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Moder­ni­sier­te Natio­nal­park-Häu­ser auf Spie­ker­oog und Nor­der­ney eröffnet

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Fei­er­li­che Eröff­nung auf Nor­der­ney: Nie­der­sach­sens Umwelt­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er (Mit­te) gab gemein­sam mit Ver­tre­tern aus Poli­tik und Natio­nal­park­ver­wal­tung den Start­schuss für die neue, inter­ak­ti­ve Erleb­nis­welt im Watt Wel­ten Besu­cher­zen­trum. Die moder­ni­sier­te Aus­stel­lung setzt mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von zwei Mil­lio­nen Euro neue Maß­stä­be in der Ver­mitt­lung von Natur- und Kli­ma­schutz im Welt­na­tur­er­be Wattenmeer.

(v. l. n. r.: Peter Süd­beck, Lei­ter der Natio­nal­park­ver­wal­tung Wat­ten­meer; Dr. Vale­ria Bers, Lei­tung Watt Wel­ten; Chris­ti­an Mey­er, Nie­der­säch­si­scher Minis­ter für Umwelt, Ener­gie und Kli­ma­schutz; Johann Saat­hoff, MdB; Saskia Busch­mann, MdL; Frank Ulrichs, Bür­ger­meis­ter von Norderney)

„Das Wat­ten­meer ver­ste­hen heißt, es zu schüt­zen“: Umwelt­mi­nis­ter Mey­er eröff­net moder­ni­sier­te Nationalpark-Zentren

Spie­ker­oog / Nor­der­ney – Das UNESCO-Welt­na­tur­er­be Wat­ten­meer wird inter­ak­ti­ver, digi­ta­ler und zukunfts­ori­en­tier­ter. Pünkt­lich zum 40-jäh­ri­gen Bestehen des Natio­nal­parks Nie­der­säch­si­sches Wat­ten­meer hat Umwelt­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de die voll­stän­dig erneu­er­ten Dau­er­aus­stel­lun­gen im Natio­nal­park-Haus Witt­bül­ten auf Spie­ker­oog sowie im Watt Wel­ten Besu­cher­zen­trum auf Nor­der­ney fei­er­lich eröffnet.

Mit mil­lio­nen­schwe­ren Inves­ti­tio­nen set­zen die­se zen­tra­len Bil­dungs­or­te ein star­kes Zei­chen für moder­ne Natur- und Kli­ma­ver­mitt­lung an der nie­der­säch­si­schen Küste.

Inves­ti­ti­on in die Zukunft: 3,4 Mil­lio­nen Euro für die Umweltbildung

„Die neu­en Aus­stel­lun­gen machen die Fas­zi­na­ti­on des Wat­ten­mee­res erleb­bar und schaf­fen nied­rig­schwel­li­ge Zugän­ge zu kom­ple­xen Natur- und Kli­mathe­men“, beton­te Minis­ter Mey­er wäh­rend der Eröff­nungs­fei­er­lich­kei­ten. Die Moder­ni­sie­run­gen unter­strei­chen den Anspruch des Lan­des, den Schutz die­ses ein­zig­ar­ti­gen Lebens­raums durch fun­dier­te Wis­sens­ver­mitt­lung lang­fris­tig zu sichern. Ins­ge­samt flos­sen rund 3,4 Mil­lio­nen Euro an Bun­des­mit­teln in die Neu­ge­stal­tung der bei­den Standorte.


Spie­ker­oog: Witt­bül­ten ver­bin­det Tra­di­ti­on mit moder­ner Forschung

Im Natio­nal­park-Haus Witt­bül­ten wur­de die rund 20 Jah­re alte Schau grund­le­gend trans­for­miert. Unter dem Leit­mo­tiv „Leben im Welt­na­tur­er­be Wat­ten­meer – erle­ben, erfor­schen, gestal­ten“ wur­de auf ca. 400 Qua­drat­me­tern ein Raum geschaf­fen, der öko­lo­gi­sche Zusam­men­hän­ge und die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels in den Fokus rückt.

  • High­lights: Das bekann­te Pott­wal-Ske­lett, die Aqua­ri­en und das Insel­mo­dell blei­ben erhal­ten, wur­den jedoch in ein inter­ak­ti­ves Gesamt­kon­zept eingebettet.

  • Wis­sen­schaft­li­cher Fokus: Durch die enge Koope­ra­ti­on mit der Uni­ver­si­tät Olden­burg und der Her­mann-Lietz-Schu­le fun­giert das Haus als bedeu­ten­der Forschungsstandort.

  • Nach­hal­ti­ge Sanie­rung: Par­al­lel zur Aus­stel­lung wird das Gebäu­de für rund 400.000 Euro ener­ge­tisch saniert. Bis Ende 2026 sol­len Wär­me­pum­pen, Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und moder­ner Wär­me­schutz den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck des Hau­ses minimieren.


Nor­der­ney: Eine inter­ak­ti­ve Zeit­rei­se im Watt Wel­ten Besucherzentrum

Auf Nor­der­ney erwar­tet die jähr­lich über 80.000 Gäs­te eine kom­plett neu kon­zi­pier­te Erleb­nis­welt. Auf 600 Qua­drat­me­tern wid­met sich die Aus­stel­lung dem The­ma „Das Wat­ten­meer: frü­her – heu­te – mor­gen“.

Das Zen­trum, das gemein­schaft­lich von der Stadt Nor­der­ney und dem BUND Nie­der­sach­sen betrie­ben wird, setzt auf:

  • Tech­nik und Bar­rie­re­frei­heit: Die Sta­tio­nen wur­den tech­ni­kro­bus­ter, hel­ler und bar­rie­re­är­mer gestaltet.

  • Mul­ti­me­dia­le Ver­mitt­lung: Neue Nord­see-Aqua­ri­en und ein inte­grier­tes Kino machen die Dyna­mik des Gezei­ten­mee­res greifbar.

  • Finan­zie­rung: Die kom­plet­te Neu­ge­stal­tung wur­de mit 2 Mil­lio­nen Euro aus Bun­des­mit­teln realisiert.


Natio­nal­park-Häu­ser als Rück­grat des Naturschutzes

Die Neu­eröff­nun­gen sind Teil eines Netz­werks von ins­ge­samt 19 Infor­ma­ti­ons- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen im Natio­nal­park Nie­der­säch­si­sches Wat­ten­meer. Die­se Zen­tren errei­chen jähr­lich rund 900.000 Besu­cher und bie­ten über 10.000 Ver­an­stal­tun­gen an.

Als außer­schu­li­sche Lern­or­te leis­ten sie einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag zur Akzep­tanz des Natio­nal­parks und der Bio­sphä­ren­re­gi­on. Minis­ter Mey­er stell­te klar: „Mit die­sen Inves­ti­tio­nen stär­ken wir die Bil­dungs­ar­beit und machen das Wat­ten­meer für kom­men­de Gene­ra­tio­nen noch bes­ser erfahr­bar. Schutz und Ver­mitt­lung müs­sen Hand in Hand gehen.“

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