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Die Woll­ma­dame in Leer: Dag­mar Lott­mann-Seling und Ilka Seling set­zen auf hoch­wer­ti­ge Wol­le und Naturgarne

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Die Woll­da­men in Leer: Mit Lei­den­schaft für Natur­gar­ne, Hand­ar­beit und krea­ti­ve Ideen

Von Lever­ku­sen nach Ost­fries­land, von der Rat­haus­stra­ße in die Brun­nen­stra­ße: Die Woll­da­men haben in Leer ihren Platz gefun­den. In ihrem lie­be­voll gestal­te­ten Fach­ge­schäft „Die Woll­ma­dame“ dreht sich alles um hoch­wer­ti­ge Wol­le, natür­li­che Fasern und die Freu­de am Sel­ber­ma­chen. Mit aus­ge­wähl­ten Gar­nen klei­ner Fami­li­en­un­ter­neh­men, einem Online-Shop und regel­mä­ßi­gen Stricktreffs ist ein beson­de­rer Treff­punkt für Hand­ar­beits­be­geis­ter­te entstanden.

Wer das Geschäft in der Leera­ner Brun­nen­stra­ße 29 betritt, merkt schnell, dass hier viel Herz­blut und Lie­be zum Detail steckt. Far­ben­fro­he Woll­knäu­el, hoch­wer­ti­ge Gar­ne, sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Acces­soires und zahl­rei­che klei­ne Geschenk­ideen machen den Laden zu einem beson­de­ren Ort für alle, die ger­ne stri­cken, häkeln oder sich mit schö­nen Din­gen umgeben.

Hin­ter dem Geschäft ste­hen Dag­mar Lott­mann-Seling und ihre Toch­ter Ilka Seling. Die bei­den ver­bin­det nicht nur die fami­liä­re Zusam­men­ar­beit, son­dern vor allem die gemein­sa­me Begeis­te­rung für Wol­le, Hand­ar­beit und krea­ti­ve Ideen. Dass sie damit auch ande­re Men­schen begeis­tern kön­nen, zeig­te sich unter ande­rem bei der Orga­ni­sa­ti­on des Strick­ki­nos in Emden.

Dabei ist das Sor­ti­ment weit mehr als eine gewöhn­li­che Aus­wahl an Strick­wol­le. Die Inha­be­rin­nen legen gro­ßen Wert auf natür­li­che Mate­ria­li­en, eine nach­voll­zieh­ba­re Her­kunft und die Zusam­men­ar­beit mit klei­ne­ren Her­stel­lern, ins­be­son­de­re aus Skandinavien.

 

Von Lever­ku­sen nach Ostfriesland

Die Geschich­te der Woll­da­men begann bereits 2013 in Lever­ku­sen. Dort grün­de­ten Dag­mar Lott­mann-Seling und ihre Toch­ter Ilka Seling ihr Woll­ge­schäft. Kurz vor der Coro­na-Pan­de­mie zog es die Fami­lie nach Ost­fries­land. Die fami­liä­ren Wur­zeln rei­chen bis nach Emden zurück. Die Mög­lich­keit, in der Regi­on einen neu­en Stand­ort auf­zu­bau­en, wur­de schließ­lich genutzt.

In Leer star­te­ten die Woll­da­men zunächst in der Rat­haus­stra­ße 12, direkt neben dem heu­ti­gen Genuss­reich. Doch der Start fiel in eine schwie­ri­ge Zeit: Kurz nach der Eröff­nung kam die Coro­na-Pan­de­mie, und das Geschäft muss­te bereits wie­der schlie­ßen. Es folg­ten wei­te­re Über­le­gun­gen und schließ­lich ein Umzug inner­halb der Rat­haus­stra­ße in die Haus­num­mer 19.

