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Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt: Olaf Bade for­dert mehr Bür­ger­nä­he im Land­kreis Leer

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Olaf Bade zieht nach 16 Wochen Wahl­kampf Bilanz und for­dert nach der Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt mehr Bür­ger­nä­he, Ver­läss­lich­keit und poli­ti­sche Zusam­men­ar­beit im Land­kreis Leer. Bei­trags­bild: Akka Olt­hoff von Akka Fotografie

Olaf Bade: „Poli­tik muss zusam­men­ar­bei­ten und wie­der näher zu den Men­schen finden“

Land­kreis Leer. In einer Pres­se­mit­tei­lung zieht der par­tei­lo­se Land­rats­kan­di­dat Olaf Bade nach 16 Wochen Wahl­kampf eine per­sön­li­che Bilanz und nimmt zugleich das Ergeb­nis der jüngs­ten Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt zum Anlass, über das Ver­hält­nis zwi­schen Poli­tik und Bür­gern nach­zu­den­ken. Wer als Land­rat Ver­ant­wor­tung für die Men­schen, Ver­ei­ne und Ver­bän­de, Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen im Land­kreis Leer über­neh­men will, muss wis­sen, was die Men­schen bewegt. Dafür reicht der Blick aus dem Kreis­haus nicht aus. Man muss vor Ort sein, zuhö­ren, nach­fra­gen und die unter­schied­li­chen Lebens­rea­li­tä­ten kennenlernen.

Genau das hat der par­tei­lo­se Land­rats­kan­di­dat Olaf Bade in den ver­gan­ge­nen 16 Wochen getan. Mit sei­nem auf­fäl­lig folier­ten Bul­li war er mehr als 9.000 Kilo­me­ter im Land­kreis unter­wegs und hat dabei alle zwölf Kom­mu­nen und vie­le Ort­schaf­ten besucht. Bei mehr als 220 Ver­an­stal­tun­gen und Ter­mi­nen kam er mit meh­re­ren tau­send Men­schen per­sön­lich ins Gespräch.

„Ich bin dank­bar für die Offenheit“

In den ver­gan­ge­nen Wochen wur­de Bade bei vie­len Begeg­nun­gen immer wie­der auf sei­ne Par­tei­lo­sig­keit angesprochen.

„Die häu­figs­te Fra­ge, die mir die Men­schen direkt gestellt haben, war tat­säch­lich die nach mei­ner Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit“, berich­tet Bade. „Wenn ich dann gesagt habe, dass ich par­tei­los bin, habe ich sehr häu­fig eine aus­ge­spro­chen posi­ti­ve und offe­ne Reak­ti­on erlebt.“

Auch aus den zahl­rei­chen Kom­men­ta­ren in den sozia­len Medi­en neh­me er einen deut­li­chen Wunsch nach mehr Ver­läss­lich­keit und Bür­ger­nä­he wahr.

„Vie­le Men­schen haben nicht das Gefühl, dass Poli­tik ihnen wirk­lich zuhört. Sie wol­len nicht stän­dig neue Ver­spre­chen hören. Sie wol­len, dass Din­ge funk­tio­nie­ren und dass ihre Anlie­gen ernst genom­men werden.“

„Ich hat­te von Anfang an den Anspruch, den Men­schen auf Augen­hö­he zu begeg­nen und ihre unter­schied­li­chen Geschich­ten, Erfah­run­gen und Per­spek­ti­ven wirk­lich zu hören und zu ver­ste­hen“, sagt Olaf Bade. „Denn wer Ver­ant­wor­tung über­neh­men will, muss zuerst zuhören.“

Die Band­brei­te sei­ner Ter­mi­ne war ent­spre­chend groß: Bade war unter ande­rem bei Unter­neh­men und Land­wir­ten, in Schu­len, Kitas, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, Kran­ken­häu­sern und Rat­häu­sern, bei Feu­er­weh­ren und Ver­ei­nen, auf Schützen‑, Dorf‑, Hafen- und Wein­fes­ten, bei Sport­ver­an­stal­tun­gen und kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen, in Selbst­hil­fe­grup­pen, Kir­chen und sozia­len Ein­rich­tun­gen sowie bei Bür­ger­dia­lo­gen und Podiumsdiskussionen.

