Wirtschaft

Fort­er­ro über­nimmt 3E Daten­tech­nik: Soft­ware­stand­ort Leer wächst zum euro­päi­schen Branchenzentrum

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Nach der erfolg­rei­chen Ver­trags­un­ter­zeich­nung: (v. l. n. r.) Bernd Hill­brands (Mana­ging Direc­tor Win­dows & Doors, Fort­er­ro), Moritz Ebert und Ger­hard Ebert (Geschäfts­füh­rung 3E Daten­tech­nik GmbH) sowie Mar­cus Pan­nier (Pre­si­dent Fort­er­ro) beim gemein­sa­men Abschluss­fo­to zur besie­gel­ten Übernahme.

Fort­er­ro baut Windows-&-Doors-Sparte wei­ter aus: 3E Daten­tech­nik wird Teil der euro­päi­schen Softwarefamilie

Soft­ware­stand­ort Leer gewinnt wei­ter an Bedeutung

Der euro­päi­sche Soft­ware­kon­zern Fort­er­ro treibt den Aus­bau sei­ner Spar­te „Win­dows & Doors“ wei­ter vor­an. Wie das Unter­neh­men am Mon­tag bekannt­gab, wird die 3E Daten­tech­nik GmbH Teil der Unter­neh­mens­grup­pe. Damit wächst die von Leer aus geführ­te Spar­te erneut und stärkt ihre Posi­ti­on als euro­päi­sche Kom­plett­lö­sung für die Fenster‑, Türen- und Fassadenbranche.

Mit der geplan­ten Über­nah­me gewinnt Fort­er­ro einen erfah­re­nen Spe­zia­lis­ten für Soft­ware­lö­sun­gen im Holz- und Kunst­stoff­fens­ter­bau sowie für digi­ta­les Doku­men­ten­ma­nage­ment hin­zu. Der Abschluss der Akqui­si­ti­on wird in Kür­ze erwartet.

Leer ent­wi­ckelt sich zum euro­päi­schen Zen­trum der Branchensoftware

Die Spar­te „Fort­er­ro Win­dows & Doors“ ent­stand 2024 nach der Über­nah­me der dama­li­gen Orgada­ta AG durch Fort­er­ro. Seit­dem baut das Unter­neh­men sei­ne Soft­ware­kom­pe­tenz für den hand­werk­li­chen und indus­tri­el­len Mit­tel­stand gezielt aus.

Bereits vor Orgada­ta gehör­te das bri­ti­sche Soft­ware­un­ter­neh­men Busi­ness Micros zur Grup­pe. Im April 2026 kam zudem das renom­mier­te Soft­ware­haus Klaes GmbH hin­zu, das auf Lösun­gen für den Holz- und Kunst­stoff­fens­ter­bau spe­zia­li­siert ist. Mit 3E folgt nun der vier­te Bau­stein inner­halb der wach­sen­den euro­päi­schen Softwarefamilie.

Ver­ant­wort­lich für den Geschäfts­be­reich ist Bernd Hill­brands, Grün­der von Orgada­ta. Von Leer aus steu­ert er den wei­te­ren Aus­bau der Spar­te. Sein Ziel: eine umfas­sen­de Soft­ware­platt­form für sämt­li­che Berei­che der Fens­ter- und Türenbranche.

„Wir bau­en eine Orga­ni­sa­ti­on auf, die das gesam­te Spek­trum an Soft­ware für die Fens­ter- und Türen­bran­che bedient – vom Alu­mi­ni­um über Holz und Kunst­stoff, mit allen Pro­zes­sen drum­her­um. 3E passt her­vor­ra­gend dazu“, erklärt Hill­brands. Beson­ders die jahr­zehn­te­lan­ge Erfah­rung der Inha­ber­fa­mi­lie Ebert sei ein wich­ti­ger Gewinn für die gemein­sa­me Zukunft.

Fami­li­en­un­ter­neh­men mit mehr als 30 Jah­ren Erfahrung

Die 1993 gegrün­de­te 3E Daten­tech­nik mit Sitz in Ober­ko­chen wird bis heu­te fami­li­en­ge­führt. Geschäfts­füh­rer sind Unter­neh­mens­grün­der Ger­hard Ebert und sein Sohn Moritz Ebert.