Seit Okto­ber 2024 sind die Woll­da­men nun in der Brun­nen­stra­ße 29 zu fin­den. Hier haben sie sich ein­ge­rich­tet und die Räum­lich­kei­ten mit viel Eigen­in­itia­ti­ve und zahl­rei­chen Ideen neu gestal­tet. Der heu­ti­ge Laden ist gemüt­lich, lie­be­voll deko­riert und bie­tet viel Platz, um sich in Ruhe umzu­schau­en und inspi­rie­ren zu lassen.

Natur­fa­sern und klei­ne Fami­li­en­un­ter­neh­men statt Massenware

Eine Beson­der­heit des Geschäfts ist die bewuss­te Aus­wahl der ange­bo­te­nen Gar­ne. Statt auf die bekann­ten gro­ßen Mar­ken zu set­zen, arbei­ten die Woll­da­men bevor­zugt mit klei­ne­ren Fami­li­en­un­ter­neh­men zusam­men. Vie­le ihrer Lie­fe­ran­ten kom­men aus Skandinavien.

Im Sor­ti­ment fin­den sich bei­spiels­wei­se Gar­ne aus schwe­di­scher Schaf­wol­le, aber auch Baum­wol­le und wei­te­re natür­li­che Fasern. Ein beson­de­res Augen­merk liegt auf der Qua­li­tät und Her­kunft der Mate­ria­li­en. Auch ein deut­sches Fami­li­en­un­ter­neh­men gehört zu den Lie­fe­ran­ten. Dort wer­den die Gar­ne tat­säch­lich noch in Deutsch­land gespon­nen und gefärbt – etwas, das in der heu­ti­gen Tex­til­bran­che eher sel­ten gewor­den ist. Vie­le Gar­ne stam­men ansons­ten aus Italien.

Bei der Aus­wahl spie­len Nach­hal­tig­keit und öko­lo­gi­sche Aspek­te eine wich­ti­ge Rol­le. Ein Groß­teil der ange­bo­te­nen Fasern ist Öko-Tex-zer­ti­fi­ziert bezie­hungs­wei­se ent­spre­chend gefärbt. Gera­de klei­ne­re Her­stel­ler kön­nen sich aller­dings nicht immer sämt­li­che Zer­ti­fi­zie­run­gen leis­ten. Das bedeu­tet für die Woll­da­men jedoch nicht auto­ma­tisch, dass die­se Anbie­ter aus­ge­schlos­sen wer­den. Viel­mehr legen sie Wert dar­auf, die Her­kunft und Ver­ar­bei­tung ihrer Pro­duk­te zu ken­nen. Bei Bedarf kön­nen sie direkt bei den Her­stel­lern nach­fra­gen und sich die ein­zel­nen Pro­duk­ti­ons­schrit­te erläu­tern lassen.

Auch bei den Mate­ria­li­en gibt es Unter­schie­de: Grund­sätz­lich ste­hen Natur­fa­sern im Mit­tel­punkt. Bei bestimm­ten Gar­nen, etwa für Socken oder spe­zi­el­le Mode­gar­ne, kann aller­dings auch ein Anteil Poly­acryl ent­hal­ten sein. Das dient unter ande­rem der Halt­bar­keit und den gewünsch­ten Gebrauchseigenschaften.

Schaf­wol­le, Tweed und eine gro­ße Farbvielfalt

Beson­ders inter­es­sant ist die Aus­wahl an skan­di­na­vi­schen Gar­nen. Eine eige­ne Abtei­lung ist bei­spiels­wei­se der schwe­di­schen Schaf­wol­le gewid­met. Unter­schied­li­che Qua­li­tä­ten, zahl­rei­che Far­ben und beson­de­re Garn­struk­tu­ren bie­ten vie­le Mög­lich­kei­ten für eige­ne Handarbeitsprojekte.

