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Fähr­ver­bin­dung Ditzum–Petkum vor schwie­ri­gen Zeiten?

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Im Gespräch (von links): Insa Bruhns (Geschäfts­füh­re­rin Ver­kehrs­ver­ein), Tors­ten Din­ke­la (Vor­stand Ver­kehrs­ver­ein), Anne­gret Bom­mel­mann (1. Vor­sit­zen­de Ver­kehrs­ver­ein), Nico Blo­em (SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter), Mar­tin Sin­ning (SPD-Rats­herr), Caro­la Wedel (Vor­stand Ver­kehrs­ver­ein) und Hil­de Hom­mers (Vor­stand SPD-Orts­ver­ein Jemgum/Ditzum). Bild: privat

Ditz­um sorgt sich um die Zukunft des Fähr­ver­kehrs: Ver­kehrs­ver­ein for­dert Lösung bei Tidesteuerung

Ditz­um. Die geplan­te Tide­steue­rung am Ems­sperr­werk berei­tet dem Ver­kehrs­ver­ein Ems-Dol­lart gro­ße Sor­gen. Bei einem Besuch des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em aus Wee­ner schil­der­ten Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Ver­kehrs­ver­eins die mög­li­chen Fol­gen für den Hafen­ort Ditz­um. Im Mit­tel­punkt stand ins­be­son­de­re die Zukunft der Fähr­ver­bin­dung zwi­schen Ditz­um und Petkum.

„Wenn es kei­ne Lösung gibt, haben wir kei­nen ver­läss­li­chen Fähr­ver­kehr mehr zwi­schen Ditz­um und Pet­kum. Da hängt vie­les dran“, erklär­te die 1. Vor­sit­zen­de des Ver­kehrs­ver­eins Ems-Dol­lart, Anne­gret Bom­mel­mann. An dem Gespräch nah­men außer­dem SPD-Rats­herr Mar­tin Sin­ning und Hil­de Hom­mers vom SPD-Orts­ver­ein Jemgum/Ditzum teil.

Meh­re­re Stun­den täg­lich könn­ten ausfallen

Nach den der­zeit vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen könn­te die Fäh­re auf­grund der Tide­steue­rung durch das Ems­sperr­werk meh­re­re Stun­den am Tag nicht ver­keh­ren. Für Ditz­um hät­te dies aus Sicht des Ver­kehrs­ver­eins erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf den Tou­ris­mus und die ört­li­che Gastronomie.

„Das wird die Gas­tro­no­mie und den Tou­ris­mus bei uns tref­fen. So schrumpft man einen Ort“, sag­te Tors­ten Din­ke­la, SPD-Gemein­de­rats­mit­glied und Vor­stands­mit­glied des Ver­kehrs­ver­eins. Die Fähr­ver­bin­dung sei ein wich­ti­ger Bestand­teil des tou­ris­ti­schen Ange­bots und siche­re den Tou­ris­mus im Ort.

Auch Anne­gret Bom­mel­mann sieht die Ent­wick­lung mit Sor­ge. „Wir haben das Gefühl, dass der Ort Ditz­um bei den gan­zen Pla­nun­gen nicht statt­fin­det“, sag­te sie. Gleich­zei­tig beton­te sie: „Wir stel­len kei­ne For­de­rung, aber wir haben einen Anspruch auf eine Lösung.“

Blo­em will sich für Lösung einsetzen

Nico Blo­em ver­wies dar­auf, dass die Tide­steue­rung Bestand­teil des Mas­ter­plans Ems ist. Die­ser sei ver­ein­bart wor­den und sol­le erfolg­reich umge­setzt wer­den. Gleich­zei­tig dür­fe die Umset­zung aus sei­ner Sicht nicht dazu füh­ren, dass kom­mu­na­le Häfen und die Regi­on Nach­tei­le hin­neh­men müssten.

„Die Tide­steue­rung ist eine Maß­nah­me des Mas­ter­plan Ems. Die­ser ist ver­ein­bart und soll erfolg­reich umge­setzt wer­den, aber: Es kann nicht sein, dass es nega­ti­ve Nach­tei­le für die kom­mu­na­len Häfen und unse­re Regi­on gibt“, erklär­te Bloem.

Dies gel­te ins­be­son­de­re für Ditz­um, aber auch für wei­te­re Stand­or­te wie die Schiffs­werft Died­rich in Older­sum und wei­te­re Häfen. „Wir wol­len eine Lösung und wir müs­sen eine fin­den! Dafür wer­de ich mich stark machen und bin in Kon­takt mit den ver­ant­wort­li­chen Stel­len und Ansprech­part­nern. Gute Signa­le in die­se Rich­tung habe ich auch schon bekom­men“, sag­te der SPD-Landtagsabgeordnete.

Dabei sei das Ziel klar: „Es ist und bleibt das Ziel, dass es für kei­nen der Betrof­fe­nen Nach­tei­le geben darf“, so Bloem.

Tou­ris­mus in Ditz­um bereits unter Druck

Die Sor­ge um die Fähr­ver­bin­dung kommt für den Ver­kehrs­ver­ein zu einem Zeit­punkt, an dem sich der Tou­ris­mus in Ditz­um ohne­hin rück­läu­fig ent­wi­ckelt. Geschäfts­füh­re­rin Insa Bruhns berich­te­te von weni­ger Tages­gäs­ten, rück­läu­fi­gen Über­nach­tungs­zah­len und einer sin­ken­den Verweildauer.

„Es gibt weni­ger Tages­gäs­te, die Zahl der Über­nach­tun­gen geht zurück, die Ver­weil­dau­er sinkt. Die Leu­te haben offen­bar nicht mehr so viel Geld“, erklär­te Bruhns.

Aus Sicht des Ver­kehrs­ver­eins könn­te eine zusätz­li­che Ein­schrän­kung des Fähr­ver­kehrs die­se Ent­wick­lung wei­ter ver­schär­fen. Die Ver­bin­dung zwi­schen Ditz­um und Pet­kum ist nicht nur für den Tou­ris­mus von Bedeu­tung, son­dern auch ein wich­ti­ger Bestand­teil der Ver­bin­dung über die Ems. Ent­spre­chend groß ist das Inter­es­se in Ditz­um an einer ver­läss­li­chen Lösung, bevor die Tide­steue­rung zu spür­ba­ren Ein­schrän­kun­gen im Fähr­be­trieb führt.

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