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Mil­lio­nen-Pro­jekt geplant: Neue Rad- und Fuß­weg­brü­cke soll Leda-Nadel­öhr beenden

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Brü­cken­schlag über die Leda: Leer und Wes­t­ov­er­le­din­gen pla­nen neue Rad- und Fußwegbrücke

 

Leer/Westoverledingen. Die Que­rung der Leda ist für Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer seit lan­gem ein Ärger­nis und ein ech­tes Nadel­öhr. Wie die Stadt Leer auf eine aktu­el­le Pres­se­an­fra­ge der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on mit­teil­te, ste­hen dem Rad­ver­kehr aktu­ell nur zwei unzu­rei­chen­de Optio­nen zur Ver­fü­gung: der Geh­weg an der Eisen­bahn­brü­cke – hier muss das Rad gescho­ben wer­den, was beson­ders für Las­ten­rä­der und Anhän­ger extrem schwie­rig und nicht mehr zeit­ge­mäß ist – und das Sperr­werk, des­sen Nut­zung nur gedul­det ist. Die Situa­ti­on hat sich in jüngs­ter Zeit zuge­spitzt, da es vor­kam, dass bei­de Ver­bin­dun­gen gleich­zei­tig gesperrt waren und eine Que­rung unmög­lich machten.

Eine Erwei­te­rung oder ein Neu­bau der Rad­we­ge­ver­bin­dung an der Eisen­bahn­brü­cke wur­de von der Bahn bereits kate­go­risch abge­lehnt. Um die­se gra­vie­ren­de Lücke im regio­na­len Rad­we­ge­netz end­lich zu schlie­ßen, haben die Stadt Leer und die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen (WOL) nun gemein­sam eine Mach­bar­keits­stu­die in Auf­trag gegeben.

Die­se Stu­die soll­te die Vor­aus­set­zun­gen für den Bau einer neu­en, eigen­stän­di­gen Rad- und Fuß­weg­brü­cke über die Leda prü­fen. Als idea­ler Stand­ort wur­de ein Punkt etwa 70 Meter west­lich der bestehen­den Eisen­bahn­brü­cke ins Auge gefasst. Unter­sucht wur­den im Rah­men der Stu­die fünf unter­schied­li­che Trag­werk­kon­zep­te. Als Vor­zugs­lö­sung ging dar­aus eine „Bal­ken­brü­cke mit kur­zer Spann­wei­te“ in geschütz­ter Holz­bau­wei­se hervor.

Hohe För­der­quo­te in Aus­sicht – Rea­li­sie­rung hängt am Geld

Das Pro­jekt ist ambi­tio­niert: Die geplan­te Brü­cke soll eine Län­ge von mehr als 150 Metern und einen Aus­bau­quer­schnitt von vier Metern auf­wei­sen. Nach ers­ten gro­ben Kos­ten­schät­zun­gen des beauf­trag­ten Büros belau­fen sich die Gesamt­kos­ten für den Bau ein­schließ­lich Pla­nungs­leis­tun­gen und Gut­ach­ten auf etwa zehn Mil­lio­nen Euro brutto.

„Eine Rea­li­sie­rung hängt jedoch maß­geb­lich von der finan­zi­el­len Unter­stüt­zung durch Bund und Land ab“, betont Edgar Beh­rendt, Pres­se­spre­cher der Stadt Leer, gegen­über dem Lese­r­ECHO. Das Vor­ha­ben las­se sich als wich­ti­ge Infra­struk­tur­maß­nah­me im Rah­men von Rad­ver­kehrs­ver­bin­dun­gen för­dern. Maß­geb­lich hier­für ist das Son­der­pro­gramm „Stadt und Land“ des Bun­des. Die För­der­quo­ten lie­gen regu­lär zwi­schen 75 und 90 Pro­zent, wobei der höhe­re För­der­satz für finanz­schwa­che Kom­mu­nen gilt. Nach aktu­el­lem Kennt­nis­stand kön­nen bei­de Pro­jekt­trä­ger – Stadt Leer und Gemein­de WOL – mit die­ser maxi­ma­len För­der­quo­te von 90 Pro­zent rechnen.

 

Leser­brief:

Nadel­öhr Leda­brü­cke: Mehr Rad­ver­kehr, aber auch mehr Herausforderungen

Wich­ti­ger Lücken­schluss für die Region

Die Dring­lich­keit des Pro­jekts unter­streicht die Ein­bet­tung in die neue inter­kom­mu­na­le Rad­vor­ran­g­rou­te Emden-Papen­burg. Der geplan­te Rad­weg stellt mit 4,5 Kilo­me­tern den ers­ten Abschnitt die­ser ins­ge­samt 58 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke dar. Die­se Rou­te gilt als Leucht­turm­pro­jekt der Lea­der-Regi­on „Ost­fries­land an der Ems“. Die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren inten­siv an der Rea­li­sie­rung die­ses Teil­pro­jekts gear­bei­tet, das einen ent­schei­den­den Bei­trag zum Aus­bau des regio­na­len Rad­we­ge­net­zes leistet.

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Arti­kel: Sep. 2024

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Die Fak­ten der geplan­ten Brü­cke auf einen Blick

Das Pro­jekt ist ambi­tio­niert. Hier sind die Eck­da­ten der Vor­zugs­lö­sung aus der Machbarkeitsstudie:

  • Stand­ort: Ca. 70 Meter west­lich der Eisenbahnbrücke.

  • Bau­wei­se: „Bal­ken­brü­cke mit kur­zer Spann­wei­te“ aus Holz in geschütz­ter Bauweise.

  • Län­ge: Mehr als 150 Meter.

  • Brei­te (Aus­bau­quer­schnitt): 4 Meter.

  • Gesamt­kos­ten (geschätzt): Etwa zehn Mil­lio­nen Euro brut­to (inkl. Pla­nung und Gutachten).

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