Dazu gehö­ren auch Tweed- und Done­gal-Gar­ne. Die­se sind an ihrer leicht melier­ten Optik und den klei­nen ein­ge­ar­bei­te­ten Farb­tup­fern zu erken­nen. Sie ver­lei­hen selbst gestrick­ten oder gehä­kel­ten Klei­dungs­stü­cken eine beson­de­re Struk­tur und einen indi­vi­du­el­len Charakter.

Ob Pull­over, Schal, Müt­ze, Socken oder ande­re krea­ti­ve Pro­jek­te: Die Aus­wahl an Gar­nen eröff­net zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten. Dabei gilt grund­sätz­lich, dass sich vie­le Gar­ne sowohl zum Stri­cken als auch zum Häkeln eig­nen. Ent­schei­dend sind das gewünsch­te Ergeb­nis, die Beschaf­fen­heit des Garns und die per­sön­li­che Vorliebe.

Stri­cken erlebt eine neue Beliebtheit

Längst ist Stri­cken nicht mehr aus­schließ­lich ein Hob­by älte­rer Gene­ra­tio­nen. Bei den Woll­da­men beob­ach­ten die Inha­be­rin­nen eine zuneh­mend gemisch­te Kund­schaft. Men­schen ab etwa 30 Jah­ren gehö­ren eben­so dazu wie jün­ge­re Hand­ar­beits­be­geis­ter­te. Auch Kin­der kom­men gemein­sam mit ihren Eltern ins Geschäft.

Neben Neu­ein­stei­gern gibt es vie­le Men­schen, die nach län­ge­rer Pau­se wie­der mit dem Stri­cken begin­nen. Man­che haben frü­her von ihren Groß­müt­tern oder Müt­tern das Hand­werk gelernt und ent­de­cken es nach vie­len Jah­ren neu für sich.

Die Grün­de dafür sind viel­fäl­tig. Selbst etwas mit den eige­nen Hän­den her­zu­stel­len, hat einen beson­de­ren Reiz. Man ent­schei­det selbst über Mate­ri­al, Far­be, Form und Ver­ar­bei­tung und hält am Ende ein indi­vi­du­el­les Stück in den Hän­den. Gleich­zei­tig bie­tet das Stri­cken einen bewuss­ten Gegen­pol zum oft hek­ti­schen All­tag. Die Kon­zen­tra­ti­on auf Maschen, Mus­ter und Hand­grif­fe kann beru­hi­gend wir­ken und wird von vie­len als ent­span­nen­der Aus­gleich empfunden.

Gera­de in einer Zeit, in der vie­les schnell und indus­tri­ell pro­du­ziert wird, gewinnt das Sel­ber­ma­chen wie­der an Bedeu­tung. Wer selbst strickt, weiß nicht nur, wie viel Arbeit in einem Klei­dungs­stück steckt, son­dern kann auch bewusst ent­schei­den, wel­che Mate­ria­li­en ver­wen­det werden.

Stricktreffs am Mon­tag und Freitag

Wer bereits strickt und ger­ne in Gesell­schaft sei­nem Hob­by nach­geht, fin­det bei den Woll­da­men eben­falls eine pas­sen­de Anlauf­stel­le. Mon­tags und frei­tags fin­den regel­mä­ßi­ge Stricktreffs statt.

Dabei han­delt es sich aus­drück­lich nicht um klas­si­sche Strick­kur­se für Anfän­ger. Viel­mehr steht das gemüt­li­che Bei­sam­men­sein mit Gleich­ge­sinn­ten im Mit­tel­punkt. Gemein­sam wird gestrickt, sich aus­ge­tauscht und über neue Pro­jek­te gespro­chen. Klei­ne­re Fra­gen kön­nen dabei durch­aus geklärt wer­den. Eine aus­führ­li­che Ein­füh­rung in die Grund­la­gen des Stri­ckens ist im Rah­men die­ser Tref­fen aller­dings nicht vorgesehen.

