedächt­nis­wald infor­miert unter ande­rem über Face­book und Insta­gram regel­mä­ßig über die Wald­be­stat­tung, die ver­schie­de­nen Stand­or­te und aktu­el­le Entwicklungen.

Mensch-Tier-Bereich in Frie­de­burg wächst

Zu den jün­ge­ren Ent­wick­lun­gen gehört der Mensch-Tier-Bereich am Stand­ort Frie­de­burg. Die­ser ist seit rund einem Jahr in Betrieb. Inzwi­schen haben dort bereits ers­te Tier­be­stat­tun­gen stattgefunden.

Das Inter­es­se an die­sem beson­de­ren Ange­bot wächst. Des­halb soll die vor­han­de­ne Flä­che künf­tig wei­ter aus­ge­baut werden.

Auch Stand­ort Leer wird weiterentwickelt

Auch am Stand­ort Leer schrei­tet die Ent­wick­lung des Gedächt­nis­wal­des vor­an. Die bestehen­de Flä­che wird kon­ti­nu­ier­lich erweitert.

Per­spek­ti­visch soll außer­dem der Betrieb auf einer bereits geneh­mig­ten Erwei­te­rungs­flä­che gegen­über der B 436 auf­ge­nom­men wer­den. Damit ent­ste­hen zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten für Men­schen, die sich für eine Wald­be­stat­tung interessieren.

His­to­rie trifft auf moder­ne Bestattungskultur

Der 4. Bestat­ter­tag auf der Even­burg ver­band damit zwei unter­schied­li­che Aspek­te: Einer­seits ging es um die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und neu­en Ange­bo­te in der Bestat­tungs­kul­tur, ande­rer­seits bot der his­to­ri­sche Ver­an­stal­tungs­ort die Gele­gen­heit, sich mit den The­men Tod, Erin­ne­rung und Bestat­tung auch aus einem geschicht­li­chen Blick­win­kel auseinanderzusetzen.

Für den Gedächt­nis­wald Herr­lich­keit Gödens ist der Bestat­ter­tag zugleich ein wich­ti­ger Ter­min, um das bestehen­de Netz­werk zu pfle­gen, Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen und gemein­sam über die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung der Bestat­tungs­kul­tur in der Regi­on zu sprechen.

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