Er besuch­te eben­so gro­ße wie klei­ne Orte, von Bor­kum bis Ost­rhau­der­fehn, von Bun­de bis Uple­n­gen. Dabei ging es nicht nur um poli­ti­sche The­men. Oft stan­den die per­sön­li­chen Erfah­run­gen und Anlie­gen der Men­schen im Mittelpunkt.

„Die Gesprä­che waren für mich eine der wert­volls­ten Erfah­run­gen die­ses Wahl­kamp­fes. Ich habe sehr viel über die Stär­ken unse­res Land­krei­ses gelernt, aber auch dar­über, wo es im All­tag ganz kon­kret Pro­ble­me gibt“, so Bade, „Dabei haben sich für mich eini­ge The­men immer wie­der her­aus­kris­tal­li­siert: der Wunsch nach einer leis­tungs­fä­hi­gen Ver­wal­tung, nach einer bes­se­ren Infra­struk­tur, nach guten Rah­men­be­din­gun­gen für Wirt­schaft und Ehren­amt und vor allem nach einer Poli­tik, die zuhört und anschlie­ßend auch trans­pa­rent handelt.“

„Das Wahl­er­geb­nis in Sach­sen-Anhalt muss uns zu den­ken geben“

Das Ergeb­nis der Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag sieht Bade auch als Anlass für eine grund­sätz­li­che Dis­kus­si­on über das Ver­hält­nis zwi­schen Poli­tik und Bürgern.

Die AfD erreich­te 43,8 Pro­zent und wur­de damit erst­mals stärks­te Kraft bei einer Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt. Die CDU kam auf 17,2 Pro­zent, die SPD auf 9,3%, die Grü­nen auf 8,9 % und die Lin­ke auf 8,6%.

„Ich glau­be nicht, dass man ein sol­ches Wahl­er­geb­nis auf einen ein­zi­gen Grund redu­zie­ren kann. Aber es soll­te uns allen zu den­ken geben“, sagt Bade.

„Wenn Men­schen das Gefühl haben, dass ihre Sor­gen und Erwar­tun­gen in der Poli­tik nicht aus­rei­chend gehört wer­den, wächst die Distanz. Und die­se Distanz dür­fen wir nicht ein­fach bekla­gen, wir müs­sen jetzt etwas dage­gen tun. Die Ant­wort dar­auf kann aus mei­ner Sicht nicht sein, den Men­schen ihre Ent­schei­dung vor­zu­wer­fen. Poli­tik muss sich viel­mehr selbst fra­gen, war­um sie Men­schen nicht mehr erreicht.“

Für Bade liegt ein wesent­li­cher Teil der Ant­wort in mehr Bür­ger­nä­he, mehr Ver­läss­lich­keit und einer ande­ren poli­ti­schen Kultur.

„Die Men­schen erwar­ten zu Recht, dass Poli­tik Pro­ble­me löst. Sie wol­len kei­ne end­lo­sen Par­tei­strei­tig­kei­ten, son­dern dass gute Ideen auf­ge­grif­fen und umge­setzt wer­den. Und sie wol­len ernst genom­men wer­den, auch dann, wenn ihre Mei­nung unbe­quem ist.“

„Gute Ideen dür­fen nicht an Par­tei­gren­zen scheitern“

Als par­tei­lo­ser Kan­di­dat sieht Bade dar­in einen beson­de­ren Vor­teil sei­ner Kandidatur.

