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Gesund­heits­mi­nis­ter Phil­ip­pi debat­tiert in Bun­de über Zukunft der Pflege

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Im Dia­log mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen im Land­kreis Leer (von links): Nico Blo­em, Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anja Troff-Schaffar­zyk und Land­rat Mat­thi­as Groo­te. (Bild: privat)

Pfle­ge­dia­log mit Minis­ter Phil­ip­pi: Büro­kra­tie­ab­bau als Teil der Lösung

Bun­de – Wie las­sen sich die wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen in der Pfle­ge bewäl­ti­gen? Bei einem Besuch des Ver­eins Open Dören in Bun­de bezeich­ne­te der nie­der­säch­si­sche Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi den Abbau von Büro­kra­tie als einen zen­tra­len Bau­stein, um das Sys­tem zukunfts­fä­hig zu machen. Auf Ein­la­dung der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Anja Troff-Schaffar­zyk (SPD) und des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em (SPD) dis­ku­tier­te der Minis­ter mit über 30 Ver­tre­tern von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen aus dem Land­kreis Leer.


Mehr Zeit für die eigent­li­che Arbeit

Die Kern­pro­ble­ma­tik der Bran­che ist hin­läng­lich bekannt: Die Finan­zie­rung wird schwie­ri­ger, wäh­rend der Fach­kräf­te­man­gel zunimmt. Minis­ter Phil­ip­pi beton­te, dass Pfle­ger mehr Zeit für die Men­schen und weni­ger für For­mu­la­re benötigen.

„Wir müs­sen dafür sor­gen, dass die Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger mehr Zeit für ihre eigent­li­che Arbeit haben“, so Phil­ip­pi wäh­rend des offe­nen Dialogs.

Kla­re Kri­tik an unkla­ren Zuständigkeiten

Die Teil­neh­mer der Run­de nutz­ten die Gele­gen­heit, um auf kon­kre­te Hin­der­nis­se im All­tag hin­zu­wei­sen. Neben zeit­rau­ben­den Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten wur­den vor allem unkla­re Zustän­dig­kei­ten zwi­schen den Behör­den bemän­gelt. Land­rat Mat­thi­as Groo­te, der eben­falls an der Run­de teil­nahm, signa­li­sier­te direk­te Unter­stüt­zung und kün­dig­te an, die Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Land­kreis und den Ein­rich­tun­gen gezielt ver­bes­sern zu wollen.


 

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Finan­zi­el­le Belas­tung erreicht Höchststand

Ein wei­te­res zen­tra­les The­ma war die finan­zi­el­le Lücke in der Pfle­ge­ver­si­che­rung, die durch die Infla­ti­on ver­schärft wird. Eine Ein­rich­tungs­lei­te­rin ver­deut­lich­te die dra­ma­ti­sche Lage mit einem Bei­spiel aus der Pra­xis: Der Eigen­an­teil für Heim­be­woh­ner lie­ge inzwi­schen bei 3.200 Euro – eine Sum­me, die für vie­le Fami­li­en kaum noch trag­bar ist. Phil­ip­pi sprach sich dafür aus, bei den hohen Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur den Sozi­al­staat nicht aus den Augen zu verlieren.

Rück­halt für die Pflegekräfte

Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Nico Blo­em unter­strich die Dring­lich­keit von Refor­men. Er mahn­te an, dass die Ebe­ne der Zustän­dig­keit zweit­ran­gig sei, solan­ge zeit­nah Lösun­gen gefun­den werden.

„Die Pfle­ge läuft auf dem Zahn­fleisch, wir müs­sen unse­re Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger hel­fen, stüt­zen und stär­ken“, beton­te Blo­em und sprach den Anwe­sen­den sei­nen Respekt für die täg­lich geleis­te­te Arbeit aus.

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