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Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi dis­ku­tiert ärzt­li­che Ver­sor­gung in Bunde

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Gesund­heits­mi­nis­ter Phil­ip­pi in Bun­de: Lösungs­an­sät­ze gegen den Hausärztemangel

Bun­de. Die Sicher­stel­lung der haus­ärzt­li­chen Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum bleibt eine der drän­gends­ten Auf­ga­ben der Lan­des­po­li­tik. Bei einer gut besuch­ten Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung in der Dorf­ge­mein­schafts­an­la­ge Bun­de ver­deut­lich­te Nie­der­sach­sens Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi vor rund 120 inter­es­sier­ten Bür­gern und Fach­leu­ten, dass eine rei­ne Erhö­hung der Arzt­quo­te allein nicht aus­rei­chen wird. Neben mehr Medi­zi­nern for­der­te der Minis­ter vor allem eine effi­zi­en­te­re Steue­rung der Patientenströme.

Ein­ge­la­den hat­ten die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anja Troff-Schaffar­zyk und der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em. Letz­te­rer beton­te bereits zur Begrü­ßung die hohe emo­tio­na­le Rele­vanz des The­mas: Der Man­gel belas­te nicht nur die Pati­en­ten, son­dern füh­re auch bei Ärz­ten und Pra­xis­be­leg­schaf­ten zu einer mas­si­ven Überlastung.

Bes­se­re Steue­rung und digi­ta­le Unterstützung

Minis­ter Phil­ip­pi räum­te ein, dass auf­grund der Über­al­te­rung der Ärz­te­schaft und ver­än­der­ter Berufs­ein­stel­lun­gen – weg von der 80-Stun­den-Woche, hin zu einer bes­se­ren Work-Life-Balan­ce – mehr Medi­zi­ner aus­ge­bil­det wer­den müs­sen. Ein zen­tra­les Pro­blem sieht er jedoch in der hohen Fre­quenz der Pra­xis­be­su­che. „Es ist ent­schei­dend, dass wir den Erst­kon­takt ver­bes­sern. Mit einer bes­se­ren Steue­rung kön­nen wir die Zahl der Besu­che deut­lich ver­rin­gern“, so Philippi.

Als Schlüs­sel zur Ent­las­tung nann­te er:

  • Tele­me­di­zin und KI: Ein­satz moder­ner Tech­no­lo­gien zur Vor­ab-Dia­gno­se und Beratung.

  • Büro­kra­tie­ab­bau: Redu­zie­rung des admi­nis­tra­ti­ven Auf­wands, damit wie­der mehr Zeit für die Pati­en­ten bleibt.

  • Koope­ra­ti­on: Eine enge Zusam­men­ar­beit mit der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung (KV), um die Struk­tu­ren zukunfts­fä­hig zu machen.

Trotz der bekann­ten Schwach­stel­len hielt der Minis­ter fest: „Wir haben ein exzel­len­tes Gesund­heits­sys­tem. Das muss an die­ser Stel­le auch ein­mal gesagt werden.“

Deut­li­che Kri­tik aus der Ärzteschaft

In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on nah­men die anwe­sen­den Medi­zi­ner kein Blatt vor den Mund. Sie kri­ti­sier­ten scharf, dass in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten ver­säumt wur­de, aus­rei­chend Stu­di­en­plät­ze zu schaf­fen. Zudem schil­der­ten sie ein­dring­lich, wie unkla­re Zustän­dig­kei­ten und über­bor­den­de Büro­kra­tie den Pra­xis­all­tag läh­men und wert­vol­le Behand­lungs­zeit kosten.

Nico Blo­em ver­sprach zum Abschluss der Ver­an­stal­tung, das The­ma wei­ter­hin mit hoher Prio­ri­tät zu ver­fol­gen: „Mich treibt die ärzt­li­che Grund­ver­sor­gung sehr um. Wir wis­sen um die Her­aus­for­de­run­gen und müs­sen die­se gemein­sam anpa­cken.“ Er unter­strich sein Ziel, eine ver­läss­li­che Ver­sor­gung im Wahl­kreis dau­er­haft sicherzustellen.

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