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Gal­li­markt Leer 2026: So läuft die tra­di­tio­nel­le Eröff­nung mit Herol­den und Fass­an­stich ab

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Gal­li­markt­er­öff­nung 2022 auf der Rat­haus­trep­pe: Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und sei­ne Frau mit Tre­vor Heeks, umringt von den Leera­ner Herol­den, Land­rat Mat­thi­as Groo­te und Mit­glie­dern des Stadt­rats. 2026 wird der belieb­te Town Crier erst­mals bei der Eröff­nung fehlen.

Gal­li­markt 2026 in Leer: Das gro­ße Eröff­nungs­pro­to­koll mit Herol­den, Ost­fries­land­lied und Fassanstich

Am Mitt­woch, 14. Okto­ber 2026, wird der 518. Gal­li­markt in Leer offi­zi­ell eröff­net. Um 11.30 Uhr beginnt die tra­di­tio­nel­le Zere­mo­nie vor dem His­to­ri­schen Rat­haus. Doch der Gal­li­markt­tag star­tet für Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und die Leera­ner Herol­de bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den. Auf dem Pro­gramm ste­hen Besu­che bei Insti­tu­tio­nen, eine tra­di­tio­nel­le Tee­ze­re­mo­nie vor dem Bün­ting Tee­mu­se­um, die his­to­ri­schen Herolds­ru­fe, das Ost­fries­land­lied und drei Böl­ler­schüs­se. Ein gro­ßer digi­ta­ler Bild­schirm soll dafür sor­gen, dass Besu­cher bis zur Rat­haus­brü­cke das Gesche­hen auf der Rat­haus­trep­pe ver­fol­gen kön­nen. Anschlie­ßend geht es mit der Post­ka­pel­le zum Fest­zelt, wo der Bür­ger­meis­ter das tra­di­tio­nel­le Bier­fass ansticht, lang­jäh­ri­ge Schau­stel­ler geehrt wer­den und für einen guten Zweck gesam­melt wird.

Leer – Vom 14. bis zum 18. Okto­ber 2026 steht Leer ganz im Zei­chen des Gal­li­mark­tes. Rund 250 Geschäf­te, Fahr­ge­schäf­te und Buden ver­wan­deln die Innen­stadt in einen gro­ßen Fest­platz. Für vie­le Besu­cher gehört die offi­zi­el­le Eröff­nung am Mitt­woch zu den Höhe­punk­ten des tra­di­ti­ons­rei­chen Volks­fes­tes. Dabei folgt die Zere­mo­nie einem fes­ten Ablauf, der über vie­le Jah­re gewach­sen ist und ost­frie­si­sche Tra­di­tio­nen mit dem gesell­schaft­li­chen Leben der Stadt verbindet.

Gal­li­markt-Eröff­nung 2026: Der Tag beginnt in den frü­hen Morgenstunden

Für Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und die Leera­ner Herol­de beginnt der Eröff­nungs­tag bereits früh am Mor­gen. Bevor die offi­zi­el­len Ter­mi­ne in der Innen­stadt anste­hen, tref­fen sie sich zum gemein­sa­men Früh­stück. Dabei stim­men sich die Betei­lig­ten auf einen lan­gen Tag ein, an dem die tra­di­tio­nel­len Herolds­ru­fe an ver­schie­de­nen Sta­tio­nen in Leer zu hören sind.

Schon vor der offi­zi­el­len Eröff­nung besu­chen die Herol­de ver­schie­de­ne Insti­tu­tio­nen und Ein­rich­tun­gen. Dazu gehö­ren unter ande­rem Sta­tio­nen bei der Bun­des­wehr und wei­te­ren Ein­rich­tun­gen. Mit ihren cha­rak­te­ris­ti­schen Aus­ru­fen ver­kün­den sie dort den Beginn des Gal­li­mark­tes und tra­gen die Nach­richt vom bevor­ste­hen­den Volks­fest in die Stadt.

Die­se Besu­che sind fes­ter Bestand­teil des über­lie­fer­ten Eröff­nungs­pro­to­kolls. Der Gal­li­markt beginnt damit nicht erst mit dem ers­ten Fahr­ge­schäft, son­dern ist bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den in ver­schie­de­nen Berei­chen des öffent­li­chen Lebens präsent.

