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Frei­bad-Debat­te in Leer: CDU nennt SPD-For­de­rung „finanz­po­li­tisch unseriös“

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Das Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je in Leer: Im Zuge der aktu­el­len poli­ti­schen Debat­te um ein mög­li­ches neu­es Frei­bad ver­weist die CDU-Frak­ti­on in ihrer Stel­lung­nah­me auf die bereits bestehen­den Her­aus­for­de­run­gen des bestehen­den Bades, das unter ande­rem mit Per­so­nal­man­gel zu kämp­fen hat, wäh­rend sie gleich­zei­tig die wich­ti­ge Schwimm­aus­bil­dung des Teams aus­drück­lich würdigt.

CDU kon­tert SPD-For­de­rung: Debat­te um neu­es Frei­bad in Leer

Nach­dem das Lese­r­ECHO ges­tern aus­führ­lich über die For­de­rung der SPD nach einem neu­en Frei­bad in Leer berich­tet hat­te, erreich­te unse­re Redak­ti­on nun die offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me der CDU-Rats­frak­ti­on. Die Christ­de­mo­kra­ten kri­ti­sie­ren das Vor­ha­ben scharf und stu­fen den Vor­stoß als finanz­po­li­tisch nicht ver­ant­wort­bar ein.

Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorf betont, dass ein eige­nes Frei­bad zwar zwei­fel­los eine Berei­che­rung sei und bei vie­len schö­ne Kind­heits­er­in­ne­run­gen wecke, die Rea­li­tät des städ­ti­schen Haus­halts jedoch dage­gen spreche:

„Die ent­schei­den­de Fra­ge ist aber nicht, ob wir uns ein Frei­bad wün­schen, son­dern ob wir es uns leis­ten können.“

Mas­si­ve finan­zi­el­le Belas­tung und offe­ne Gegenfinanzierung

Ein Neu­bau wür­de laut CDU Inves­ti­tio­nen in Mil­lio­nen­hö­he sowie dau­er­haft hohe Unter­hal­tungs- und Betriebs­kos­ten ver­ur­sa­chen. Ange­sichts der ange­spann­ten Haus­halts­la­ge sieht die Frak­ti­on kei­nen Spiel­raum für frei­wil­li­ge Mil­lio­nen­pro­jek­te. Zudem ver­weist die CDU auf drin­gen­de Pflicht­auf­ga­ben und not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen der kom­men­den Jahre:

  • Sanie­rung der Grundschulen

  • Erneue­rung und Instand­set­zung maro­der Brü­cken und Straßen

  • Wei­te­re Inves­ti­tio­nen in die kom­mu­na­le Infrastruktur

Die CDU wirft der SPD vor, Wunsch­po­li­tik zu betrei­ben und gleich­zei­tig ande­re teu­re Pro­jek­te – wie den gefor­der­ten Umbau der Heis­fel­der Stra­ße zur Ein­spu­rig­keit – zu for­dern. „Wer immer neue For­de­run­gen auf­stellt, muss den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auch ehr­lich sagen, wel­che Pro­jek­te dafür zurück­ge­stellt wer­den oder wo das Geld her­kom­men soll“, so Heinrichsdorf.

Das Per­so­nal­pro­blem am Plytje

Ein wei­te­rer von der SPD laut CDU aus­ge­blen­de­ter Aspekt sei der aku­te Fach­kräf­te­man­gel. Das bestehen­de Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je müs­se schon heu­te regel­mä­ßig Öff­nungs­zei­ten ein­schrän­ken, weil qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal für den Bade­be­trieb fehlt. Ein zusätz­li­ches Frei­bad wür­de die­sen Per­so­nal­man­gel mas­siv verschärfen.

Dank an das Plyt­je und Blick auf Alternativen

Trotz der kla­ren Absa­ge an den Neu­bau unter­streicht die CDU die Bedeu­tung der Schwimm­aus­bil­dung: Ein aus­drück­li­cher Dank gilt dem Per­so­nal des Plyt­jes, das Kin­dern mit gro­ßem Ein­satz den Weg zum See­pferd­chen ermög­licht. Ergän­zend ver­weist die Frak­ti­on auf die zahl­rei­chen Bade­seen in der Regi­on, die im Som­mer zusätz­li­che Frei­zeit­an­ge­bo­te bieten.

Hein­richs­dorf schließt mit einem kla­ren Appell an eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Haushaltspolitik:

„Ehr­lich­keit gegen­über den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ist uns wich­ti­ger als popu­lä­re Schlag­zei­len. Es kann nicht unser Anspruch sein, der nächs­ten Gene­ra­ti­on einen immer grö­ße­ren Schul­den­berg zu hinterlassen.“

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