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Minis­ter Phil­ip­pi bekräf­tigt Unter­stüt­zung für Fach­kran­ken­haus im Rheiderland

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Bild­no­tiz (v.l.n.r.): Bernd Lin­de­mann (Schrift­füh­rer All­ge­mei­ner Kran­ken­haus­ver­ein), Hei­ko Abbas (Bür­ger­meis­ter Stadt Wee­ner), Mat­thi­as Groo­te (Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der und Land­rat Land­kreis Leer), Nico Blo­em (MdL), Dr. Andre­as Phil­ip­pi (Nds. Minis­ter für Sozia­les, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung), Jako­bus Bau­mann (Vor­sit­zen­der All­ge­mei­ner Kran­ken­haus­ver­ein), Anja Troff-Schaffar­zyk (MdB), Danie­la Kamp (Geschäfts­füh­re­rin Kli­ni­kum Leer gGmbH).

Zukunfts­per­spek­ti­ve für Wee­ner: Minis­ter Phil­ip­pi bekräf­tigt Weg zum psych­ia­tri­schen Fachkrankenhaus

Leer/Weener, 5. Febru­ar 2026. In der stra­te­gi­schen Neu­aus­rich­tung der nie­der­säch­si­schen Kran­ken­haus­land­schaft rückt das Kran­ken­haus Rhei­der­land zuneh­mend in das Zen­trum der Auf­merk­sam­keit. Am ver­gan­ge­nen Mon­tag bot die Mit­glie­der­ver­samm­lung des All­ge­mei­nen Kran­ken­haus­ver­eins für das Rhei­der­land den Rah­men für eine rich­tungs­wei­sen­de Debat­te. Als Gast­red­ner skiz­zier­te Dr. Andre­as Phil­ip­pi, Nie­der­säch­si­scher Minis­ter für Sozia­les, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung, die Ent­wick­lung des Stand­or­tes hin zu einem spe­zia­li­sier­ten „Fach­kran­ken­haus für Psych­ia­trie und Psychotherapie“.

Poli­ti­scher Rück­halt für den Stand­ort Rheiderland

Jako­bus Bau­mann, Vor­sit­zen­der des Kran­ken­haus­ver­eins, eröff­ne­te die Ver­samm­lung mit einem Dank an die Mit­glie­der für ihr außer­or­dent­li­ches ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment. Er lenk­te den Fokus umge­hend auf den zen­tra­len Antrag zur Umstruk­tu­rie­rung des Hau­ses in Wee­ner. Bau­mann erin­ner­te an das kla­re Signal, das Minis­ter Phil­ip­pi bereits Ende ver­gan­ge­nen Jah­res am Ran­de eines Ter­mins gege­ben hat­te: „Es kommt sicher.“ Mit die­ser posi­ti­ven Erwar­tungs­hal­tung über­gab er das Wort an den Gast aus Hannover.

Minis­ter Phil­ip­pi unter­strich in sei­nem Vor­trag, dass für das Kran­ken­haus Rhei­der­land früh­zei­tig die not­wen­di­gen Wei­chen gestellt wur­den, um eine zukunfts­fä­hi­ge Aus­rich­tung zu gewähr­leis­ten. Der Minis­ter räum­te ein, dass er gehofft hat­te, bereits bei die­sem Besuch den offi­zi­el­len Bescheid zur Ein­rich­tung des Fach­kran­ken­hau­ses über­rei­chen zu kön­nen. Er beschei­nig­te dem Stand­ort im Rhei­der­land ein „größ­tes Poten­zi­al“, um die Rol­le einer spe­zia­li­sier­ten Fach­kli­nik auszufüllen.