 

Gegen 11 Uhr: Tra­di­tio­nel­le Tee­ze­re­mo­nie vor dem Bün­ting Teemuseum

Zu den fes­ten Sta­tio­nen des Eröff­nungs­ta­ges gehört der Besuch am Bün­ting Tee­mu­se­um. Gegen 11 Uhr wer­den die Herol­de dort erwar­tet und tra­di­tio­nell zu einer Tas­se Tee ein­ge­la­den – selbst­ver­ständ­lich Bünting-Tee.

Die Tee­ze­re­mo­nie fin­det vor dem Tee­mu­se­um in der Brun­nen­stra­ße statt. Damit ver­bin­det sich die ost­frie­si­sche Tee­kul­tur mit dem tra­di­tio­nel­len Ablauf des Gal­li­markt­ta­ges. Der Ter­min ist ein fes­ter Bestand­teil des Weges, der die Herol­de schließ­lich zur offi­zi­el­len Eröff­nung führt.

Nach die­sem Halt geht es durch die Brun­nen­stra­ße und die Rat­haus­stra­ße wei­ter zur Rat­haus­trep­pe. Dort ver­sam­meln sich die Gäs­te zur offi­zi­el­len Eröff­nung des 518. Gallimarktes.

11.30 Uhr: Die offi­zi­el­le Eröff­nung vor dem His­to­ri­schen Rathaus

Die offi­zi­el­le Eröff­nungs­ze­re­mo­nie beginnt am Mitt­woch um 11.30 Uhr vor dem His­to­ri­schen Rat­haus. Die Post­ka­pel­le sorgt zunächst für die musi­ka­li­sche Ein­stim­mung. Anschlie­ßend begrüßt Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst die Gäs­te und eröff­net den Gallimarkt.

Ein beson­de­rer Bestand­teil der Zere­mo­nie sind die Leera­ner Herol­de in ihren his­to­ri­schen Kos­tü­men. Mit ihren tra­di­tio­nel­len Aus­ru­fen ver­kün­den sie den Beginn des Volks­fes­tes. Dabei wird auch der über­lie­fer­te Herolds­spruch im Rah­men der Eröff­nung vorgetragen.

Der tra­di­tio­nel­le Herolds­spruch zum Gallimarkt

Der platt­deut­sche Spruch gehört zu den bekann­tes­ten Bestand­tei­len der Gal­li­markt-Eröff­nung. Er ver­bin­det den Beginn des Mark­tes mit his­to­ri­schen Markt­re­geln und dem Recht, Waren anzu­bie­ten und zu verkaufen.

Radeau, Radeau, radit­jes doe,
de Stadt, de hört de König toe,
radeau, radeau radit­jes dum!
De Bör­mes­ter led vebe­den,
dat nüms mag kopen of ver­ko­pen
bevör de Klo­cke negen sleit,
bi Ver­lüß van Gode­ren
un all wat over tein Pund weggt,
is na de Waa­ge to bren­gen,
un dar­naa dree Daag free Markt!

Der Spruch erin­nert an die his­to­ri­schen Bestim­mun­gen für den Markt: Waren soll­ten gewo­gen wer­den, und für den Han­del gal­ten bestimm­te Regeln. Zugleich ver­weist der Aus­ruf auf die beson­de­re Bedeu­tung des frei­en Mark­tes für die Stadt Leer.

Gro­ßer digi­ta­ler Bild­schirm: Eröff­nung bis zur Rat­haus­brü­cke verfolgen

Bei der Gal­li­markt-Eröff­nung ver­sam­meln sich erfah­rungs­ge­mäß zahl­rei­che Besu­cher vor dem His­to­ri­schen Rat­haus. Wer wei­ter hin­ten steht, hat nicht immer freie Sicht auf die Rathaustreppe.

Des­halb wird ein gro­ßer digi­ta­ler Bild­schirm auf­ge­baut. Über die­sen sol­len die Besu­cher bis in den Bereich der Rat­haus­brü­cke ver­fol­gen kön­nen, was sich wäh­rend der Zere­mo­nie auf der Rat­haus­trep­pe abspielt. Damit wird das Gesche­hen auch für die­je­ni­gen sicht­bar, die kei­nen direk­ten Blick auf Bür­ger­meis­ter, Herol­de und die wei­te­ren Betei­lig­ten haben.