„Ich möch­te als Land­rat mit allen demo­kra­ti­schen Kräf­ten im Kreis­tag kon­struk­tiv zusam­men­ar­bei­ten. Für mich ent­schei­det nicht das Par­tei­buch dar­über, ob eine Idee gut ist. Ent­schei­dend ist, ob sie den Men­schen im Land­kreis Leer hilft. Mei­ne Par­tei­lo­sig­keit gibt mir dabei die Frei­heit, mich bei guten Lösun­gen nicht von par­tei­po­li­ti­schen Inter­es­sen lei­ten las­sen zu müssen.“

Bade kün­digt an, die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Frak­tio­nen und den zwölf Kom­mu­nen stär­ker auf gemein­sa­me Lösun­gen auszurichten.

„Wir müs­sen dort zusam­men­ar­bei­ten, wo es um die Lösung kon­kre­ter Pro­ble­me geht. Gute Ideen dür­fen nicht des­halb abge­lehnt wer­den, weil sie aus einer ande­ren Frak­ti­on kom­men. Ein Land­rat soll­te mode­rie­ren, zusam­men­füh­ren und, wenn nötig, auch schlichten.“

Dabei gehe es aus­drück­lich nicht dar­um, poli­ti­sche Unter­schie­de einzuebnen.

„Unter­schied­li­che poli­ti­sche Auf­fas­sun­gen gehö­ren zu unse­rer Demo­kra­tie. Ent­schei­dend ist aber, dass nach der poli­ti­schen Dis­kus­si­on die gemein­sa­me Arbeit an einer guten Lösung beginnt. Gera­de auf kom­mu­na­ler Ebe­ne muss das Wohl der Men­schen über par­tei­po­li­ti­schen Inter­es­sen stehen.“

„Bür­ger­nä­he darf kein Wahl­kampf­slo­gan sein.“

Vie­le Bür­ger bekla­gen, dass sie ihre Poli­ti­ker immer nur kurz von den Wah­len sehen und danach nicht mehr.

„Bür­ger­nä­he darf nicht am Wahl­tag enden. Sie muss Teil des täg­li­chen Füh­rungs­ver­ständ­nis­ses eines Land­rats sein.“

Des­halb möch­te Bade auch als Land­rat regel­mä­ßig in den Kom­mu­nen unter­wegs sein, den direk­ten Aus­tausch mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern suchen und Ansprech­part­ner vor Ort sein.

Gleich­zei­tig will er die Beschäf­tig­ten der Kreis­ver­wal­tung stär­ker einbeziehen.

„In einer Ver­wal­tung arbei­ten vie­le Men­schen, die jeden Tag unmit­tel­bar mit den Pro­ble­men und Anlie­gen unse­rer Unter­neh­men sowie unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu tun haben. Die­ses Wis­sen müs­sen wir viel stär­ker nut­zen. Gute Ideen dür­fen nicht an Hier­ar­chien oder ein­ge­fah­re­nen Pro­zes­sen scheitern.“

Bade ver­bin­det damit sei­ne Vor­stel­lun­gen einer bür­ger- und dienst­leis­tungs­ori­en­tier­ten Ver­wal­tung mit einer neu­en Füh­rungs­kul­tur im Kreis­haus: zuhö­ren, Ver­ant­wor­tung über­neh­men, Ent­schei­dun­gen nach­voll­zieh­bar machen und gemein­sam Lösun­gen umsetzen.

Nach 16 Wochen Wahl­kampf zieht Bade des­halb eine per­sön­li­che Bilanz

„Ich bin dank­bar für jedes ein­zel­ne Gespräch, unab­hän­gig davon, ob wir einer Mei­nung waren oder nicht. Genau die­se unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven machen unse­ren Land­kreis aus. Ich habe in den ver­gan­ge­nen Wochen sehr viel über unse­re Kom­mu­nen, unse­re Men­schen und unse­re Stär­ken gelernt.

Und ich bin über­zeugt: Wenn wir wie­der mehr mit­ein­an­der und weni­ger über­ein­an­der reden, wenn wir gute Ideen gemein­sam anpa­cken und wenn Poli­tik näher bei den Men­schen ist, kön­nen wir im Land­kreis Leer sehr viel bewegen.“

so Bade, „Genau dafür möch­te ich als Land­rat Ver­ant­wor­tung übernehmen.“

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