Bedarfs­gut­ach­ten soll Ver­sor­gungs­lü­cken schließen

Der fina­le Bescheid ver­zö­gert sich jedoch auf­grund von Wider­stän­den aus dem benach­bar­ten Kli­ni­kum Emden. Um eine rechts­si­che­re und medi­zi­nisch fun­dier­te Ent­schei­dung zu tref­fen, lässt das Minis­te­ri­um der­zeit durch eine exter­ne Bera­tungs­fir­ma ein Bedarfs­gut­ach­ten für den Bereich Psych­ia­trie erstel­len. Ziel ist ein fun­dier­ter Neu­zu­schnitt der Pflichtversorgungsgebiete.

„Wir erhof­fen uns von die­sem Gut­ach­ten einen kla­ren, sach­li­chen und fun­dier­ten Rah­men, der hilft, Ver­sor­gungs­lü­cken zu schlie­ßen und damit auch hier vor­lie­gen­de Kon­kur­renz­si­tua­tio­nen zwi­schen Emden und Leer bzw. dem Rhei­der­land auf­zu­lö­sen“, erläu­ter­te Phil­ip­pi. Erst auf die­ser Grund­la­ge könn­ten Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den, die lang­fris­tig trag­fä­hig sind und für alle Betei­lig­ten die not­wen­di­ge Pla­nungs­si­cher­heit schaf­fen. Gleich­zei­tig beton­te der Minis­ter sei­ne per­sön­li­che Unter­stüt­zung und lob­te die bestehen­den Struk­tu­ren sowie das enga­gier­te Team vor Ort.

Die For­de­rung nach Planungssicherheit

Jako­bus Bau­mann dank­te dem Minis­ter für die inhalt­li­che Klar­stel­lung, mahn­te jedoch die zeit­li­che Kom­po­nen­te an. Er äußer­te den drin­gen­den Wunsch, inner­halb der nächs­ten zwei bis drei Mona­te eine end­gül­ti­ge Ent­schei­dung her­bei­zu­füh­ren. Dies sei ins­be­son­de­re für das Per­so­nal in Wee­ner sowie für den Auf­sichts­rat und das Kura­to­ri­um von exis­ten­zi­el­ler Bedeu­tung, um die aktu­el­le Pha­se der Unge­wiss­heit zu beenden.

Geschäfts­füh­re­rin Danie­la Kamp: „Eine 99-pro­zen­ti­ge Zusage“

In ihrem Geschäfts­be­richt für das Kran­ken­haus Rhei­der­land bedau­er­te Danie­la Kamp, dass der offi­zi­el­le Bescheid noch nicht unter­zeich­net vor­lag. Den­noch bewer­te­te sie die Aus­füh­run­gen des Minis­ters als eine „zu 99 Pro­zent“ erfolg­te Zusa­ge. Kamp berich­te­te von den inten­si­ven Gesprä­chen der ver­gan­ge­nen Mona­te, in denen der Antrag detail­liert erör­tert wurde.

Ein beson­de­res Augen­merk leg­te die Geschäfts­füh­re­rin auf das star­ke Netz­werk hin­ter dem Pro­jekt. Sie dank­te Jako­bus Bau­mann für sei­nen uner­müd­li­chen und beharr­li­chen Ein­satz ohne Unter­lass für das Kran­ken­haus Rhei­der­land. Eben­so hob sie die Unter­stüt­zung durch den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em her­vor, der zahl­rei­che Kon­tak­te und Tref­fen im Minis­te­ri­um initi­iert hat­te. Auch der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Mat­thi­as Groo­te wur­de für sei­ne enge Abstim­mung mit Blo­em und sei­nen diplo­ma­ti­schen Ein­satz beim Minis­ter gewürdigt.

„Der Bedarf im Land­kreis Leer ist unbe­strit­ten, eben­so sind bes­te Vor­aus­set­zun­gen am Stand­ort gege­ben. Wir gehen davon aus, dass die noch feh­len­de Unter­schrift auf dem Bescheid bald erfol­gen wird“, so Kamp abschlie­ßend. Das neue Fach­kran­ken­haus stel­le eine siche­re Zukunfts­per­spek­ti­ve für Wee­ner dar, für die man sich wei­ter­hin mit vol­ler Kraft ein­set­zen werde.


 

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