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Gro­ße Wel­le der Hilfs­be­reit­schaft nach schwe­rem Unfall in Holthusen

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Wenn das eige­ne Zuhau­se in Trüm­mern liegt: Eine Wel­le des Mit­ge­fühls nach dem Unglück von Holthusen

Hol­thusen – Es war eine jener Näch­te, die eigent­lich Ruhe und Gebor­gen­heit ver­spre­chen soll­ten. Doch um 00:15 Uhr am ver­gan­ge­nen Sams­tag wur­de die­se Stil­le in Hol­thusen jäh zer­ris­sen. Ein ein­zi­ger Moment, ein fol­gen­schwe­rer Feh­ler, und das Leben einer Fami­lie war nicht mehr das­sel­be. Ein 23-jäh­ri­ger BMW-Fah­rer, der unter Alko­hol­ein­fluss die Kon­trol­le ver­lor, ramm­te erst einen Later­nen­mast und prall­te dann mit zer­stö­re­ri­scher Wucht fron­tal in das Wohn­haus der Familie.

Die Bil­der vom Unfall­ort las­sen einen schau­dern: Trüm­mer, die über die Stra­ße ver­streut lie­gen, und eine Haus­wand, die den mas­si­ven Kräf­ten des Auf­pralls nicht stand­hal­ten konn­te. Es grenzt an ein Wun­der, dass die Bewoh­ner kör­per­lich unver­sehrt blie­ben, wäh­rend der Unfall­ver­ur­sa­cher mit leich­ten Ver­let­zun­gen davon­kam. Doch der Schmerz, der nicht an der Ober­flä­che sicht­bar ist, wiegt schwer. In jener Nacht ver­lor die Fami­lie nicht nur ein Dach über dem Kopf, son­dern ihren Rück­zugs­ort, ihre Sicher­heit – ihr ver­trau­tes Heim.

Das Tech­ni­sche Hilfs­werk (THW) muss­te noch in der Dun­kel­heit anrü­cken, um Mau­ern und Fens­ter kon­trol­liert abzu­tra­gen und die Sta­tik zu sichern. Bei einem geschätz­ten Sach­scha­den von rund 130.000 Euro ist heu­te noch völ­lig unge­wiss, ob das Gebäu­de jemals wie­der bewohn­bar sein wird. Die Fami­lie steht vor dem Nichts und muss­te vor­erst ander­wei­tig unter­ge­bracht werden.

 

Ein Licht­blick: Die Soli­da­ri­tät der Gemeinschaft

Inmit­ten die­ser Trüm­mer und der gro­ßen Unge­wiss­heit zeigt sich jedoch die schöns­te Sei­te der Regi­on: der bedin­gungs­lo­se Zusam­men­halt. Bian­ka Bus­kohl, eine enge Freun­din und Arbeits­kol­le­gin des betrof­fe­nen Fami­li­en­va­ters, konn­te das Leid nicht taten­los mit­an­se­hen. Aus dem tie­fen Bedürf­nis her­aus, in der Not für­ein­an­der ein­zu­ste­hen, star­te­te sie einen emo­tio­na­len Spendenaufruf.

In ihrem Appell wen­det sie sich per­sön­lich an die Mit­bür­ger: „Die Her­aus­for­de­rung, vor der die Fami­lie steht, ist enorm – emo­tio­nal wie finan­zi­ell“, schil­dert Bus­kohl die dra­ma­ti­sche Lage. Beson­ders bit­ter: Auf­grund der mas­si­ven Zer­stö­rung der Infra­struk­tur kön­nen vie­le per­sön­li­che Gegen­stän­de und uner­setz­ba­re Erin­ne­rungs­stü­cke der­zeit nicht ein­mal aus dem Haus gebor­gen wer­den. Die Kos­ten für Siche­rung, mög­li­chen Abriss und den Wie­der­auf­bau über­stei­gen das, was die Fami­lie allein bewäl­ti­gen kann. „Jeder Bei­trag hilft, der Fami­lie ein Stück Sicher­heit und Hoff­nung zurück­zu­ge­ben“, betont sie in ihrem Aufruf.

Über­wäl­ti­gen­de Resonanz

Was dann geschah, berührt zutiefst und gibt in die­ser schwe­ren Zeit Hoff­nung. Stand heu­te, am 25. Febru­ar, sind bereits 7.180 Euro zusam­men­ge­kom­men. Es sind Bei­trä­ge von Freun­den, Nach­barn und oft völ­lig Frem­den, die zei­gen: Nie­mand wird in einer sol­chen Situa­ti­on allein gelas­sen. Die­se Sum­me ist weit mehr als nur eine finan­zi­el­le Hil­fe – sie ist ein Zei­chen der Gemein­schaft, das der Fami­lie in die­ser exis­ten­zi­el­len Kri­se den Rücken stärkt.

Es wird ein lan­ger Weg sein, bis die Fol­gen die­ser Nacht ver­ar­bei­tet sind, doch die über­wäl­ti­gen­de Hilfs­be­reit­schaft zeigt der Fami­lie, dass sie die­sen Weg nicht allei­ne gehen muss.


Gemein­sam hel­fen: Wer die Fami­lie unter­stüt­zen möch­te, fin­det den Spen­den­auf­ruf unter fol­gen­dem Link: https://www.gofundme.com/f/spendenaufruf-fur-die-betroffene-familie-aus-holthusen?

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