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Grenz­über­schrei­ten­de Zukunft: CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te set­zen auf Koope­ra­ti­on mit der Ems-Dollart-Region

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Die Dele­ga­ti­on ost­frie­si­scher und olden­bur­gi­scher CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter im Gespräch mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Ems-Dol­lart-Regi­on in Bad Nieu­weschans. Das Foto zeigt (von links): Ire­en Bade (Beglei­tung MdL-Dele­ga­ti­on), Björn Thüm­ler MdL (Vor­sit­zen­der des Haus­halts­aus­schus­ses des Land­ta­ges), EDR-Geschäfts­füh­rer Vin­cent ten Voor­de, Ulf Thie­le MdL (stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der CDU-Land­tags­frak­ti­on und deren Spre­cher für Haus­halt und Finan­zen), Chris­toph Eilers MdL (Spre­cher Euro­pa­po­li­tik der CDU-LTF), Ste­pha­nie Koch (Lei­te­rin Regio­na­les Pro­gramm­ma­nage­ment Inter­reg „Deutsch­land-Neder­land“ bei der EDR), Uta Loe­sing (stell­ver­tre­ten­de EDR-Geschäfts­füh­re­rin), Chris­ti­an Cal­de­ro­ne MdL (Jus­tiz­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU-LTF) und Gijs Huin­der (EDR-Mit­ar­bei­ter). Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Grenz­über­schrei­ten­de Zukunft: CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te besu­chen Ems-Dollart-Region

Bad Nieu­weschans. Wie kön­nen Deutsch­land und die Nie­der­lan­de künf­tig noch enger von einer grenz­über­grei­fen­den Zusam­men­ar­beit pro­fi­tie­ren? Um die­se Fra­ge zu erör­tern, folg­te eine Dele­ga­ti­on ost­frie­si­scher und olden­bur­gi­scher CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter einer Ein­la­dung von Ulf Thie­le MdL in das Büro der Ems-Dol­lart-Regi­on (EDR) nach Bad Nieu­weschans. Im Fokus des Aus­tauschs stan­den die stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung der EDR, aktu­el­le Zukunfts­the­men sowie die Wei­chen­stel­lun­gen der För­der­pe­ri­ode Inter­reg VI.

Die EDR als Motor der Grenzregion

Die 1977 gegrün­de­te EDR fun­giert heu­te mit 82 Mit­glie­dern – dar­un­ter Land­krei­se, Kom­mu­nen, Kam­mern und die Ost­frie­si­sche Land­schaft – als zen­tra­ler Impuls­ge­ber und Kom­pe­tenz­trä­ger. Ein wesent­li­cher Pfei­ler ist der Grenz­In­fo­Punkt EDR (GIP EDR), der Arbeit­neh­mer, Arbeit­ge­ber, Rent­ner und Stu­die­ren­de berät. Der Bedarf ist hoch: Seit 2022 wur­den rund 3.000 Fäl­le bear­bei­tet und etwa 9.500 indi­vi­du­el­le Kon­tak­te regis­triert. Die Schwer­punk­te lie­gen auf Ren­ten­fra­gen (48 %), Steu­ern (31 %) und Kran­ken­ver­si­che­run­gen (13 %), wobei das Inter­es­se an Home­of­fice-Rege­lun­gen für Pend­ler stark wächst.

Gesund­heit, Sicher­heit und Umweltschutz

Ein zen­tra­les The­ma war die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Vor dem Hin­ter­grund des Fach­kräf­te­man­gels gewinnt die Koope­ra­ti­on an Bedeu­tung. Bei­spiel­haft hier­für steht das Pro­jekt „Heal­th4­DE-NL“ mit einem Gesamt­vo­lu­men von 3,23 Mil­lio­nen Euro (davon 2,3 Mil­lio­nen Euro EU-Mit­tel), das digi­ta­le Ver­sor­gungs­struk­tu­ren im häus­li­chen Umfeld vorantreibt.

Auch die Sicher­heits­ko­ope­ra­ti­on wur­de the­ma­ti­siert. „Ver­bre­cher und Ver­bre­chen ken­nen kei­ne hoheit­li­chen oder regio­na­len Zustän­dig­kei­ten“, beton­te EDR-Geschäfts­füh­rer Vin­cent ten Voor­de. Die Zusam­men­ar­beit der Sicher­heits­kräf­te umfasst neben der „Nach­ei­le“ auch den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zur Bekämp­fung orga­ni­sier­ter Kri­mi­na­li­tät. Ergän­zend infor­mier­te sich die Dele­ga­ti­on über das PFAS-Pro­jekt, bei dem der OOWV und die nie­der­län­di­sche Vitens N.V. gemein­sam die Ver­brei­tung von „Ewig­keits­che­mi­ka­li­en“ erfor­schen, um Trink­was­ser­quel­len und das Wat­ten­meer zu schützen.

Star­ke Impul­se für den Mittelstand

Beson­de­res Inter­es­se galt der Inno­va­ti­ons­för­de­rung für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU). Der neue Klein­pro­jek­te­fonds „Food­Plus“ (1. Juli 2025 bis 30. Juni 2029) unter­stützt mit einem Gesamt­vo­lu­men von 9,55 Mil­lio­nen Euro Pro­jek­te in der Agrar- und Ernäh­rungs­wirt­schaft. Geför­dert wer­den Inno­va­tio­nen wie Prä­zi­si­ons­land­wirt­schaft (Drohnen/KI) oder kreis­lauf­ori­en­tier­te Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren. Wäh­rend Mach­bar­keits­stu­di­en bis zu 20.000 Euro erhal­ten, wer­den Inno­va­ti­ons­pro­jek­te mit bis zu 100.000 Euro unter­stützt (jeweils 50 % Förderquote).

Inter­reg VI: Inves­ti­tio­nen in Millionenhöhe

Das Pro­gramm Inter­reg VI A „Deutsch­land-Neder­land“ stellt ein beacht­li­ches Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men dar. Das Gesamt­pro­gramm ver­fügt ent­lang der Gren­ze über Mit­tel in Höhe von 465.798.619,84 Euro, wovon 225.023.487,84 Euro aus dem Euro­päi­schen Fonds für regio­na­le Ent­wick­lung (EFRE) stam­men. Über 101 Mil­lio­nen Euro flie­ßen in ein „inno­va­ti­ve­res Pro­gramm­ge­biet“ und rund 45 Mil­lio­nen Euro in ein „grü­ne­res Pro­gramm­ge­biet“. Im nörd­li­chen Pro­gramm­ge­biet wur­den bereits 32 Pro­jek­te geneh­migt. Allein im Land­kreis Leer konn­ten so bis­lang 13 Mit­tel­pro­jek­te (ca. 167.600 Euro) und 50 Klein­pro­jek­te (37.500 Euro) rea­li­siert werden.

Ulf Thie­le MdL beton­te abschlie­ßend die Bedeu­tung des Besuchs: „Die Ems-Dol­lart-Regi­on ent­wi­ckelt sich kon­se­quent wei­ter und fokus­siert die für die Kom­mu­nen wich­ti­gen Zukunfts­the­men.“. Für die CDU-Dele­ga­ti­on – bestehend aus Björn Thüm­ler, Ulf Thie­le, Chris­toph Eilers und Chris­ti­an Cal­de­ro­ne – unter­streicht dies den Stel­len­wert von Inter­reg als unver­zicht­ba­res Instru­ment für spür­ba­re Fort­schrit­te vor Ort.

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