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Cam­pen für die gute Sache: Auf­klä­rungs­tour zur Organ­spen­de in Ostfriesland

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Dr. Klaus Kogel­mann. Foto: Akka Olthoff/Akka Fotografie

Auf­klä­rung statt Tabus: „Cam­pen für Organ­spen­de“ in Ostfriesland

Leer/Ostfriesland. Anläss­lich des bevor­ste­hen­den Tages der Organ­spen­de am 6. Juni setzt die Regi­on Nord erneut ein star­kes Zei­chen für mehr Auf­klä­rung. Mit der Info-Tour „Cam­pen für Organ­spen­de“ sucht das Netz­werk der Trans­plan­ta­ti­ons­be­auf­trag­ten das direk­te Gespräch mit der Bevöl­ke­rung. Ziel ist es, die Hemm­schwel­le beim The­ma Organ­spen­de zu sen­ken und den Dia­log inner­halb von Fami­li­en und Freun­des­krei­sen anzu­re­gen.

Infor­ma­ti­ons­lü­cke trotz hoher Zustimmung

Obwohl etwa 80 Pro­zent der Men­schen in Deutsch­land der Organ­spen­de grund­sätz­lich posi­tiv gegen­über­ste­hen, klafft zwi­schen die­ser Hal­tung und der tat­säch­li­chen Doku­men­ta­ti­on eine gro­ße Lücke. Umfra­gen zufol­ge haben ledig­lich rund 40 Pro­zent der Erwach­se­nen ihre Ent­schei­dung schrift­lich fest­ge­hal­ten. Auch die anhal­ten­den Debat­ten um das Organ­spen­de­re­gis­ter und die Wider­spruchs­lö­sung unter­strei­chen, dass wei­ter­hin ein erheb­li­cher Infor­ma­ti­ons­be­darf besteht.

„Auf unse­ren Inten­siv­sta­tio­nen ist es eine Aus­nah­me, dass eine Doku­men­ta­ti­on dazu vor­liegt“, erklärt Dr. Klaus Kogel­mann, Trans­plan­ta­ti­ons­be­auf­trag­ter im Kli­ni­kum Leer und enga­gier­tes Mit­glied des Netz­wer­kes.

Nied­rig­schwel­li­ge Auf­klä­rung vor Ort

Da das The­ma im All­tag oft ver­drängt wird, set­zen die Exper­ten auf „bar­rie­re­freie und nied­rig­schwel­li­ge“ Ange­bo­te. Dr. Kogel­mann betont die Wich­tig­keit, direkt mit den Men­schen ins Gespräch zu kom­men, um Unsi­cher­hei­ten abzu­bau­en und die per­sön­li­che Ent­schei­dung zu erleich­tern.

Das Team des Kli­ni­kums Leer wur­de für sei­ne vor­bild­li­che Öffent­lich­keits­ar­beit bereits 2025 auf dem Bre­mer Inten­siv­kon­gress aus­ge­zeich­net. Auch wenn es in Kran­ken­häu­sern der Grö­ße des Kli­ni­kums Leer – ohne eige­ne neu­ro­chir­ur­gi­sche Inten­siv­sta­ti­on – sel­te­ner zu tat­säch­li­chen Organ­spen­den kommt, bleibt der regel­mä­ßi­ge Aus­tausch zu die­ser The­ma­tik essen­zi­ell.

Ter­mi­ne in der Region

Inter­es­sier­te haben die Mög­lich­keit, sich vor Ort umfas­send zu infor­mie­ren und Fra­gen zu stel­len:

  • 6. Juni, 18:00 Uhr: Sta­ti­on beim SV Teu­to­nia in Sta­pel­moor.

Dr. Klaus Kogel­mann appel­liert an die Bevöl­ke­rung: „Kom­men Sie zu den Treff­punk­ten und mit unse­ren Exper­ten ins Gespräch.“

 

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