Jan Veen aus Win­scho­ten ist der offi­zi­el­le Stadt­aus­ru­fer (Sta­dsom­roe­per) der nie­der­län­di­schen Gemein­de Oldambt. Tra­di­tio­nell gehört sein Auf­tritt zur fei­er­li­chen Eröff­nung des Gal­li­markts in Leer. Zugleich nutzt er die Gele­gen­heit, um für den Adril­len­markt in Win­scho­ten zu werben.

Gruß­wor­te aus den Partnerstädten

Zum tra­di­tio­nel­len Rah­men der Eröff­nung gehö­ren neben der Anspra­che des Bür­ger­meis­ters auch Gruß­wor­te aus den Part­ner­städ­ten. Der Herold aus der nie­der­län­di­schen Part­ner­stadt Win­scho­ten heißt Jan Veen. 

Eine bekann­te Stim­me wird in die­sem Jahr aller­dings feh­len: Tre­vor Heeks aus der eng­li­schen Part­ner­stadt Trow­bridge. Der lang­jäh­ri­ge Herold wur­de bereits beim Gal­li­markt 2025 ver­ab­schie­det und wird des­halb nicht mehr auf der Rat­haus­trep­pe stehen.

Sei­ne mar­kan­ten Aus­ru­fe gehör­ten über vie­le Jah­re zur Eröff­nung und waren für zahl­rei­che Besu­cher ein fes­ter Bestand­teil des Gal­li­mark­tes. Mit sei­nem Abschied endet ein Stück geleb­ter Tra­di­ti­on. Die Leera­ner Herol­de füh­ren das über­lie­fer­te Zere­mo­ni­ell fort.

Das Ost­fries­land­lied: „In Oost­free­s­land is’t am besten“

Ein wei­te­rer Höhe­punkt der offi­zi­el­len Eröff­nung ist das gemein­sa­me Sin­gen des Ost­fries­land­lie­des. Unter dem platt­deut­schen Titel „In Oost­free­s­land is’t am bes­ten“ ist das Lied eng mit der regio­na­len Iden­ti­tät verbunden.

Die Post­ka­pel­le beglei­tet den Gesang vor dem His­to­ri­schen Rat­haus. Tra­di­tio­nell wer­den dabei die ers­ten drei Stro­phen des Ost­fries­land­lie­des gesun­gen. Für vie­le Besu­cher gehört die­ser musi­ka­li­sche Moment eben­so zur Eröff­nung wie die Herolds­ru­fe und die anschlie­ßen­den Böllerschüsse.

Das Lied bringt die Ver­bun­den­heit mit Ost­fries­land zum Aus­druck und ver­leiht der Zere­mo­nie einen beson­de­ren regio­na­len Charakter.

Nach dem gemein­sa­men Sin­gen wer­den drei Böl­ler­schüs­se abge­feu­ert. Sie mar­kie­ren den Abschluss der offi­zi­el­len Zere­mo­nie vor dem Rat­haus. Damit ist der 518. Gal­li­markt in Leer eröffnet.

Mit der Post­ka­pel­le zum Festzelt

Nach den Böl­ler­schüs­sen setzt sich die Fest­ge­sell­schaft in Bewe­gung. Die Post­ka­pel­le beglei­tet den Umzug von der Rat­haus­trep­pe zum Fest­zelt. Dort wird die Eröff­nung mit einem Fest­akt im geschlos­se­nen Rah­men fortgesetzt.

Im Fest­zelt kom­men gela­de­ne Gäs­te aus Poli­tik, Wirt­schaft, Ver­ei­nen, Behör­den und dem Schau­stel­ler­ge­wer­be zusam­men. Der Fest­akt rich­tet sich an den ein­ge­la­de­nen Per­so­nen­kreis und ist kei­ne öffent­li­che Ver­an­stal­tung für sämt­li­che Besu­cher des Gallimarktes.

