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Eltern-Talk in Leer star­tet mit gro­ßer Resonanz

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Auf dem Foto zu sehen (v. l. n. r.): Firi­da Bati­y­era, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Ger­trud Auge (Orga­ni­sa­to­rin), Arne Sal­ge (Fach­dienst Kin­der, Jugend und Gemein­we­sen­ar­beit), Nogin Ramo, Maren Struck­mann (Gemein­we­sen­ar­beit West­stadt), Din­da­re Özgey­ik­ci und Natia Machalikashvili.

Erzie­hung auf Augen­hö­he: Phä­no­me­na­ler Start für den „Eltern-Talk“ in Leer

In der Stadt Leer, in der Men­schen aus 124 Natio­nen zu Hau­se sind, ist ein neu­es Her­zens­pro­jekt des Prä­ven­ti­ons­ra­tes erfolg­reich ange­lau­fen. Unter dem Namen „Eltern-Talk“ hat die Stadt in Koope­ra­ti­on mit der Lan­des­stel­le Jugend­schutz Nie­der­sach­sen ein For­mat geschaf­fen, das Müt­ter und Väter direkt dort abholt, wo das Leben spielt: im eige­nen Wohnzimmer.

Aus­tausch im ver­trau­ten Rahmen

Das Kon­zept ist so sim­pel wie effek­tiv: Eine Gast­ge­be­rin oder ein Gast­ge­ber lädt fünf bis sie­ben ande­re Eltern zu sich nach Hau­se ein. In gemüt­li­cher Run­de wird etwa zwei Stun­den lang über die Her­aus­for­de­run­gen des Erzie­hungs­all­tags gespro­chen. Ob es um das rich­ti­ge Maß beim Taschen­geld, das „Han­dy-ABC“ oder die Grund­la­gen für ein gesun­des Auf­wach­sen geht – beim „Eltern-Talk“ ste­hen die per­sön­li­chen Erfah­run­gen der Teil­neh­men­den im Mittelpunkt.

Exper­tin­nen für das Gespräch

Beglei­tet wer­den die Run­den von geschul­ten Mode­ra­to­rin­nen, die den Dia­log mode­rie­ren und mit Bild­kar­ten wich­ti­ge Impul­se geben. Sie­ben Frau­en aus der Regi­on wur­den bereits für die­se Auf­ga­be qua­li­fi­ziert. Das Beson­de­re: Die Mode­ra­to­rin­nen stam­men unter ande­rem aus der Tür­kei, Syri­en und Geor­gi­en. Dadurch kön­nen die Talks in ver­schie­de­nen Spra­chen ange­bo­ten wer­den, was die Hür­den für Eltern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund deut­lich senkt.

Ger­trud Auge, die Regio­nal­be­auf­trag­te und Koor­di­na­to­rin des Pro­jekts, zeigt sich begeis­tert über die ers­te Reso­nanz und spricht von einem „phä­no­me­na­len Start“. Sie konn­te für das Pro­jekt auf enga­gier­te Frau­en zurück­grei­fen, die bereits in Sprach-Cafés oder thea­ter­päd­ago­gi­schen Pro­jek­ten aktiv waren.

Ein Gewinn für die Gemeinschaft

Auch Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst lobt die Initia­ti­ve aus­drück­lich. Für ihn ist der „Eltern-Talk“ weit mehr als ein Beratungsangebot:

„Die­se Frau­en tra­gen nicht nur dazu bei, die Erzie­hungs- und Medi­en­kom­pe­tenz der Teil­neh­men­den zu stei­gern. Sie för­dern durch ihre Arbeit auch das fried­vol­le Zusam­men­le­ben und das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in unse­rer Stadt.“

Zukunft und Unterstützung

Das Pro­jekt ist lang­fris­tig ange­legt und wird für drei Jah­re über die Lan­des­stel­le Jugend­schutz finan­ziert. Geplant sind stol­ze 120 Talks pro Jahr.

  • Für Gast­ge­ber: Als Dan­ke­schön erhal­ten Gast­ge­ber einen Gut­schein sowie ein klei­nes Gastgeschenk.

  • Für Mode­ra­to­rin­nen: Die ehren­amt­li­chen Tal­ke­rin­nen erhal­ten eine Pau­scha­le von 50 Euro pro Einsatz.

Der „Eltern-Talk“ beweist ein­drucks­voll, dass die bes­ten Lösun­gen oft im direk­ten Gespräch von Mensch zu Mensch ent­ste­hen – ganz ohne Zei­ge­fin­ger, dafür mit viel Empa­thie und gegen­sei­ti­ger Unterstützung.


 

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