Wirtschaft

Medi­en­be­rich­te zu VW: IG Metall weist Spe­ku­la­tio­nen um Stand­or­te zurück

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Angeb­li­che Kahl­schlag­plä­ne bei Volks­wa­gen: IG Metall und Kon­zern­be­triebs­rat bezie­hen Stellung

Datum: 26. Juni 2026

The­ma: Medi­en­be­rich­te über mög­li­che Werks­schlie­ßun­gen und Stel­len­ab­bau beim VW-Konzern

Die Volks­wa­gen-Beleg­schaft ist erneut in Unru­he ver­setzt wor­den. Aus­lö­ser ist ein Medi­en­be­richt des Mana­ger-Maga­zins vom Frei­tag­vor­mit­tag, in dem über weit­rei­chen­de Spar­plä­ne des VW-Kon­zern­vor­stands spe­ku­liert wird.

Die spe­ku­la­ti­ven Plä­ne laut Medienbericht

Dem Bericht zufol­ge soll der Kon­zern­vor­stand fol­gen­de Maß­nah­men in Erwä­gung ziehen:

  • Mas­si­ver Stel­len­ab­bau: Es ist die Rede von ins­ge­samt 100.000 Arbeitsplätzen.

  • Werks­schlie­ßun­gen: Neben Osna­brück sol­len mit­tel­fris­tig vier wei­te­re deut­sche Stand­or­te aus­lau­fen: Emden, Han­no­ver, Neckar­sulm und Zwi­ckau.

  • VW-Gesetz: Es wird zudem über einen angeb­li­chen Angriff auf das VW-Gesetz spekuliert.

Kla­re Kan­te: Stel­lung­nah­me der IG Metall und des Konzernbetriebsrats

Die Ers­te Vor­sit­zen­de der IG Metall, Chris­tia­ne Ben­ner, VW-Kon­zern­be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Danie­la Cavallo und der IG Metall-Bezirks­lei­ter Thors­ten Grö­ger (zustän­dig für den VW-Haus­ta­rif) wei­sen die Berich­te ent­schie­den zurück:

“Angrif­fe auf das VW-Gesetz, die Mit­be­stim­mung und unse­re Stand­or­te sind unver­ant­wort­li­che Dro­hun­gen. Soll­ten sol­che Plä­ne vor­an­ge­trie­ben wer­den, wür­den wir sie mit aller Macht verhindern.”

Die Arbeit­neh­mer­ver­tre­tun­gen for­dern den Vor­stand auf, statt “blin­dem Aktio­nis­mus” den Fokus auf die eigent­li­che Arbeit zu legen: die Ent­wick­lung wett­be­werbs­fä­hi­ger Pro­duk­te, moder­ner Tech­no­lo­gien sowie die Straf­fung von Kon­zern­struk­tu­ren und die Nut­zung von Synergien.

Poli­ti­sche Reak­tio­nen aus Niedersachsen

Der Nie­der­säch­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies und die stell­ver­tre­ten­de Minis­ter­prä­si­den­tin Julia Wil­lie Ham­burg beton­ten, dass Ent­schei­dun­gen über kon­kre­te Maß­nah­men aus­schließ­lich im Auf­sichts­rat getrof­fen werden.

  • Ableh­nung von Kahl­schlag: Die Lan­des­re­gie­rung stellt klar, dass Zukunft nicht durch Werks­schlie­ßun­gen oder Stel­len­ab­bau gewon­nen wird.

  • Bekennt­nis zur Mit­be­stim­mung: Die Mit­be­stim­mung wird als wesent­li­cher Teil der Erfolgs­ge­schich­te von VW gese­hen und nicht als Wettbewerbsnachteil.

  • Stra­te­gi­scher Applaus: Die Poli­tik for­dert eine gemein­sa­me deut­sche Stra­te­gie für den Auto­mo­bil­stand­ort Euro­pa, ins­be­son­de­re ange­sichts des Preis­drucks durch China.

Soli­da­ri­tät von Audi und der IG Metall Baden-Württemberg

Auch aus ande­ren Tei­len des Kon­zerns und der Bran­che kommt deut­li­che Kritik:

  • Audi-Betriebs­rat: Jörg Schlag­bau­er (Gesamt­be­triebs­rat Ingol­stadt) und Alex­an­der Rein­hart (Neckar­sulm) unter­strei­chen, dass Neckar­sulm Teil der “Audi DNA” ist und nicht zur Debat­te steht.

  • IG Metall Baden-Würt­tem­berg: Die Bezirks­lei­te­rin Bar­ba­ra Resch bezeich­net die Plä­ne als “Fron­tal­an­griff auf die Zukunft der Indus­trie­ar­beits­plät­ze” und warnt vor mas­si­vem Know-how-Ver­lust durch Standortschließungen.

State­ment der Unter­neh­mens­sei­te von Volkswagen

Der Kon­zern­vor­stand kom­men­tiert die inter­nen, ver­trau­li­chen Unter­la­gen nicht direkt, bestä­tigt jedoch die Not­wen­dig­keit einer tief­grei­fen­den Transformation.

  • Her­aus­for­de­run­gen: Zöl­le, här­te­rer Wett­be­werb und sta­gnie­ren­de Märk­te ver­ur­sa­chen Belas­tun­gen im zwei­stel­li­gen Mil­li­ar­den­be­reich pro Jahr.

  • Not­wen­di­ge Ent­wick­lung: Das bis­he­ri­ge Geschäfts­mo­dell (Ent­wick­lung in Deutsch­land, Pro­duk­ti­on in Euro­pa, Export welt­weit) funk­tio­nie­re so nicht mehr.

  • Zukunfts­plan: Der Kon­zern arbei­tet an einer Neu­auf­stel­lung, um effi­zi­en­ter und schlan­ker zu werden.

  • Ziel: Die Volks­wa­gen Group soll bis 2030 das attrak­tivs­te Auto­mo­bil­un­ter­neh­men der Welt werden.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung der IG Metall bei Volks­wa­gen, 26.06.2026.

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