Fass­an­stich, Reden und Ehrun­gen lang­jäh­ri­ger Schausteller

Ein Höhe­punkt im Fest­zelt ist der tra­di­tio­nel­le Fass­an­stich durch Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst. Anschlie­ßend stößt er gemein­sam mit dem Vor­sit­zen­den des Schau­stel­ler­ver­ban­des auf den Beginn des Gal­li­mark­tes an.

Danach fol­gen wei­te­re Gruß­wor­te und Reden. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Bedeu­tung des Gal­li­mark­tes für Leer und die Regi­on sowie die Rol­le des Schaustellergewerbes.

Zum Pro­gramm gehö­ren außer­dem die Ehrun­gen lang­jäh­ri­ger Schau­stel­ler. Die Jubi­la­re wer­den für ihre lang­jäh­ri­ge Tätig­keit gewür­digt und erhal­ten Prä­sen­te. Vie­le Schau­stel­ler­fa­mi­li­en sind seit Gene­ra­tio­nen auf Volks­fes­ten unter­wegs. Die Ehrun­gen sind des­halb auch eine Aner­ken­nung für die Men­schen, die den Gal­li­markt Jahr für Jahr mit ihren Fahr­ge­schäf­ten, Buden und gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten gestalten.

Frei­er Ein­tritt, eine Mahl­zeit und zwei Frei­ge­trän­ke für Ehrengäste

Für die gela­de­nen Ehren­gäs­te ist der Ein­tritt zur Eröff­nungs­fei­er kos­ten­los. Dar­über hin­aus erhält jeder Gast eine Mahl­zeit und zwei Freigetränke.

Auch klei­ne Wer­be­trä­ger und Erin­ne­rungs­stü­cke gehö­ren zum Rah­men der Veranstaltung. 

In die­sem Jahr gibt es bei­spiels­wei­se einen Gal­li­markt-Pin. Sol­che Erin­ne­rungs­stü­cke ver­bin­den den offi­zi­el­len Fest­akt mit dem Volks­fest und blei­ben vie­len Gäs­ten über den Eröff­nungs­tag hin­aus erhalten.

Spen­den­samm­lung beim Gal­li­markt: 2.040,25 Euro für die Kin­der- und Jugendfeuerwehr

Zur Eröff­nungs­fei­er gehört außer­dem eine Spen­den­samm­lung für einen guten Zweck. Wie hoch der Betrag im Jahr 2026 aus­fal­len wird und wel­cher Orga­ni­sa­ti­on das Geld zugu­te­kommt, wer­den wir in Kür­ze auf der Leera­ner Face­book­sei­te “Wir Leera­ner” und dem Leera­ner News­por­tal “Lese­r­ECHO” ver­öf­fent­li­chen. Natür­lich wie gewohnt ohne Abo­kos­ten und Bezahlschranken! 

Dass dabei eine beacht­li­che Sum­me zusam­men­kom­men kann, zeig­te das Vor­jahr: Beim Gal­li­markt 2025 wur­den 2.040,25 Euro für die Kin­der- und Jugend­feu­er­wehr gesam­melt. Die Unter­stüt­zung kommt dem Feu­er­wehr­nach­wuchs zugu­te und trägt dazu bei, die Arbeit mit Kin­dern und Jugend­li­chen zu fördern.

Damit ver­bin­det die Eröff­nungs­fei­er die Pfle­ge alter Tra­di­tio­nen mit Gast­freund­schaft und gesell­schaft­li­chem Engagement.

Gal­li­markt 2026: Öff­nungs­zei­ten von Mitt­woch bis Sonntag

Der Gal­li­markt ist an fünf Tagen geöff­net. Am Eröff­nungs­tag, Mitt­woch, 14. Okto­ber 2026, kön­nen Besu­cher den Fest­platz von 11 bis 24 Uhr besu­chen. Der Ein­tritt zum öffent­li­chen Markt­ge­län­de ist frei. Für Fahr­ge­schäf­te, Spei­sen und Geträn­ke fal­len jeweils eige­ne Kos­ten an.

