Lokal

FDP for­dert neu­es Sys­tem für Alt­tex­ti­li­en im Kreis Leer

Veröffentlicht

am

FDP for­dert Ände­run­gen bei der Ent­sor­gung von Alt­tex­ti­li­en im Kreis Leer

Leer. Die FDP-Kreis­tags­frak­ti­on will die Ent­sor­gung von Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen im Land­kreis Leer neu orga­ni­sie­ren. Für die Libe­ra­len ist das The­ma der­zeit einer der dring­lichs­ten Punk­te in der Abfall­wirt­schaft. Des­halb bringt die FDP einen ent­spre­chen­den Antrag in die nächs­te regu­lä­re Sit­zung des Betriebs­aus­schus­ses Abfall­wirt­schaft (ALL) des Kreis­ta­ges ein.

Dabei geht es der FDP nicht nur um Alt­tex­ti­li­en. Auch bei der Sperr­müll­ent­sor­gung sowie bei der grund­sätz­li­chen Fra­ge, ob Abfäl­le künf­tig in Säcken oder Ton­nen abge­holt wer­den, sieht die Frak­ti­on dis­kus­si­ons­wür­di­ge Punk­te. Trotz des nahen­den Endes der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode will die FDP beim The­ma Alt­tex­ti­li­en eine Ent­schei­dung erreichen.

FDP: Sam­mel­con­tai­ner zie­hen wil­den Müll an

Im Mit­tel­punkt der For­de­rung steht der Abbau der vor­han­de­nen dezen­tra­len Sam­mel­con­tai­ner für Alt­tex­ti­li­en und Schu­he.

„Wir for­dern als FDP den Abbau der vor­han­de­nen Sam­mel­con­tai­ner für Alt­tex­ti­li­en, weil sie die wil­de Müll­ent­sor­gung gera­de­zu magisch anzie­hen“, erklärt Carl Fried­rich Brüg­ge­mann, FDP-Kreis­tags­mit­glied aus Leer.

Nach Auf­fas­sung der FDP haben sich die bis­he­ri­gen Con­tai­ner­stand­or­te immer wie­der zu pro­ble­ma­ti­schen Stel­len ent­wi­ckelt. Neben Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen wer­de dort auch ande­rer Müll abge­legt. Die Besei­ti­gung die­ser ille­ga­len Abla­ge­run­gen ver­ur­sa­che nicht uner­heb­li­che Kos­ten, die letzt­lich von der All­ge­mein­heit getra­gen wer­den müssten.

Hin­zu kommt nach Ansicht der Libe­ra­len die Gefahr einer Rat­ten- und Krä­hen­pla­ge, wenn sich an den Stand­or­ten grö­ße­re Men­gen Abfall ansam­meln. Eine nach­hal­ti­ge Lösung des Pro­blems sei mit der bis­he­ri­gen Orga­ni­sa­ti­on bis­lang nicht erreicht worden.

Meh­re­re Alter­na­ti­ven statt der bis­he­ri­gen Containerstandorte

Die FDP betont, dass der gefor­der­te Abbau der dezen­tra­len Con­tai­ner nicht bedeu­te, dass Bür­ger kei­ne Mög­lich­keit mehr zur ord­nungs­ge­mä­ßen Ent­sor­gung ihrer Alt­tex­ti­li­en haben sollen.

„Wir zei­gen meh­re­re Hand­lungs­al­ter­na­ti­ven auf, um die jet­zi­ge schlech­te Situa­ti­on zu ver­bes­sern, sie ist also nicht alter­na­tiv­los“, sagt Brüg­ge­mann. Der FDP-Poli­ti­ker ver­tritt sei­ne Frak­ti­on im zustän­di­gen Fachausschuss.

Gleich­zei­tig rich­tet Brüg­ge­mann den Blick auf die bevor­ste­hen­de Kom­mu­nal­wahl. Er hofft, dass die ande­ren Frak­tio­nen das The­ma nicht aus poli­ti­schen Grün­den ver­ta­gen oder einer Ent­schei­dung ausweichen.

„Es gibt ein­fach Fra­ge­stel­lun­gen, die man lösen muss, auch wenn es weh tut“, betont das FDP-Kreis­tags­mit­glied aus Leer.

Das sieht der FDP-Antrag kon­kret vor

Der Antrag „Ent­sor­gung Alt­tex­ti­li­en neu orga­ni­sie­ren“ soll am 8. Sep­tem­ber 2026 im Betriebs­aus­schuss Abfall­wirt­schaft (ALL) bera­ten wer­den. Die FDP schlägt dar­in drei kon­kre­te Maß­nah­men vor.

Ers­tens soll die dezen­tra­le Ein­samm­lung von Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen zum nächst­mög­li­chen Zeit­punkt ein­ge­stellt und die bestehen­den Sam­mel­con­tai­ner abge­baut werden.

Zwei­tens soll die Ent­sor­gung künf­tig über die Wert­stoff­hö­fe im Rah­men deren Öff­nungs­zei­ten orga­ni­siert wer­den. Für die Stadt Leer soll die ALL bezie­hungs­wei­se die Ver­wal­tung nach einer neu­en geeig­ne­ten Ört­lich­keit suchen, an der Sam­mel­con­tai­ner zen­tral auf­ge­stellt wer­den können.

Drit­tens soll zusätz­lich quar­tals­wei­se gemein­sam mit der mobi­len Schad­stoff­samm­lung eine mobi­le Samm­lung für Alt­tex­ti­li­en und Schu­he vor Ort ange­bo­ten werden.

Zusam­men­ar­beit von Abfall­wirt­schaft, Kom­mu­nen und Entsorgern

Für die FDP ist eine Neu­or­ga­ni­sa­ti­on nur in Zusam­men­ar­beit der betei­lig­ten Stel­len sinn­voll. Der Abfall­wirt­schafts­be­trieb, die Kom­mu­nen und pri­va­te Ent­sor­gungs­un­ter­neh­men sol­len nach den Vor­stel­lun­gen der Frak­ti­on gemein­sam an einer neu­en Lösung arbeiten.

Ziel ist es, die bis­he­ri­gen Pro­ble­me an den dezen­tra­len Stand­or­ten zu redu­zie­ren, ille­ga­le Müll­ab­la­ge­run­gen ein­zu­däm­men und gleich­zei­tig ver­läss­li­che Mög­lich­kei­ten für die ord­nungs­ge­mä­ße Abga­be von Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen zu schaffen.

Über den Antrag ent­schei­det der Betriebs­aus­schuss Abfall­wirt­schaft (ALL) in sei­ner Sit­zung am 8. Sep­tem­ber 2026.

Anzeige 
Zum Kommentieren klicken
Die mobile Version verlassen