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IT-Frei­spre­chung in Leer: Soft­ware-Netz­werk und IHK ehren Nachwuchs

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Geschafft! Die IT-Absol­ven­tin­nen und ‑Absol­ven­ten 2026 nach ihrer Frei­spre­chung im Zoll­haus Leer.Foto: Mar­kus Hib­be­ler / Soft­ware-Netz­werk Leer

T‑Freisprechung in Leer: „Macht was draus!“

Soft­ware-Netz­werk und IHK ehren IT-Nach­wuchs – Ein Abend zwi­schen Zukunfts­ap­pell, Impro­vi­sa­ti­on und einem Abschied nach 25 Jahren

LEER. Saxo­phon-Klän­ge zogen durch das Leera­ner Zoll­haus, die Sekt­glä­ser klirr­ten und spür­ba­re Erwar­tung lag in der Luft: Bei einer fest­li­chen Frei­spre­chungs­fei­er im Juli wur­den die erfolg­rei­chen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten der IT-Aus­bil­dungs­be­ru­fe geehrt. Über 320 Gäs­te folg­ten der gemein­sa­men Ein­la­dung des Ver­eins Soft­ware-Netz­werk Leer und der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) für Ost­fries­land und Papenburg.

Durch das Pro­gramm führ­ten „Die Nord­leuch­ten“, Jür­gen Böse und Fre­danko Bey­er. Die bei­den Impro­vi­sa­ti­ons-Künst­ler hiel­ten gekonnt die Fäden zusam­men, sorg­ten für zahl­rei­che Lacher und ban­den das Publi­kum aktiv in das Gesche­hen ein.

Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät braucht Köp­fe statt nur Technik

Den inhalt­li­chen Auf­takt gestal­te­te Arnold Bath­mann, zwei­ter Vor­sit­zen­der des Soft­ware-Netz­werks. Statt eines rei­nen Rück­blicks rich­te­te er den Blick nach vorn auf eine zen­tra­le Zukunfts­fra­ge: Wie sou­ve­rän ist Euro­pa in der digi­ta­len Welt? In Zei­ten von inter­na­tio­na­len Cloud-Anbie­tern, Platt­form-Mono­po­len und markt­be­herr­schen­den KI-Kon­zer­nen lie­ge genau hier die Chan­ce für den Nachwuchs.

Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät ent­ste­he nicht durch Tech­nik allein, beton­te Bath­mann: „Sie ent­steht vor allem durch Men­schen. Durch Men­schen, die ver­ste­hen, kri­tisch hin­ter­fra­gen und Lösun­gen bau­en, statt sie nur zu bedie­nen.“ Direkt an den Jahr­gang gewandt, unter­strich er: „Ihr seid die­je­ni­gen, die nicht nur mit Tech­no­lo­gie arbei­ten, son­dern sie gestal­ten. Und genau sol­che Fach­kräf­te brau­chen wir heu­te mehr denn je.“

Abschied nach 25 Jah­ren: Punk­te­sam­meln für Ergebnisse

Ein bewe­gen­der Moment folg­te mit der Rede von Gerald Jun­ge­blut, der nach 25 Jah­ren ehren­amt­li­cher Tätig­keit im IT-Prü­fungs­aus­schuss der IHK sei­nen Abschied nahm. Mit einer Ana­lo­gie zum Fuß­ball ver­deut­lich­te der selbst­stän­di­ge Unter­neh­mens­be­ra­ter sei­ne Bot­schaft: Nach einem WM-Aus gebe es vie­le Erklä­run­gen, doch die Welt ver­ge­be kei­ne Punk­te für Ana­ly­sen, son­dern für Ergebnisse.

Den Absol­ven­ten gab er vier Leit­sät­ze mit auf den Weg: per­ma­nent ler­nen, am Ball blei­ben, bes­ser sein als die ande­ren und Gas geben. Künst­li­che Intel­li­genz wer­de IT-Beru­fe nicht erset­zen, aber neu defi­nie­ren. Wer auf den per­fek­ten Moment war­te, ver­pas­se ihn: „Der rich­ti­ge Moment ist jetzt.“ Sein Schluss­satz hall­te nach: „Glück­wunsch zu eurem Abschluss. Macht was draus.“

Pra­xis­na­he Ein­bli­cke und Stim­men der Absolventen

Das The­ma Künst­li­che Intel­li­genz grif­fen auch Ihno Berg­mann und Mar­co Böh­mann vom Soft­ware-Netz­werk augen­zwin­kernd auf. Unter dem Titel „Wenn künst­li­che Intel­li­genz auf natür­li­che Dumm­heit trifft – promp­ten, reden, über­zeu­gen“ zeig­ten sie pra­xis­nah, wor­auf es beim Ein­satz von KI-Werk­zeu­gen ankommt.

Anschlie­ßend berich­te­te Jule Tir­rel von der „Azu­bi-Woche“ beim Land­kreis Leer und wie gegen­sei­ti­ge Ver­ant­wor­tung jun­ge Teams zusam­men­schweißt. Im Talk „Was bleibt, was kommt“ kamen die Nach­wuchs­kräf­te selbst zu Wort: Ver­tre­ter von Bün­ting, Ener­con und der Gemein­de Krumm­hörn teil­ten offe­ne Ein­bli­cke in ihre Erfah­run­gen, Umwe­ge und Pläne.

Die Besten­eh­rung und ein musi­ka­li­sches Finale

Den Höhe­punkt des Abends bil­de­te die fei­er­li­che Urkun­den­über­ga­be. Ein­zeln tra­ten die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten ins Ram­pen­licht, beglei­tet vom Applaus des Publi­kums. Die bes­ten Abschlüs­se des Jahr­gangs wur­den beson­ders hervorgehoben:

  • Jan­nes Mein­ders (Volks­wa­gen)

  • Janek Otto Sant­jer (Bun­des­wehr)

  • Theo Gosch (Fort­er­ro, ehe­mals Orgadata)

Zum Fina­le ver­ar­bei­te­ten „Die Nord­leuch­ten“ Zita­te des Abends zu einer humor­vol­len Geschich­te. Gemein­sam mit Uwe Heger am Saxo­phon spon­nen sie aus Rufen aus dem Publi­kum ein spon­ta­nes Abschluss­lied mit dem Titel: „Ja, das war mei­ne bes­te Tat – mei­ne Aus­bil­dung war ziem­lich smart.“ Der Abend bewies ein­drucks­voll, wie stark ver­netzt und zukunfts­ori­en­tiert die IT-Aus­bil­dung in der Regi­on auf­ge­stellt ist.

 

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