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His­to­ri­sches Pfer­de­ka­rus­sell auf dem Gal­li­markt Leer: 16 Holz­pfer­de und über 120 Jah­re Tradition

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Nost­al­gie auf dem Gal­li­markt: Das his­to­ri­sche Pfer­de­ka­rus­sell der Fami­lie Böltes

Seit 1904 dreht sich das Pfer­de­ka­rus­sell der Schau­stel­ler­fa­mi­lie Böl­tes und begeis­tert mit hand­be­mal­ten Details, kunst­vol­ler Holz­be­set­zung und einer lan­gen Geschich­te. Auch auf dem Gal­li­markt in Leer gehört das tra­di­ti­ons­rei­che Fahr­ge­schäft zu den beson­de­ren Attrak­tio­nen für alle, die den Charme ver­gan­ge­ner Jahr­markt­zei­ten lieben.

Wer über den Gal­li­markt in Leer schlen­dert, ent­deckt zwi­schen moder­nen Fahr­ge­schäf­ten und rasan­ten Attrak­tio­nen einen Klas­si­ker, der eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re aus­strahlt: das his­to­ri­sche Pfer­de­ka­rus­sell der Schau­stel­ler­fa­mi­lie Böl­tes aus Olden­burg-Varel. Das Fahr­ge­schäft stammt aus dem Jahr 1904 und lässt die Besu­cher in eine Zeit ein­tau­chen, in der Volks­fes­te noch von hand­werk­li­cher Gestal­tung und tra­di­tio­nel­ler Jahr­markt­kul­tur geprägt waren.

16 Holz­pfer­de für eine Fahrt wie vor über 100 Jahren

Das Karus­sell ist eine soge­nann­te Boden­müh­le – ein his­to­ri­sches Boden­ka­rus­sell mit ori­gi­na­ler Holz­be­set­zung. Ins­ge­samt 16 Pfer­de ste­hen für eine nost­al­gi­sche Run­de bereit. Statt auf spek­ta­ku­lä­re Geschwin­dig­keit setzt das Fahr­ge­schäft auf lie­be­vol­le Gestal­tung, tra­di­tio­nel­le Hand­werks­kunst und den beson­de­ren Charme eines ech­ten Jahrmarktklassikers.

Jedes Detail trägt zum unver­wech­sel­ba­ren Erschei­nungs­bild bei. Die Pfer­de und die kunst­voll gestal­te­ten Ver­zie­run­gen erin­nern an die lan­ge Geschich­te des Karus­sell­baus. Gera­de für Fami­li­en mit Kin­dern ist das Fahr­ge­schäft eine Mög­lich­keit, den Gal­li­markt ein­mal von sei­ner ruhi­gen, tra­di­tio­nel­len Sei­te kennenzulernen.

 

Hand­be­mal­te Tafeln zei­gen die Ver­bun­den­heit mit Leer

Beson­ders sehens­wert sind die lie­be­voll gestal­te­ten und hand­be­mal­ten Tafeln des Karus­sells. Dar­auf fin­den sich auch Moti­ve mit Bezug zur Stadt Leer, dar­un­ter das Leera­ner Rat­haus. Die­se Details machen deut­lich, wie eng tra­di­tio­nel­le Fahr­ge­schäf­te mit den Orten ver­bun­den sind, an denen sie über vie­le Jah­re hin­weg auf den Volks­fes­ten gastieren.

Damit ist das Pfer­de­ka­rus­sell nicht nur ein Fahr­ge­schäft, son­dern auch ein Stück geleb­te Jahr­markt­kul­tur. Die Moti­ve erzäh­len von regio­na­ler Ver­bun­den­heit und ver­lei­hen dem his­to­ri­schen Klas­si­ker eine per­sön­li­che Note.

Von Pfer­de­stär­ken zum Elektromotor

Auch die Tech­nik des Karus­sells hat sich im Lau­fe der Jahr­zehn­te ver­än­dert. Frü­her wur­de das Fahr­ge­schäft von zwei Pfer­den ange­trie­ben. Spä­ter über­nahm ein Elek­tro­mo­tor die­se Auf­ga­be. So blieb die tra­di­tio­nel­le Optik erhal­ten, wäh­rend sich der Antrieb an die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der jewei­li­gen Zeit anpasste.

Das Bau­jahr 1904 macht das Karus­sell zu einem beson­de­ren Zeug­nis der Volks­fest­ge­schich­te. Wäh­rend vie­le moder­ne Fahr­ge­schäf­te auf immer grö­ße­re Höhe, Geschwin­dig­keit und tech­ni­sche Effek­te set­zen, begeis­tert die­ser Klas­si­ker mit sei­ner ursprüng­li­chen Gestal­tung und sei­ner his­to­ri­schen Ausstrahlung.

Ein Tra­di­ti­ons­ge­schäft in Familienhand

Die Schau­stel­ler­fa­mi­lie Böl­tes pflegt und betreibt das Pfer­de­ka­rus­sell seit Jahr­zehn­ten. Das Fahr­ge­schäft wur­de über Gene­ra­tio­nen hin­weg erhal­ten und ist regel­mä­ßig auf Volks­fes­ten und Jahr­märk­ten in Nord­west­deutsch­land anzu­tref­fen. Dazu gehö­ren unter ande­rem der Vare­ler Kra­mer­markt, das Früh­lings­fest in Wil­helms­ha­ven und der Gal­li­markt in Leer.

Dass ein sol­ches Fahr­ge­schäft über einen so lan­gen Zeit­raum erhal­ten bleibt, ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Es braucht Pfle­ge, hand­werk­li­ches Kön­nen und die Bereit­schaft, his­to­ri­sche Schau­stell­ertra­di­tio­nen weiterzuführen.

Ein Stück Nost­al­gie auf dem Gallimarkt

Wer den Gal­li­markt besucht und his­to­ri­sche Jahr­markt­sat­mo­sphä­re liebt, soll­te sich das Pfer­de­ka­rus­sell der Fami­lie Böl­tes genau­er anse­hen. Die 16 Holz­pfer­de, die hand­be­mal­ten Tafeln und die tra­di­tio­nel­le Bau­wei­se machen es zu einem beson­de­ren Blick­fang zwi­schen den moder­nen Attraktionen.

Hier ste­hen nicht Geschwin­dig­keit und Ner­ven­kit­zel im Mit­tel­punkt, son­dern Erin­ne­run­gen, Hand­werks­kunst und die Freu­de an einer Tra­di­ti­on, die seit mehr als 120 Jah­ren besteht. Eine Fahrt auf dem his­to­ri­schen Pfer­de­ka­rus­sell ist damit nicht nur ein Ver­gnü­gen für Kin­der, son­dern auch eine klei­ne Rei­se in die Geschich­te der Volksfeste.

Fotos: Ingo Ton­sor @LeserECHO — Okt. 2026

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