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Ent­wurfs­ver­fas­ser­tag in Leer: Stadt setzt auf Dia­log für bes­se­re Baugenehmigungen

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Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer des Ent­wurfs­ver­fas­ser­ta­ges vor dem his­to­ri­schen Rat­haus in Leer. Foto: Stadt Leer

Ent­wurfs­ver­fas­ser­tag in Leer: Im Dia­log für bes­se­re Genehmigungsverfahren

Leer – Aktu­el­les Bau­recht, der „Bau­tur­bo“, Wohn­raum­för­de­rung und kon­kre­te Fra­gen aus der Geneh­mi­gungs­pra­xis stan­den im Mit­tel­punkt des Ent­wurfs­ver­fas­ser­ta­ges der Stadt Leer. Die Ver­an­stal­tung brach­te knapp 100 Archi­tek­ten, Inge­nieu­re und Fach­leu­te der Bau­auf­sicht zu einem offe­nen und pra­xis­ori­en­tier­ten Aus­tausch zusammen.

Gemein­sam mit der Archi­tek­ten­kam­mer Nie­der­sach­sen und der Inge­nieur­kam­mer Nie­der­sach­sen hat­te die Stadt Leer in den his­to­ri­schen Rats­saal des Rat­hau­ses ein­ge­la­den. Der Ver­an­stal­tungs­ort hät­te dabei kaum pas­sen­der sein kön­nen: Mit­ten in der his­to­ri­schen Leera­ner Alt­stadt und nur weni­ge Schrit­te vom Hafen ent­fernt, ging es um aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im Bau­we­sen und vor allem um die Fra­ge, wie neue Rege­lun­gen in der täg­li­chen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­pra­xis umge­setzt wer­den können.

Knapp 100 Fach­leu­te im his­to­ri­schen Rathaus

Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst begrüß­te die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer. Anschlie­ßend führ­te Stadt­bau­rat Jens Lüning in den Ent­wurfs­ver­fas­ser­tag ein. Dabei mach­te er früh deut­lich, dass es bei der Ver­an­stal­tung nicht aus­schließ­lich um neue Vor­schrif­ten und recht­li­che Ände­run­gen gehen sollte.

Viel­mehr stand der prak­ti­sche Umgang mit den Rege­lun­gen im Mit­tel­punkt. Ver­wal­tung und Pla­nen­de soll­ten mit­ein­an­der ins Gespräch kom­men, Erfah­run­gen aus­tau­schen und gemein­sam her­aus­ar­bei­ten, wo es in der Pra­xis immer wie­der zu Fra­gen oder Pro­ble­men kommt.

„Bau­tur­bo“ und neue Leit­plan­ken für die Umsetzung

Ent­spre­chend pra­xis­nah war das Pro­gramm gestal­tet. Nach einer Ein­füh­rung in die recht­li­chen Grund­la­gen des soge­nann­ten „Bau­tur­bos“ wur­den die von der Stadt Leer ent­wi­ckel­ten „Leit­plan­ken“ für des­sen Umset­zung vorgestellt.

Wei­te­re The­men waren die Schaf­fung von Wohn­raum und die Wohn­raum­för­de­rung. Dar­über hin­aus ging es um aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im nie­der­säch­si­schen Bau­recht sowie um Fra­gen des Brand­schut­zes.

Ein beson­de­rer Schwer­punkt lag auf dem Weg „vom Antrag zur Geneh­mi­gung“. Anhand kon­kre­ter Bei­spie­le wur­den wie­der­keh­ren­de Pro­ble­me bei Bau­an­trä­gen und Bau­vor­la­gen the­ma­ti­siert. Gera­de die­se prak­ti­schen Fäl­le führ­ten zu einem inten­si­ven Aus­tausch zwi­schen den Fach­leu­ten der Stadt­ver­wal­tung und den anwe­sen­den Planenden.

Direk­ter Aus­tausch soll Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren verbessern

Für Stadt­bau­rat Jens Lüning ist der direk­te Dia­log ein wich­ti­ger Bestand­teil guter Genehmigungsverfahren.

„Gute Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren ent­ste­hen dort, wo Ver­wal­tung und Ent­wurfs­ver­fas­sen­de früh mit­ein­an­der spre­chen und wis­sen, was die jeweils ande­re Sei­te braucht“, erklär­te Lüning. Ein sol­cher Tag bie­te die Mög­lich­keit, auf­zu­zei­gen, wo es in der Pra­xis Schwie­rig­kei­ten gebe, gleich­zei­tig aber auch unmit­tel­bar zu erfah­ren, wel­che Fra­gen und Anlie­gen die Pla­nen­den beschäftigten.

Am Ende der Ver­an­stal­tung stell­te Jens Lüning in Aus­sicht, auch im kom­men­den Jahr wie­der eine ähn­li­che Ver­an­stal­tung durch­zu­füh­ren. Dann sol­len aller­dings neue inhalt­li­che Schwer­punk­te gesetzt werden.

 

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Stadt­rund­gang durch Leer zum Abschluss

Dass der Aus­tausch nicht mit dem letz­ten Pro­gramm­punkt im Rats­saal ende­te, pass­te zum Cha­rak­ter des Ent­wurfs­ver­fas­ser­ta­ges. Im Anschluss hat­ten die Teil­neh­mer bei einem Stadt­rund­gang mit Jens Lüning die Gele­gen­heit, Leer noch ein­mal aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve kennenzulernen.

Dabei stan­den die städ­te­bau­li­chen Qua­li­tä­ten und Ent­wick­lun­gen der Hafen­stadt im Mit­tel­punkt. Der Rund­gang führ­te damit gewis­ser­ma­ßen vom theo­re­ti­schen und recht­li­chen Teil der Ver­an­stal­tung direkt in die Stadt und damit in die kon­kre­te bau­li­che Realität.

Ent­wurfs­ver­fas­ser­tag zeigt Bedeu­tung des per­sön­li­chen Dialogs

Der Ent­wurfs­ver­fas­ser­tag der Stadt Leer zeig­te damit, wel­chen Stel­len­wert der direk­te Aus­tausch zwi­schen Bau­auf­sicht und Pla­nen­den für die täg­li­che Arbeit haben kann. Neben aktu­el­len recht­li­chen Ent­wick­lun­gen blieb viel Raum für Fra­gen, Erfah­run­gen und kon­kre­te Bei­spie­le aus der Genehmigungspraxis.

Der his­to­ri­sche Rats­saal und die Leera­ner Alt­stadt bil­de­ten dabei einen beson­de­ren Rah­men für einen fach­lich fun­dier­ten und zugleich offe­nen Aus­tausch. Die Ver­an­stal­tung mach­te deut­lich: Wenn Ver­wal­tung und Pla­nen­de früh­zei­tig mit­ein­an­der spre­chen, kön­nen Miss­ver­ständ­nis­se und wie­der­keh­ren­de Pro­ble­me bes­ser erkannt und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren pra­xis­nä­her gestal­tet werden.

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