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Medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung auf Bor­kum: Start­schuss für inno­va­ti­ves Versorgungszentrum

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Ver­sor­gungs­an­ker und Insel­treff: Ein neu­es Herz­stück für Borkum

Gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung und ein star­kes sozia­les Mit­ein­an­der dür­fen kei­ne Fra­ge des Wohn­orts sein – das gilt für das Fest­land eben­so wie für die nie­der­säch­si­schen Inseln. Mit einem bedeu­ten­den Mei­len­stein für die Lebens­qua­li­tät auf Bor­kum gab Regio­nal­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rin Mela­nie Wal­ter heu­te den offi­zi­el­len Start­schuss für das ach­te Regio­na­le Ver­sor­gungs­zen­trum (RVZ) in Niedersachsen.

Mas­si­ve Unter­stüt­zung durch das Land

Der Auf­bau des Pro­jekts wird durch einen För­der­be­scheid in Höhe von rund 930.000 Euro ermög­licht. Damit über­nimmt das Land Nie­der­sach­sen beein­dru­cken­de 95 Pro­zent der Gesamt­kos­ten.

Im Gebäu­de des Insel­kran­ken­hau­ses ent­steht so ein kom­mu­nal getra­ge­nes Medi­zi­ni­sches Ver­sor­gungs­zen­trum (MVZ), das weit über die klas­si­sche haus­ärzt­li­che Ver­sor­gung hinausgeht.

Medi­zin trifft auf Inno­va­ti­on und kur­ze Wege

Das neue RVZ Bor­kum setzt auf moder­ne Lösun­gen für insel­spe­zi­fi­sche Herausforderungen:

  • Tele­me­di­zin: Inno­va­ti­ve Kon­zep­te ermög­li­chen Behand­lun­gen vor Ort und erspa­ren den Bewoh­nern zeit­in­ten­si­ve und beschwer­li­che Wege auf das Festland.

  • Gebün­del­te Bera­tung: Ob Fami­li­en­heb­am­me, sozi­al­psych­ia­tri­scher Dienst oder Senio­ren- und Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­te – was bis­her über die gan­ze Insel ver­teilt war, fin­det nun unter einem Dach statt.

Ein „Wohn­zim­mer“ für die Inselgemeinschaft

Neben der medi­zi­ni­schen Kom­po­nen­te wird das RVZ ein leben­di­ger Ort der Begeg­nung. Geplant sind:

  • Kul­tur & Bewe­gung: Räum­lich­kei­ten für Thea­ter­auf­füh­run­gen, Vor­trä­ge und Sportkurse.

  • Sozia­les Mit­ein­an­der: Eine Gemein­schafts­kü­che für gemein­sa­mes Kochen und Kaf­fee­trin­ken schafft eine attrak­ti­ve Anlauf­stel­le für Jung und Alt.


„Wir zei­gen: Gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se sind ein kon­kre­tes Ziel unse­rer Poli­tik – unab­hän­gig davon, ob Men­schen auf dem Fest­land oder auf einer Insel leben.“

Mela­nie Wal­ter, Regio­nal­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rin


Stim­men aus der Region

Bor­kums Bür­ger­meis­ter Jür­gen Akker­mann sieht in dem Pro­jekt einen ent­schei­den­den Bau­stein für die „Lebens­raum­ent­wick­lung 2030+“. Das Zen­trum ver­bes­se­re nicht nur die Lebens­qua­li­tät der Bür­ger, son­dern schaf­fe durch das kom­mu­na­le MVZ auch attrak­ti­ve Arbeits­plät­ze für All­ge­mein­me­di­zi­ner, um die ärzt­li­che Ver­sor­gung lang­fris­tig zu sichern.

Hin­ter­grund: Was ist ein RVZ?

Ein Regio­na­les Ver­sor­gungs­zen­trum kom­bi­niert ein kom­mu­na­les Medi­zi­ni­sches Ver­sor­gungs­zen­trum (MVZ) mit indi­vi­du­el­len Ange­bo­ten der Daseins­vor­sor­ge. Die Kom­mu­nen ent­schei­den selbst, was vor Ort gebraucht wird – von Phy­sio­the­ra­pie über Tages­pfle­ge bis hin zu haus­halts­na­hen Dienstleistungen.

Sta­tus der RVZ in Niedersachsen Stand­or­te
Bereits im Betrieb Weser­marsch, Auet­al, Wurs­ter Nord­see­küs­te, Lei­ne­berg­land, Baddeckenstedt
In Auf­bau / Planung Süd­hei­de, Gnar­ren­burg, Bor­kum

 

Nach einer erfolg­rei­chen Modell­pha­se mit 13,5 Mil­lio­nen Euro Inves­ti­tio­nen ist die För­de­rung ab 2026 mit 2,5 Mil­lio­nen Euro jähr­lich fest im Lan­des­haus­halt verankert.

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