Wirtschaft
Energiewende-Meilenstein: Neuer Solarpark in Niedersachsen versorgt 18.000 Haushalte
Energiewende „on Track“: Das Luftbild zeigt den großflächigen Solarpark und das neu errichtete Umspannwerk in Ahausen (Landkreis Rotenburg/Wümme). Die Anlage erstreckt sich auf einer 59 Hektar großen Fläche entlang der Bahnstrecke Verden-Rotenburg. Mit einer Leistung von 64 Megawatt (MW) versorgt der Solarpark rechnerisch rund 18.000 Vier-Personen-Haushalte mit grünem Strom. Eine Besonderheit des Umspannwerks ist die weltweit erste Integration einer F‑Gas-freien 40-kV-Schaltanlage von Siemens, die auf der klimaschonenden „Clean Air“-Technologie basiert.(Hinweis: Bei dieser Darstellung handelt es sich um eine von einer KI generierten Visualisierung.)
Vorreiterrolle für Niedersachsen: Innovatives Umspannwerk mit Weltpremiere in Ahausen eröffnet
Niedersachsen unterstreicht seinen Anspruch als Energiewendeland Nummer 1: In der Gemeinde Ahausen (Landkreis Rotenburg/Wümme) wurde ein neues Umspannwerk in Betrieb genommen, das nicht nur die lokale Energieversorgung stärkt, sondern technologische Maßstäbe setzt. Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer weihte die Anlage gemeinsam mit einem großflächigen Solarpark und geplanten Batteriespeichersystemen ein.
Kombination aus Erzeugung, Speicherung und modernster Technik
Das Projekt in Ahausen gilt als Paradebeispiel für eine effiziente und zukunftsorientierte Energieinfrastruktur. Auf einer Fläche von rund 59 Hektar erstreckt sich ein Freiflächen-Solarpark entlang der Bahnstrecke zwischen Verden und Rotenburg. Mit einer installierten Leistung von 64 Megawatt (MW) kann die Anlage rechnerisch rund 18.000 Vier-Personen-Haushalte mit grünem Strom versorgen.
Ein wesentlicher Baustein zur Optimierung der Einspeisung ist die geplante Integration eines Batteriespeichersystems mit bis zu 50 Megawatt Leistung. Diese Kombination ermöglicht es, den erzeugten Sonnenstrom bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen und somit einen direkten Beitrag zur CO₂-Einsparung sowie zur Senkung der Energiekosten zu leisten.
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Weltneuheit: F‑Gas-freie Schaltanlage setzt Standards
Besonderes Augenmerk verdient die technische Ausstattung des Umspannwerks. Erstmals weltweit kommt hier eine neue Generation von Mittelspannungsschaltanlagen der Firma Siemens zum Einsatz, die vollständig ohne klimaschädliche Isoliergase auskommt.
Stattdessen basiert die für die 40-kV-Ebene entwickelte Technologie auf dem Isoliermedium „Clean Air“. Diese Innovation unterstreicht die Vorreiterrolle Niedersachsens bei der Implementierung modernster Klimaschutztechnologien in der Energieinfrastruktur. „Durch die Anwendung innovativer Klimaschutztechniken wie dieser können F‑Gas-freie Technologien zukünftig Standard werden“, betonte Minister Meyer bei der Einweihung.
Ausbau der Photovoltaik als zentraler Pfeiler der Energiewende
Das Projekt in Ahausen verdeutlicht den Erfolg einer engen Kooperation zwischen Kommune, Netzbetreibern und Industriepartnern. Dennoch mahnt die Landesregierung angesichts der ambitionierten Klimaziele zur Eile. Das Niedersächsische Klimagesetz sieht den Ausbau der Solarenergie auf 65 Gigawatt (GW) bis zum Jahr 2035 vor.
Mit rund 10,5 GW installierter Leistung im vergangenen Jahr ist ein wichtiger Grundstein gelegt, doch der Prozess muss weiter an Fahrt aufnehmen. Minister Meyer appellierte in diesem Kontext an den Bund, den Ausbau der Solarenergie durch verlässliche Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu stärken. Eine moderne Infrastruktur, die Erzeugung, Netze und Speicher intelligent verbindet, sei essenziell, um die Abhängigkeit von fossilen Importen zu beenden und die kommunale Wertschöpfung in Niedersachsen nachhaltig zu sichern.
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