Wirtschaft
Industrie in Niedersachsen: Auftragseingänge im September 2026 rückläufig – Nachfrage steigt gegenüber August um 27 Prozent
Industrie in Niedersachsen: Auftragseingänge im September 2026 gegenüber Vorjahr um 2 Prozent gesunken
Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern legt gegenüber August deutlich zu – Bestellungen steigen um 27 Prozent. Besonders stark fällt der Rückgang bei Verbrauchsgütern aus. Chemische Erzeugnisse und sonstiger Fahrzeugbau verzeichnen dagegen deutliche Zuwächse.
HANNOVER. Die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen hat sich im September 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht abgeschwächt. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) in seiner Pressemitteilung vom 6. November 2026 mitteilt, lagen die preisbereinigten Auftragseingänge der niedersächsischen Industrie um 2 Prozent unter dem Niveau von September 2025.
Dabei entwickelten sich die Bestellungen aus dem In- und Ausland unterschiedlich stark. Während die Inlandsbestellungen um 1 Prozent zurückgingen, verringerte sich die Nachfrage aus dem Ausland um 3 Prozent.
Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Verbrauchsgütern aus. Hier gingen die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 23 Prozent zurück. Auch die Nachfrage nach Investitionsgütern entwickelte sich rückläufig und verzeichnete ein Minus von 4 Prozent.
Chemische Industrie und Fahrzeugbau mit deutlichen Nachfragezuwächsen
In den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen zeigte sich im September 2026 ein unterschiedliches Bild. Einige Wirtschaftszweige konnten ihre Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich steigern.
Besonders positiv entwickelte sich die Herstellung von chemischen Erzeugnissen. Hier nahm die Nachfrage um 18 Prozent zu. Auch der sonstige Fahrzeugbau verzeichnete ein deutliches Plus von 17 Prozent.
Andere wichtige Industriezweige mussten dagegen Rückgänge hinnehmen. Bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sanken die Auftragseingänge um 5 Prozent. Im Maschinenbau fiel das Minus mit 12 Prozent noch deutlicher aus.
Auftragseingänge steigen gegenüber August um 27 Prozent
Deutlich positiver fällt der Vergleich mit dem unmittelbaren Vormonat aus. Gegenüber August 2026 erhöhte sich die Gesamtnachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im September preisbereinigt um 27 Prozent.
Dabei legten sowohl die Bestellungen aus dem Inland als auch die Nachfrage aus dem Ausland kräftig zu. Die Inlandsbestellungen stiegen um 25 Prozent, während die Auslandsbestellungen sogar um 29 Prozent zunahmen.
Auch bei den einzelnen Gütergruppen gab es deutliche Zuwächse. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich gegenüber August um 16 Prozent. Besonders stark fiel die Entwicklung bei den Investitionsgütern aus: Hier stiegen die Auftragseingänge um 36 Prozent.
Industrieentwicklung zeigt unterschiedliche Signale
Die aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen zeigen eine unterschiedliche Entwicklung der niedersächsischen Industrie. Während die Auftragseingänge im Jahresvergleich leicht zurückgingen und insbesondere Verbrauchsgüter deutliche Verluste verzeichneten, gab es gegenüber August 2026 einen kräftigen Anstieg.
Vor allem die Zuwächse bei den chemischen Erzeugnissen und im sonstigen Fahrzeugbau sowie das deutliche Plus bei den Investitionsgütern im Monatsvergleich setzen positive Akzente.
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN), Pressemitteilung Nr. 109 vom 6. November 2026.
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