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Com­merz­bank-Filia­le in Leer schließt

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Zum 10. Novem­ber 2021 schließt die Leera­ner Filia­le der Com­merz­bank Leer. 

Die Com­merz­bank plant eine tief­grei­fen­de Restruk­tu­rie­rung. Ziel des Umbaus ist es, die Vor­tei­le einer voll digi­ta­li­sier­ten Bank mit per­sön­li­cher Bera­tung, kon­se­quen­tem Kun­den­fo­kus und Nach­hal­tig­keit zu ver­bin­den. Die Kos­ten sol­len erheb­lich redu­ziert und die Pro­fi­ta­bi­li­tät bis 2024 deut­lich erhöht wer­den. Damit schafft die Com­merz­bank die Vor­aus­set­zun­gen, um ihre füh­ren­de Posi­ti­on als die Bank für den deut­schen Mit­tel­stand und star­ker Part­ner von rund elf Mil­lio­nen Pri­vat- und Unter­neh­mer­kun­den zu festigen.

Der Vor­stand der Bank hat dem Auf­sichts­rat den Ent­wurf des neu­en Stra­te­gie­pro­gramms zur Erör­te­rung vor­ge­legt. Die Auf­sichts­rats­sit­zung soll am 3. Febru­ar 2021 statt­fin­den. Im Nach­gang soll die neue Stra­te­gie vom Vor­stand beschlos­sen wer­den. Bis­her wur­den noch zu kei­nem Punkt des Stra­te­gie­pro­gramms Ent­schei­dun­gen getrof­fen. Die vor­zei­ti­ge Ver­öf­fent­li­chung von geplan­ten Eck­punk­ten ist der aktu­el­len Medi­en­be­richt­erstat­tung geschuldet.

Man­fred Knof, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Com­merz­bank AG: „Wir wol­len uns auf die Stär­ken der Com­merz­bank kon­zen­trie­ren und damit ihre Leis­tungs­fä­hig­keit nach­hal­tig sichern. Dafür wer­den wir mit aller Kon­se­quenz Kom­ple­xi­tät redu­zie­ren und Kos­ten sen­ken. Unse­re Zie­le sind sehr anspruchs­voll, aber wir wer­den alles Not­wen­di­ge tun, um sie zu errei­chen. Die Bank wird damit Wert für Kun­den, Mit­ar­bei­ter, Eigen­tü­mer und die Gesell­schaft als Gan­zes schaffen.“

Das Stra­te­gie­pro­gramm umfasst fol­gen­de zen­tra­le Stellhebel:

- Die Bank stellt künf­tig kon­se­quent Pro­fi­ta­bi­li­tät vor Wachs­tum, zum Bei­spiel wenn es um den effi­zi­en­ten Ein­satz von Eigen­ka­pi­tal oder die leis­tungs­ad­äqua­te Beprei­sung von Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen geht.

- Im Zuge des Kon­zern­um­baus wer­den in erheb­li­chem Umfang Arbeits­plät­ze weg­fal­len. Die Com­merz­bank wird bis 2024 brut­to rund 10.000 Voll­zeit­stel­len (VZK) abbau­en. In Deutsch­land betrifft dies jeden drit­ten Arbeits­platz. Die Com­merz­bank wird alles dar­an­set­zen, gemein­sam mit den Arbeit­neh­mer­ver­tre­tern fai­re und – soweit mög­lich – sozi­al­ver­träg­li­che Lösun­gen für den Stel­len­ab­bau zu ver­ein­ba­ren. Die Bank strebt eine zügi­ge Eini­gung mit dem Betriebs­rat an, um mög­lichst schnell in die Umset­zung gehen zu können.

- Im Zuge einer umfas­sen­den Digi­ta­li­sie­rung wird die Bank das Fili­al­netz erheb­lich ver­klei­nern und die digi­ta­len Ange­bo­te für Kun­den deut­lich aus­bau­en. Die Zahl der Filia­len soll von aktu­ell 790 auf dann bun­des­weit 450 Stand­or­te ver­rin­gert wer­den. Gleich­zei­tig wird die Bank ihre Geschäfts­pro­zes­se kon­se­quent und durch­gän­gig digi­ta­li­sie­ren und auto­ma­ti­sie­ren. Hier­für wer­den in den kom­men­den vier Jah­ren ins­ge­samt 1,7 Mil­li­ar­den Euro in die IT investiert.

- Dar­über hin­aus treibt die Bank den kul­tu­rel­len Wan­del mit dem Ziel vor­an, eine am Erfolg ori­en­tier­te Leis­tungs­kul­tur zu stärken.

Nach­hal­tig­keit wird über alle Geschäfts­ak­ti­vi­tä­ten künf­tig eine noch zen­tra­le­re Rol­le spie­len. Die Com­merz­bank strebt an, sich zu ambi­tio­nier­ten Zie­len zu ver­pflich­ten. Eine ent­spre­chen­de Stra­te­gie wird in naher Zukunft vorgestellt.

Kos­ten­ein­spa­run­gen von 1,4 Mil­li­ar­den Euro geplant

Infol­ge der Restruk­tu­rie­rung strebt die Com­merz­bank für das Geschäfts­jahr 2024 eine Eigen­ka­pi­tal­ren­di­te (RoTE) von 6,5 bis 7 Pro­zent an. Die Kos­ten im Jahr 2024 wer­den im Ver­gleich zu den erwar­te­ten Zah­len für 2020 um 1,4 Mil­li­ar­den Euro bezie­hungs­wei­se rund 20 Pro­zent redu­ziert. Dem­ge­gen­über wer­den die Erträ­ge – exklu­si­ve wei­te­ren Wachs­tums in der mBank – weit­ge­hend sta­bil erwar­tet. Ins­ge­samt rech­net die Com­merz­bank mit Restruk­tu­rie­rungs­auf­wen­dun­gen von 1,8 Mil­li­ar­den Euro, die kom­plett aus Eigen­mit­teln finan­ziert wer­den. Die Restruk­tu­rie­rungs­auf­wen­dun­gen sol­len bis Ende des lau­fen­den Geschäfts­jah­res voll­stän­dig bilan­zi­ell erfasst sein. Mit 0,8 Mil­li­ar­den Euro wur­de bereits im Geschäfts­jahr 2020 für einen erheb­li­chen Teil der anfal­len­den Restruk­tu­rie­rungs­auf­wen­dun­gen Vor­sor­ge getrof­fen. Hin­zu kom­men wei­te­re 0,1 Mil­li­ar­den Euro Vor­sor­ge aus dem Jahr 2019.

Trotz des erheb­li­chen Umbaus wird die Kapi­tal­quo­te (CET 1) durch­gän­gig min­des­tens 200 bis 250 Basis­punk­te über den regu­la­to­ri­schen Min­dest­an­for­de­run­gen (MDA) lie­gen. Damit ist die Com­merz­bank bei effi­zi­en­tem Kapi­tal­ma­nage­ment auch künf­tig robust und wider­stands­fä­hig aufgestellt.

Die mBank wird ihre Wachs­tums­stra­te­gie als Teil der Grup­pe wei­ter vorantreiben.


 

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