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Das Herz von Ost­fries­land: Eine Zeit­rei­se durch das his­to­ri­sche Kir­chen­quar­tier in Leer

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Das Kir­chen­quar­tier in Leers his­to­ri­scher Altstadt

Die Leera­ner Alt­stadt fas­zi­niert mit ihren engen Gas­sen, lie­be­voll restau­rier­ten Gebäu­de und der direk­ten Lage am Was­ser. Klei­ne Läden, gemüt­li­che Tee­stu­ben und ein­la­den­de Restau­rants prä­gen das Bild und laden zum Stö­bern, Ver­wei­len und Genie­ßen ein. Bei einem Bum­mel durch die Stra­ßen füh­len sich Besu­chen­de unmit­tel­bar in ver­gan­ge­ne Zei­ten zurück­ver­setzt. Bis heu­te bil­det die­ser his­to­ri­sche Kern einen leben­di­gen und geschäf­tig­ten Mit­tel­punkt der Stadt, der gleich­zei­tig als idea­ler Aus­gangs­ort für Aus­flü­ge dient. Wer tief in die Geschich­te ein­tau­chen möch­te, fin­det bei einer Stadt­füh­rung dazu die bes­te Gelegenheit.

His­to­ri­sche Prä­gung durch das Kirchenquartier

Schon die Stra­ßen­na­men wie Paters­gang, Kirch­stra­ße, Refor­mier­ter Schul­gang oder Refor­mier­ter Kirch­gang ver­ra­ten auf den ers­ten Blick, wer die­ses Quar­tier in Leer (Ost­fries­land) seit Jahr­hun­der­ten prägt: Es ist das Geist­li­che Zen­trum der his­to­ri­schen Alt­stadt mit sei­nen bedeu­ten­den sakra­len Bauwerken.

Ev.-luth. Luther­kir­che Leer

Ein­ge­bet­tet in eine Umge­bung aus alten Grab­stei­nen und hohen Bäu­men zeigt sich im Som­mer meist nur die Spit­ze des Glo­cken­turms der Luther­kir­che, auf der ein gol­de­ner Schwan thront. Im Innern erin­nert die Dar­stel­lung an der Süd­sei­te an Chris­ti­ne Char­lot­te, die im Jahr 1675 den Bau der Kir­che geneh­mig­te und dafür die Stei­ne des ehe­ma­li­gen Klos­ters The­dinga zur Ver­fü­gung stell­te. Der wun­der­schö­ne Innen­raum kom­bi­niert eine beein­dru­cken­de Atmo­sphä­re mit einer impo­san­ten Orgel, die den Besuch zu einem blei­ben­den Erleb­nis macht.

Ev.-ref. Gro­ße Kir­che in Leer

Zwi­schen 1785 und 1787 ent­stand der mar­kan­te baro­cke Zen­tral­bau auf dem Grund­riss eines grie­chi­schen Kreu­zes, wäh­rend der dazu­ge­hö­ri­ge Turm im Jahr 1805 folg­te. Nach einer aus­gie­bi­gen Reno­vie­rung wur­de die Kir­che 2012 wie­der­eröff­net und prä­sen­tiert sich seit­her in ihrer beein­dru­cken­den Schlicht­heit als hel­ler und ein­la­den­der Raum.

  • Tauf­stein: Als ältes­tes Aus­stat­tungs­stück gilt der sehr schlich­te Tauf­stein aus der Vorgängerkirche.

  • Kan­zel: Die zier­li­che Kan­zel im Stil der spä­ten Renais­sance wur­de im Jahr 1609 erbaut und bil­det den Punkt, auf den das gesam­te Kir­chen­ge­stühl aus­ge­rich­tet ist.

  • Orgel: Die präch­ti­ge Orgel blickt auf eine über 400-jäh­ri­ge Geschich­te zurück und zählt zu den ältes­ten Instru­men­ten in ganz Ostfriesland.

Katho­li­sche Kir­che St. Micha­el Leer

Die Geschich­te die­ser Gemein­de begann im Jahr 1728 mit der Errich­tung einer katho­li­schen Kapel­le in Leer. Knapp sie­ben Jahr­zehn­te spä­ter, im Jahr 1795, wur­de die­ser Bau wie­der abge­ris­sen, um an der­sel­ben Stel­le die heu­ti­ge Katho­li­sche Kir­che St. Micha­el zu errich­ten. Ihren Namen ver­dankt die Gemein­de dem Erz­engel Micha­el. Ein Zeug­nis die­ser Tra­di­ti­on ist eine kunst­vol­le Sta­tue aus dem 16. Jahr­hun­dert, die den Erz­engel im Kampf mit dem Dra­chen dar­stellt und rechts vom Altar­raum ihren Platz gefun­den hat.

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