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Küs­ten­schutz in Nie­der­sach­sen: Nico Blo­em for­dert siche­re Dei­che für kom­men­de Generationen

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Nico Blo­em bei sei­ner Rede zum Küs­ten­schutz im Nie­der­säch­si­schen Landtag.

Küs­ten­schutz in Nie­der­sach­sen: Nico Blo­em for­dert siche­re Dei­che für kom­men­de Generationen

Hannover/Ostfriesland – Die Bedeu­tung des Hoch­was­ser- und Küs­ten­schut­zes für Nie­der­sach­sen hat der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em bei sei­ner Rede im jüngs­ten Ple­num des Nie­der­säch­si­schen Land­tags her­vor­ge­ho­ben. Anlass war eine Gro­ße Anfra­ge der CDU-Land­tags­frak­ti­on zum Hoch­was­ser- und Küstenschutz.

Unter dem Leit­ge­dan­ken „Siche­re Dei­che für Gene­ra­tio­nen“ mach­te Blo­em deut­lich, dass der Küs­ten­schutz lang­fris­tig gedacht wer­den müs­se. „Wir wol­len Dei­che nicht nur für die nächs­te Sturm­flut, son­dern für gan­ze Gene­ra­tio­nen bau­en“, erklär­te der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te aus Weener.

124 Mil­lio­nen Euro für Hoch­was­ser- und Küstenschutz

Die bis­he­ri­ge Bilanz der Lan­des­re­gie­rung beim Hoch­was­ser- und Küs­ten­schutz kön­ne sich nach Ein­schät­zung Bloems sehen las­sen. Er ver­wies auf zahl­rei­che bereits lau­fen­de sowie geplan­te Maß­nah­men. Auch die Gene­ral­plä­ne Küs­ten­schutz sowie Siel- und Schöpf­wer­ke stün­den kurz vor dem Abschluss.

Ins­ge­samt wer­den den Anga­ben zufol­ge in die­sem Jahr 124 Mil­lio­nen Euro in den Hoch­was­ser- und Küs­ten­schutz inves­tiert. Gleich­zei­tig lau­fen 280 Maß­nah­men. Damit soll die Sicher­heit vor Sturm­flu­ten und Hoch­was­ser lang­fris­tig wei­ter ver­bes­sert werden.

Gera­de für die nie­der­säch­si­sche Küs­ten­re­gi­on und Ost­fries­land hat der Schutz der Dei­che eine beson­de­re Bedeu­tung. Sturm­flu­ten kön­nen erheb­li­che Gefah­ren für Men­schen, Sied­lun­gen, Infra­struk­tur und Land­wirt­schaft mit sich brin­gen. Ent­spre­chend wich­tig sind dau­er­haft leis­tungs­fä­hi­ge Dei­che, Siel­an­la­gen und Schöpfwerke.

Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren dür­fen den Küs­ten­schutz nicht ausbremsen

Trotz der bereits lau­fen­den Pro­jek­te sieht Blo­em wei­ter­hin erheb­li­chen Hand­lungs­be­darf. „Sturm­flu­ten war­ten nicht dar­auf, wie lan­ge ein Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren dau­ert“, sag­te der SPD-Politiker.

Aus sei­ner Sicht kommt es des­halb dar­auf an, die Arbeit der Deich- und Sie­lach­ten zu unter­stüt­zen. Blo­em bezeich­ne­te die dort täti­gen Men­schen als „Ken­ner und Kön­ner“ und bedank­te sich aus­drück­lich für deren Engagement.

Die Auf­ga­be der Lan­des­re­gie­rung und der Lan­des­po­li­tik sei es, die­sen Fach­leu­ten bei ihrer wich­ti­gen Arbeit zur Sei­te zu ste­hen. Gera­de beim Küs­ten­schutz sei­en lang­fris­ti­ge Pla­nung, prak­ti­sche Erfah­rung und eine ver­läss­li­che Umset­zung der not­wen­di­gen Maß­nah­men entscheidend.

Sedi­ment­ma­nage­ment soll Schlick für den Deich­bau nutz­bar machen

Als kon­kre­tes Bei­spiel für einen zukünf­ti­gen Lösungs­an­satz nann­te Blo­em das geplan­te Sedi­ment­ma­nage­ment. Dabei soll der in gro­ßen Men­gen vor­han­de­ne Schlick gezielt genutzt wer­den. Der Schlick soll zu Klei für den Deich­bau rei­fen und damit künf­tig für den Küs­ten­schutz ein­ge­setzt wer­den können.

Blo­em sieht dar­in einen Ansatz, bei dem aus einer bestehen­den Her­aus­for­de­rung ein nutz­ba­rer Bau­stoff für den Küs­ten­schutz ent­steht. „Aus Pro­ble­men schaf­fen wir Lösun­gen – das ist Zukunft“, erklär­te der Landtagsabgeordnete.

Damit ver­bin­det sich die Fra­ge nach einem nach­hal­ti­gen Umgang mit den anfal­len­den Sedi­men­ten unmit­tel­bar mit der lang­fris­ti­gen Siche­rung der nie­der­säch­si­schen Dei­che. Für die Küs­ten­re­gi­on könn­te ein sol­ches Sedi­ment­ma­nage­ment künf­tig eine wich­ti­ge Rol­le bei der Umset­zung wei­te­rer Küs­ten­schutz­maß­nah­men spielen.

Küs­ten­schutz als Auf­ga­be für kom­men­de Generationen

Mit Blick auf die kom­men­den Jahr­zehn­te steht für Blo­em fest: Der nie­der­säch­si­sche Küs­ten­schutz muss kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Inves­ti­tio­nen, geplan­te Maß­nah­men, moder­ne Kon­zep­te und die Arbeit der Deich- und Sie­lach­ten sol­len dazu bei­tra­gen, die Schutz­an­la­gen dau­er­haft auf einem hohen Sicher­heits­ni­veau zu halten.

Die Bot­schaft des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus Wee­ner: Dei­che sol­len nicht nur kurz­fris­tig für die nächs­te Sturm­flut gerüs­tet sein, son­dern lang­fris­tig Sicher­heit für gan­ze Gene­ra­tio­nen bieten.

 

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