Dass die Begeis­te­rung für das gemein­sa­me Hand­ar­bei­ten auch über Leer hin­aus­reicht, zeig­te sich bei einem beson­de­ren Ver­an­stal­tungs­for­mat: Dag­mar Lott­mann-Seling und Ilka Seling haben das Strick­ki­no in Emden orga­ni­siert. Dabei wird die Freu­de am Stri­cken mit einem gemein­sa­men Kino­er­leb­nis verbunden.

So ent­ste­hen immer wie­der Gele­gen­hei­ten, bei denen Hand­ar­beit und Gemein­schaft zusammenkommen.

Hoch­wer­ti­ge Wol­le aus Leer: Der Online-Shop erreicht Kun­den weit über Ost­fries­land hinaus

Neben dem Laden­ge­schäft in der Brun­nen­stra­ße betrei­ben die Woll­da­men auch einen Online-Shop. Dort kön­nen Kun­den Gar­ne und aus­ge­wähl­te Strick­sets bestel­len. Gera­de die­se Ange­bo­te wer­den auch über­re­gio­nal genutzt.

Vie­le Kun­den ent­de­cken das Geschäft zunächst wäh­rend eines Auf­ent­halts in Leer. Beson­ders Tou­ris­ten und Tages­gäs­te, bei­spiels­wei­se aus Bre­men oder Olden­burg, neh­men die Adres­se mit und bestel­len spä­ter online, wenn sie wei­te­res Mate­ri­al benö­ti­gen. Auch aus Süd­deutsch­land kom­men Bestellungen.

Die Zusam­men­set­zung der Kund­schaft ver­än­dert sich dabei je nach Jah­res­zeit. In den Som­mer­mo­na­ten besu­chen vie­le Tou­ris­ten die Stadt und ver­bin­den ihren Auf­ent­halt mit einem Abste­cher zu den Woll­da­men. Im Win­ter ver­schiebt sich das Ver­hält­nis wie­der stär­ker zuguns­ten der ört­li­chen Kund­schaft. Dann kom­men nach Ein­schät­zung der Inha­be­rin­nen etwa drei Vier­tel der Besu­cher aus Leer und der nähe­ren Umgebung.

Ein Fach­ge­schäft mit viel Persönlichkeit

Neben der gro­ßen Aus­wahl an Wol­le und Gar­nen fin­den sich im Geschäft auch Stof­fe, Pape­te­rie, Acces­soires, klei­ne Geschenk­ideen und Mit­bring­sel. Das Sor­ti­ment lädt zum Stö­bern ein und macht den Laden auch für die­je­ni­gen inter­es­sant, die nicht unbe­dingt selbst stri­cken oder häkeln.

Dag­mar Lott­mann-Seling und ihre Toch­ter Ilka Seling ver­bin­den mit „Die Woll­ma­dame“ meh­re­re Din­ge: ein spe­zia­li­sier­tes Fach­ge­schäft, eine sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl hoch­wer­ti­ger Mate­ria­li­en, per­sön­li­che Bera­tung und einen Treff­punkt für Men­schen mit Freu­de an Handarbeit.

Seit Okto­ber 2024 haben sie in der Brun­nen­stra­ße 29 in Leer ihren Stand­ort gefun­den. Wer hoch­wer­ti­ge Gar­ne sucht, sich für Natur­fa­sern inter­es­siert oder neue Inspi­ra­ti­on für das nächs­te Hand­ar­beits­pro­jekt sucht, fin­det hier eine gro­ße Aus­wahl und per­sön­li­che Ansprechpartnerinnen.

Kon­takt und Öffnungszeiten

Die Woll­ma­dame
Brun­nen­stra­ße 29
26789 Leer

Öff­nungs­zei­ten:
Mon­tag: 11 bis 17 Uhr
Diens­tag: geschlos­sen
Mitt­woch: 11 bis 17 Uhr
Don­ners­tag: geschlos­sen
Frei­tag: 11 bis 17 Uhr
Sams­tag: 11 bis 17 Uhr

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