Das Unter­neh­men ent­wi­ckelt mit „3E-LOOK“ eine eta­blier­te Soft­ware­lö­sung für Her­stel­ler von Fens­tern und Türen aus Holz und Kunst­stoff. Beson­ders stark ver­tre­ten ist 3E bei indus­tri­el­len Mit­tel­ständ­lern in Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz, Frank­reich, den Nie­der­lan­den und Großbritannien.

Ein wei­te­res wich­ti­ges Geschäfts­feld ist das digi­ta­le Doku­men­ten­ma­nage­ment auf Basis der Soft­ware ELO. Damit erwei­tert 3E das bis­he­ri­ge Port­fo­lio von Fort­er­ro Win­dows & Doors um Lösun­gen für das soge­nann­te papier­lo­se Büro – ein Bereich, der inner­halb der Spar­te bis­lang neu ist.

Ergän­zung für bestehen­des Softwareportfolio

Wäh­rend die in Leer ent­wi­ckel­te Soft­ware „Logi­k­al“ im Alu­mi­ni­um­be­reich welt­weit als Stan­dard­lö­sung gilt und nach Unter­neh­mens­an­ga­ben in mehr als 100 Län­dern von über 18.000 Anwen­dern genutzt wird, bringt Klaes beson­de­re Stär­ken im Holz- und Kunst­stoff­seg­ment ein.

Mit 3E erwei­tert Fort­er­ro die­ses Ange­bot nun zusätz­lich um Lösun­gen für den indus­tri­el­len Mit­tel­stand sowie um digi­ta­le Doku­men­ten­ma­nage­ment-Sys­te­me. Damit ent­steht ein immer brei­te­res Soft­ware­an­ge­bot ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te der Branche.

 

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Kei­ne unmit­tel­ba­ren Ver­än­de­run­gen für den Stand­ort Leer

Für die Mit­ar­bei­ten­den am Leera­ner Nes­se­ufer soll sich durch die Über­nah­me zunächst nichts ver­än­dern. Die Teams arbei­ten wei­ter­hin eigen­stän­dig, auch die Mar­ke 3E bleibt bestehen.

Gleich­zei­tig eröff­net die Zusam­men­ar­beit inner­halb der Grup­pe neue Mög­lich­kei­ten – ins­be­son­de­re bei Zukunfts­the­men wie Cloud-Tech­no­lo­gien oder Künst­li­cher Intel­li­genz. Durch die Bün­de­lung von Know-how ver­schie­de­ner Unter­neh­men sol­len Inno­va­tio­nen künf­tig schnel­ler ent­wi­ckelt wer­den können.

Hill­brands sieht dar­in vor allem einen stra­te­gi­schen Vor­teil für den Stand­ort Leer: „Wir wol­len unse­re Kun­den in Zukunft noch brei­ter unter­stüt­zen, sodass sie auch unter sich wan­deln­den Markt­be­din­gun­gen wei­ter erfolg­reich pro­du­zie­ren kön­nen. Jeder Schritt, den wir als Fort­er­ro Win­dows & Doors gehen, stärkt unse­re Posi­ti­on – und damit auch den Stand­ort Leer.“

Fort­er­ro zählt zu den füh­ren­den Indus­trie-Soft­ware­an­bie­tern Europas

Fort­er­ro wur­de 2012 gegrün­det und hat sich seit­dem zu einem der füh­ren­den Anbie­ter für Indus­trie­soft­ware in Euro­pa ent­wi­ckelt. Das Unter­neh­men beschäf­tigt nach eige­nen Anga­ben mehr als 2.800 Mit­ar­bei­ten­de an über 40 Stand­or­ten welt­weit und betreut mehr als 25.000 Industrieunternehmen.

Die Lösun­gen des Kon­zerns sind spe­zi­ell auf die Anfor­de­run­gen regio­na­ler Märk­te zuge­schnit­ten und sol­len Unter­neh­men dabei unter­stüt­zen, ihre Effi­zi­enz und Wett­be­werbs­fä­hig­keit nach­hal­tig zu steigern.

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