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Dia­ko­nie eröff­net Tages­stät­te für psy­chi­sche Gesund­heit in Remels

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Mit den Ergo­the­ra­peu­tin­nen Marie­ke Ber­nard und Hil­ke Thie­de sowie mit Dia­ko­nie-Geschäfts­füh­rer Mar­cus Schu­ma­cher sprach der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te bei einem Besuch in der neu­en Tages­stät­te dar­über, wel­che Ange­bo­te kon­kret mög­lich sind und wie die Dru­cke­rei zu einem Ort der The­ra­pie umge­baut wur­de. Das Foto zeigt (von links), Mar­cus Schuh­ma­cher, Ulf Thie­le, Marie­ke Ber­nard und Hil­ke Thie­de. Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele 

Neue Per­spek­ti­ven in his­to­ri­scher Kulis­se: Dia­ko­nie eröff­net Tages­stät­te in Remels

In der ehe­ma­li­gen Dru­cke­rei Mee­uw am Alten Post­weg in Remels ist neu­es Leben ein­ge­kehrt. Wo frü­her Druck­ma­schi­nen arbei­te­ten und Schreib­wa­ren über den Laden­tisch gin­gen, bie­tet die Dia­ko­nie Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen nun ein wich­ti­ges Teil­ha­be­an­ge­bot für Men­schen mit see­li­schen Beein­träch­ti­gun­gen. Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (CDU) besuch­te die Ein­rich­tung, um sich vor Ort ein Bild von der Moder­ni­sie­rung und dem the­ra­peu­ti­schen Kon­zept zu machen.

Ein mar­kan­tes Gebäu­de mit neu­er Bestimmung

Seit dem Erwerb im Jahr 2025 hat die Dia­ko­nie das Gebäu­de umfas­send saniert. Das Ergeb­nis ist eine moder­ne, teil­sta­tio­nä­re Ein­rich­tung, die Platz für rund 20 Per­so­nen bie­tet. Für Ulf Thie­le ist die­se Nach­fol­ge­nut­zung ein Gewinn für den Orts­kern: Die beweg­te Geschich­te des Hau­ses wer­de auf beson­de­re Wei­se fort­ge­schrie­ben – als Ort der Unter­stüt­zung und Begegnung.

Hil­fe inmit­ten der Gesellschaft

Psy­chi­sche Erkran­kun­gen sind längst kei­ne Rand­er­schei­nung mehr. Laut Daten der DGPPN erfüllt jähr­lich mehr als jeder vier­te Erwach­se­ne die Kri­te­ri­en einer psy­chi­schen Erkran­kung, dar­un­ter fal­len insbesondere:

  • Angst­stö­run­gen

  • Depres­sio­nen

  • Stö­run­gen durch Alko­hol- oder Medikamentengebrauch

Thie­le beton­te wäh­rend sei­nes Besuchs, dass sol­che Erkran­kun­gen Men­schen aus allen sozia­len Schich­ten tref­fen kön­nen. „Dann sind wir als Gesell­schaft gefor­dert, Hil­fen für die Wie­der­ein­glie­de­rung und Teil­ha­be zu schaf­fen“, so der Abgeordnete.

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Mul­ti­pro­fes­sio­nel­le Betreu­ung und Struktur

Unter der Lei­tung von Geschäfts­füh­rer Mar­cus Schu­ma­cher und den Ergo­the­ra­peu­tin­nen Hil­ke Thie­de und Marie­ke Ber­nard bie­tet die Tages­stät­te an fünf Tagen pro Woche ein struk­tu­rier­tes Pro­gramm an. Das Ziel ist klar definiert:

  1. Sta­bi­li­sie­rung: Die psy­chi­sche Gesund­heit der Teil­neh­mer festigen.

  2. All­tags­struk­tur: Sicher­heit durch gere­gel­te Abläu­fe gewinnen.

  3. Teil­ha­be: Sozia­le und beruf­li­che Wie­der­ein­glie­de­rung fördern.

Ein Team aus Fach­kräf­ten der Päd­ago­gik, Pfle­ge und The­ra­pie arbei­tet dabei eng mit regio­na­len Part­nern sowie medi­zi­ni­schem Fach­per­so­nal zusammen.

Ambu­lan­te Ver­sor­gung vor sta­tio­nä­rem Aufenthalt

Die neue Ein­rich­tung ergänzt das bereits bestehen­de Ange­bot der ambu­lan­ten psych­ia­tri­schen Pfle­ge der Dia­ko­nie. Durch die wohn­ort­na­he Unter­stüt­zung soll erreicht wer­den, dass sta­tio­nä­re Kli­nik­auf­ent­hal­te ver­mie­den oder zumin­dest ver­kürzt wer­den kön­nen. Zudem leis­tet die Tages­stät­te einen Bei­trag dazu, die teils lan­gen War­te­zei­ten in der psych­ia­tri­schen Ver­sor­gung in der Regi­on abzumildern.

Die Nut­zung des Sozi­al­raums Remels bie­tet hier­bei idea­le Ver­net­zungs­mög­lich­kei­ten. Für Ulf Thie­le ist das Pro­jekt auch ein Zei­chen geleb­ter Nächs­ten­lie­be: In der Arbeit der Dia­ko­nie zei­ge sich eine wesent­li­che mensch­li­che Facet­te kirch­li­chen Wir­kens, die weit über die rein seel­sor­ge­ri­sche Tätig­keit hinausgehe.

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