Die Öff­nungs­zei­ten im Überblick:

  • Mitt­woch, 14. Okto­ber: 11 bis 24 Uhr

  • Don­ners­tag, 15. Okto­ber: 11 bis 1 Uhr

  • Frei­tag, 16. Okto­ber: 11 bis 1 Uhr

  • Sams­tag, 17. Okto­ber: 11 bis 1 Uhr

  • Sonn­tag, 18. Okto­ber: 11 bis 23 Uhr

Die wei­te­ren Höhe­punk­te beim Gal­li­markt in Leer

Auch an den fol­gen­den Tagen erwar­tet die Besu­cher ein umfang­rei­ches Programm.

  • Don­ners­tag, 15. Okto­ber: Beim Tag der Betrie­be ste­hen Unter­neh­men und Beschäf­tig­te im Mit­tel­punkt. Von 14 bis 18 Uhr heißt es außer­dem „Triff dei­ne Helden“.

  • Frei­tag, 16. Okto­ber: Das gro­ße Feu­er­werk über dem Leera­ner Hafen ist für 22 Uhr angekündigt.

  • Sams­tag, 17. Okto­ber: Die tra­di­tio­nel­le Lam­pion­fahrt auf dem Han­dels­ha­fen beginnt um 18.45 Uhr.

  • Sonn­tag, 18. Okto­ber: Um 10 Uhr fin­det der Schau­stel­ler­got­tes­dienst im Fest­zelt statt. Der ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­tag in der Innen­stadt ist von 13 bis 18 Uhr vor­ge­se­hen. Ab 18 Uhr beginnt die Hap­py Hour auf dem Festplatz.

Gal­li­markt-Eröff­nung: Ost­frie­si­sche Tra­di­ti­on trifft auf moder­nes Volksfest

Die Eröff­nung des 518. Gal­li­mark­tes ist weit mehr als ein sym­bo­li­scher Start­schuss. Vom frü­hen Früh­stück des Bür­ger­meis­ters mit den Herol­den über die Besu­che bei Insti­tu­tio­nen und die tra­di­tio­nel­le Tee­ze­re­mo­nie vor dem Bün­ting Tee­mu­se­um bis zur Zere­mo­nie vor dem His­to­ri­schen Rat­haus folgt der Tag einem über­lie­fer­ten Ablauf.

Die his­to­ri­schen Herolds­ru­fe, das Ost­fries­land­lied mit sei­nen ers­ten drei Stro­phen, die musi­ka­li­sche Beglei­tung durch die Post­ka­pel­le und die drei Böl­ler­schüs­se prä­gen den öffent­li­chen Auf­takt. Der gro­ße digi­ta­le Bild­schirm soll zusätz­lich dafür sor­gen, dass auch Besu­cher im Bereich der Rat­haus­brü­cke das Gesche­hen auf der Rat­haus­trep­pe ver­fol­gen können.

Mit dem anschlie­ßen­den Umzug zum Fest­zelt, dem Fass­an­stich, den Ehrun­gen und der Spen­den­samm­lung wird die Eröff­nung im geschlos­se­nen Rah­men fort­ge­setzt. Danach beginnt für Besu­cher aus Leer und der gesam­ten Regi­on das fünf­tä­gi­ge Volks­fest mit Fahr­ge­schäf­ten, Buden, Begeg­nun­gen und zahl­rei­chen Veranstaltungen.

Tre­vor Heeks: Der Lieb­ling des Gal­li­mark­tes – ein Abschied, der zu Her­zen ging

Bei der Eröff­nung des Gal­li­mark­tes 2026 wird eine ganz beson­de­re Stim­me feh­len: Tre­vor Heeks, der belieb­te Town Crier aus der eng­li­schen Part­ner­stadt Trow­bridge. Über mehr als 35 Jah­re war er dem Gal­li­markt eng ver­bun­den. Mit sei­ner herz­li­chen Art, sei­nem Humor und sei­nen unver­wech­sel­ba­ren Aus­ru­fen erober­te er die Her­zen der Leera­ne­rin­nen und Leera­ner. Für vie­le war er weit mehr als ein Herold – er war der Lieb­ling des Gallimarktes.

