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Kurz­fris­ti­ge Sanie­rung der maro­den Oster­tor­stra­ße in Remels angekündigt

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Auf­grund der extre­men Stra­ßen­schä­den wur­de die Höchst­ge­schwin­dig­keit in Remels auf 10 km/h redu­ziert. (v.r.n.l.): Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ulf Thie­le (CDU), Bür­ger­meis­ter Heinz Trau­er­nicht und Frank Buch­holz (Lan­des­amt für Stra­ßen­bau und Verkehr).

Maro­de L 24 in Remels: Sanie­rung erfolgt „mit Ansage“

Remels/Hannover. Die deso­la­te Fahr­bahn der Oster­tor­stra­ße (L 24) in Remels wird kurz­fris­tig saniert. Was zunächst wie eine gute Nach­richt klingt, beglei­tet der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le mit deut­li­cher Kri­tik. Nach sei­nen Wor­ten sei die extre­me Situa­ti­on „mit Ansa­ge“ ent­stan­den und nicht allein die Fol­ge eines har­ten Win­ters, son­dern das Resul­tat einer lang­jäh­ri­gen Unter­fi­nan­zie­rung der Straßenbauverwaltung.

Sanie­rung im März unter Vorbehalt

Wie bei einem Orts­ter­min mit Uple­n­gens Bür­ger­meis­ter Heinz Trau­er­nicht und Frank Buch­holz, dem Lei­ter des Geschäfts­be­reichs Aurich des Lan­des­am­tes für Stra­ßen­bau und Ver­kehr, bekannt wur­de, sol­len nun bis zu 200.000 Euro über­plan­mä­ßig frei­ge­ge­ben wer­den. Die Instand­set­zung des Abschnitts zwi­schen der Fried­hofs­al­lee und der Hasen­burg­stra­ße ist für das Wochen­en­de vom 13. bis 15. März 2026 geplant – vor­aus­ge­setzt, das Wet­ter spielt mit.

Für die Arbei­ten muss die Oster­tor­stra­ße voll gesperrt wer­den. Dabei wird die Fahr­bahn­de­cke etwa vier Zen­ti­me­ter tief abge­fräst und erneu­ert. Buch­holz sicher­te zudem zu, zu prü­fen, ob Schä­den in wei­te­ren Abschnit­ten sowie in Sel­ver­de und Groß­san­der im glei­chen Zuge repa­riert wer­den können.

Schritt­tem­po statt flie­ßen­der Verkehr

Wie pre­kär die Lage aktu­ell ist, zeigt die ver­kehrs­recht­li­che Situa­ti­on: Die Schlag­lö­cher sind mitt­ler­wei­le so tief, dass die Höchst­ge­schwin­dig­keit auf ledig­lich 10 km/h her­ab­ge­setzt wer­den muss­te. „Das heißt im Klar­text, man kann schon fast neben einem Auto her­lau­fen“, so Thie­le. Dies habe in der Bevöl­ke­rung zu Recht für gro­ßen Unmut gesorgt.

Bereits im ver­gan­ge­nen Herbst hat­te der Abge­ord­ne­te wäh­rend eines Kurz­prak­ti­kums bei der Stra­ßen­bau­ver­wal­tung selbst Hand ange­legt und Schlag­lö­cher not­dürf­tig mit Kalt­asphalt geflickt. Für ihn ist klar: Die ange­schla­ge­nen Stra­ßen­de­cken haben durch den Win­ter ledig­lich den „Todes­stoß“ erhal­ten, der Hand­lungs­be­darf sei jedoch seit Jah­ren offensichtlich.

Kri­tik an der Landespolitik

Thie­le wirft der rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung eine ver­fehl­te Infra­struk­tur­po­li­tik vor. Statt die Etats für die Lan­des­stra­ßen anzu­he­ben, sei­en Mit­tel gekürzt oder in Rück­la­gen für das Wahl­jahr 2027 ver­scho­ben worden.

„Wir müs­sen aus der Man­gel­wirt­schaft her­aus“, for­dert Thie­le. Eine ver­läss­li­che Wirt­schaft und der täg­li­che Weg zur Arbeit sei­en auf eine intak­te Infra­struk­tur ange­wie­sen. Er plä­diert daher für eine dau­er­haf­te und deut­li­che Erhö­hung der Haus­halts­mit­tel für den Stra­ßen­bau, um künf­tig pro­ak­tiv statt nur im Not­fall reagie­ren zu können.


 

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