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Gän­se­fraß im Land­kreis Leer: Blo­em for­dert schnel­le Hil­fe für Landwirte

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Gän­se­fraß im Land­kreis Leer: SPD-Abge­ord­ne­ter Blo­em for­dert schnel­len Schadensausgleich

Das Aus­maß der durch Gän­se ver­ur­sach­ten Fraß­schä­den auf land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen hat nach Ansicht des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em (Wee­ner) eine Gren­ze erreicht, die für die Betrof­fe­nen nicht mehr trag­bar ist. Ange­sichts der zuneh­men­den Pro­ble­ma­tik im Land­kreis Leer macht sich Blo­em nun für eine zügi­ge und unbü­ro­kra­ti­sche Ent­schä­di­gung der Land­wir­te stark.

„Aus­maß ist nicht mehr hinnehmbar“

Vie­le Land­wir­te berich­ten dem Abge­ord­ne­ten von mas­si­ven Ern­te­ver­lus­ten, die in die­sem Jahr ein beson­ders kri­ti­sches Niveau erreicht haben.

„Wir müs­sen für einen schnel­len Aus­gleich sor­gen. Unse­re Land­wir­te haben einen Anspruch dar­auf“, betont Bloem.

Dabei gehe es nicht um Sub­ven­tio­nen, son­dern um recht­lich zuste­hen­de Leis­tun­gen für die Bewirt­schaf­tungs­ein­schrän­kun­gen und Schä­den, die durch den Arten­schutz entstehen.

Kri­tik an büro­kra­ti­schen Hürden

Laut Blo­em herrscht unter den Land­wir­ten der­zeit eine äußerst ange­spann­te Stim­mung. Vie­le könn­ten die aktu­el­len Abläu­fe der Scha­dens­re­gu­lie­rung nicht mehr nach­voll­zie­hen. Eine kla­re und beschleu­nig­te Bear­bei­tung der Fäl­le sei daher drin­gend notwendig.

Der Abge­ord­ne­te stellt klar: Der recht­lich fest­ge­leg­te Schutz der Gän­se sei zwar erfolg­reich, doch dürf­ten die Land­wir­te nicht die Leid­tra­gen­den die­ses Erfol­ges sein. Das Land Nie­der­sach­sen ver­fü­ge zwar über Rege­lun­gen für den Aus­gleich auf dem Fest­land und den Inseln, doch müss­ten die­se Zah­lun­gen in Zei­ten einer ohne­hin als belas­tend emp­fun­de­nen Büro­kra­tie ein wich­ti­ges Signal der Hand­lungs­fä­hig­keit senden.

Über­prü­fung des Gän­se­ma­nage­ments gefordert

Neben den finan­zi­el­len Ent­schä­di­gun­gen for­dert Nico Blo­em eine Debat­te über das all­ge­mei­ne Gänsemanagement:

  • Ver­grä­mung und Beja­gung: In Son­der­si­tua­tio­nen müs­se geprüft wer­den, ob die­se Maß­nah­men aus­ge­wei­tet wer­den kön­nen – stets im Dia­log mit Jägern, Natur­schutz­ver­bän­den und Behörden.

  • Schutz­sta­tus: Der Abge­ord­ne­te sieht die Not­wen­dig­keit, den Schutz­sta­tus ver­schie­de­ner Gän­se­ar­ten in gewis­sen Situa­tio­nen auf den Prüf­stand zu stellen.

  • Bestands­ent­wick­lung: Es gebe den deut­li­chen Ein­druck, dass die Zahl der in der Regi­on brü­ten­den Gän­se mas­siv zuge­nom­men habe.

„Die Pro­ble­ma­tik nimmt zu, die Betrof­fen­heit steigt, das Aus­maß ist nicht mehr zu akzep­tie­ren“, so das Fazit des Abge­ord­ne­ten. Es brau­che jetzt zeit­na­he Ant­wor­ten und trag­fä­hi­ge Lösun­gen, um den Kon­flikt zwi­schen Arten­schutz und Land­wirt­schaft dau­er­haft zu befrieden.


Bild: Gän­se an der Ems. (Foto: privat)

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