„Ich lie­be Leera­ner“, rief Tre­vor Heeks den Men­schen ent­ge­gen. Dazu kamen sein bri­ti­scher Gruß „God Save the Queen“, spä­ter „God Save the King“, und natür­lich sein unver­wech­sel­ba­rer, lang gezo­ge­ner Aus­ruf „Oooooohhhh­h­jeeeeeeeeehe!“. Wenn sei­ne Stim­me durch die Innen­stadt schall­te, gehör­te das für vie­le Besu­cher ein­fach zum Gal­li­markt dazu.

Ein letz­ter Fest­um­zug vol­ler Emotionen

Der Gal­li­markt 2025 wur­de zu einem ganz beson­de­ren Abschied. Zum letz­ten Mal führ­te Tre­vor Heeks als Town Crier den gro­ßen Gal­li­markts­um­zug an. Mit erho­be­nem Haupt, stol­zem Blick und umge­ben von sei­nen befreun­de­ten Herol­den genoss er die­sen ein­zig­ar­ti­gen Moment – getra­gen von der Zunei­gung und dem Applaus der Leera­ne­rin­nen und Leeraner.

Im Hin­ter­grund erklan­gen die fest­li­chen Töne der Leera­ner Post­ka­pel­le, die den gro­ßen Fest­um­zug bereits zum 62. Mal beglei­te­te. Hin­ter Tre­vor reih­ten sich Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, sei­ne Frau und die Fest­ge­sell­schaft ein. Es war ein ein­drucks­vol­les Bild geleb­ter Freund­schaft und jahr­zehn­te­lan­ger Verbundenheit.

Doch hin­ter der fest­li­chen Atmo­sphä­re lag auch Weh­mut. Vie­le Men­schen wuss­ten, dass sie Tre­vor in die­ser Rol­le zum letz­ten Mal erle­ben wür­den. Beim Abschied flos­sen zahl­rei­che Trä­nen. Es waren emo­tio­na­le Augen­bli­cke, die zeig­ten, wel­chen beson­de­ren Platz der Eng­län­der in den Her­zen der Men­schen in Leer hatte.

Ein Ein­trag ins Gol­de­ne Buch der Stadt Leer

Bereits am 7. Okto­ber 2025, einen Tag vor dem dama­li­gen Gal­li­markt, trug sich Tre­vor Heeks fei­er­lich in das Gol­de­ne Buch der Stadt Leer ein. Damit wur­de sei­ne mehr als 35-jäh­ri­ge Freund­schaft und Treue zum Gal­li­markt gewürdigt.

Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst brach­te die Bedeu­tung des lang­jäh­ri­gen Herolds mit einem Satz auf den Punkt:

„Tre­vor ist das Gesicht des Gallimarkts.“

Die­se Wor­te beschrei­ben, was Tre­vor Heeks für vie­le Men­schen in Leer bedeu­tet. Über Jahr­zehn­te ver­kör­per­te er die Ver­bin­dung zwi­schen der Stadt Leer und ihrer eng­li­schen Part­ner­stadt Trow­bridge. Sei­ne Auf­trit­te waren geprägt von Herz­lich­keit, Begeis­te­rung und einer unver­wech­sel­ba­ren Persönlichkeit.

„Thank you, Tre­vor – we love you!“

Bei der Eröff­nung des 518. Gal­li­mark­tes am Mitt­woch, 14. Okto­ber 2026, wird Tre­vor Heeks nicht mehr auf der Rat­haus­trep­pe ste­hen. Sei­ne mar­kan­ten Rufe wer­den feh­len, eben­so sein lang gezo­ge­nes „Oooooohhhh­h­jeeeeeeeeehe!“. Doch die Erin­ne­run­gen an sei­ne Auf­trit­te und an den bewe­gen­den Abschied im ver­gan­ge­nen Jahr bleiben.

Tre­vor Heeks hat beim Gal­li­markt Spu­ren hin­ter­las­sen, die weit über sei­ne Zeit als Town Crier hin­aus­rei­chen. Er war ein Bot­schaf­ter der Freund­schaft, ein Publi­kums­lieb­ling und für vie­le ein unver­zicht­ba­rer Teil der Gallimarkt-Tradition.

Thank you, Tre­vor – we love you! ❤️

Fotos: Ingo Ton­sor @ LeserECHO-Verlag

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