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DLRG und Feu­er­wehr trai­nie­ren lebens­wich­ti­ge Was­ser­ret­tung im Plytje

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Sicher­heit im Fokus: DLRG und Feu­er­wehr trai­nie­ren gemein­sam im Plytje

Wenn Sekun­den über Leben und Tod ent­schei­den, ist abso­lu­te Ver­läss­lich­keit gefragt – sowohl beim Mate­ri­al als auch bei den Ein­satz­kräf­ten. Um für Extrem­si­tua­tio­nen an und auf Gewäs­sern gewapp­net zu sein, absol­vier­ten die DLRG Orts­grup­pe Leer und die Was­ser­ret­tung der Kreis­feu­er­wehr am Mitt­woch, den 11. Febru­ar 2026, einen gemein­sa­men Aus­bil­dungs­abend im Hal­len­bad Plytje.


Die unter­schätz­te Gefahr des Kälteschocks

Zum Auf­takt sen­si­bi­li­sier­ten Ste­fan Kit­tel, Vor­sit­zen­der der DLRG Leer, und der Tech­ni­sche Ein­satz­lei­ter Wer­ner Blü­ge für die mas­si­ven Risi­ken win­ter­li­cher Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren. Ein Sturz in eis­kal­tes Was­ser löst eine sofor­ti­ge Käl­te­schock­re­ak­ti­on aus, die bereits nach kür­zes­ter Zeit zu mas­si­ven Schwimm­pro­ble­men führt. Das Ver­ständ­nis für die­se kör­per­li­chen Reak­tio­nen ist für Ret­tungs­kräf­te über­le­bens­wich­tig, um im Ernst­fall Ruhe zu bewah­ren und hand­lungs­fä­hig zu bleiben.

Aus­rüs­tung auf dem Prüfstand

Ein zen­tra­ler Aspekt der Schu­lung war der Ver­gleich unter­schied­li­cher Schutz­aus­rüs­tun­gen. Zug­füh­rer Ulrich Nett­hö­fel unter­strich dabei eine lebens­wich­ti­ge Regel: Her­kömm­li­che Ein­satz­klei­dung ver­liert im Was­ser sofort ihre Iso­la­ti­ons­wir­kung und zieht den Trä­ger durch das Gewicht der nas­sen Tex­ti­li­en eher nach unten.

„Ein­satz­kräf­te soll­ten nie­mals mit her­kömm­li­cher PSA oder Lei­tern Eis­flä­chen betre­ten“, so die kla­re Mahnung.

Nur spe­zi­el­le Käl­te­schutz­klei­dung und zer­ti­fi­zier­te Ret­tungs­wes­ten bie­ten den not­wen­di­gen Schutz, um die Abküh­lung der Haut zu ver­zö­gern und die lebens­ge­fähr­li­che Schock­re­ak­ti­on des Kör­pers zu minimieren.

Pra­xis­test im Schwimmbecken

Nach dem theo­re­ti­schen Teil folg­te die prak­ti­sche Erpro­bung im Was­ser. Im Schwimm­be­cken des Plyt­je tes­te­ten die Teil­neh­mer ver­schie­de­ne Model­le von Ret­tungs­wes­ten unter kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen. Dabei gewan­nen die Ein­satz­kräf­te wich­ti­ge Erkennt­nis­se über:

  • Das spe­zi­fi­sche Auf­triebs­ver­hal­ten der Westen.

  • Die Hand­ha­bung der Aus­rüs­tung in Stresssituationen.

  • Die Beweg­lich­keit in spe­zi­el­ler Schutzkleidung.

Stär­kung der Zusam­men­ar­beit im Landkreis

Die­ser gemein­sa­me Diensta­bend dien­te nicht nur der indi­vi­du­el­len Sicher­heit, son­dern för­der­te auch die Koope­ra­ti­on zwi­schen den Orga­ni­sa­tio­nen im Land­kreis Leer. Durch die Ver­zah­nung der Aus­bil­dung wird sicher­ge­stellt, dass die Hand­grif­fe im Ernst­fall über Orga­ni­sa­ti­ons­gren­zen hin­weg rei­bungs­los ineinandergreifen.


Foto: Joa­chim Rand

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