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Neu­es Mehr­zweck­schiff „Ron­ja Rutep­la­te“: Nie­der­sach­sen inves­tiert 21 Mil­lio­nen Euro in den Schutz der Nordsee

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Ver­stärkt die Schiffs­flot­te des NLWKN: Die bei der SET Schiff­bau- und Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Tan­ger­mün­de gefer­tig­te „Ron­ja Rutep­la­te“ (Bild: Hol­ger Dirks/NLWKN).

Neu­es Spe­zi­al­schiff für Nie­der­sach­sen: „Ron­ja Rutep­la­te“ soll Ölun­fäl­le in der Nord­see bekämpfen

Nie­der­sach­sen stärkt den Schutz des Wat­ten­mee­res und der deut­schen Küs­ten­ge­wäs­ser: Das neue Mehr­zweck­schiff „Ron­ja Rutep­la­te“ wur­de nach rund vier­jäh­ri­ger Bau­zeit am 22. Okto­ber 2026 in Wil­helms­ha­ven an den Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) über­ge­ben. Das rund 21 Mil­lio­nen Euro teu­re Spe­zi­al­schiff ist für die Bekämp­fung von Ölun­fäl­len, aber auch für Mee­res­for­schung, Ver­mes­sung und Gewäs­se­rü­ber­wa­chung vor­ge­se­hen. Wil­helms­ha­ven wird der Heimathafen.

„Ron­ja Rutep­la­te“ in Wil­helms­ha­ven an den NLWKN übergeben

Ein neu­es Spe­zi­al­schiff soll künf­tig einen wich­ti­gen Bei­trag zum Schutz der nie­der­säch­si­schen Nord­see­küs­te und des Wat­ten­mee­res leis­ten. Am 22. Okto­ber 2026 wur­de das Mehr­zweck­schiff „Ron­ja Rutep­la­te“ am Lie­ge­platz in Wil­helms­ha­ven von der SET Schiff­bau- und Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Tan­ger­mün­de an den Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz übergeben.

Der Neu­bau ent­stand inner­halb einer rund vier­jäh­ri­gen Bau­zeit. Ver­tre­ter des NLWKN und des Hava­rie­kom­man­dos hat­ten das Schiff zuvor über einen län­ge­ren Zeit­raum inten­siv erprobt und geprüft.

Die Tau­fe des Spe­zi­al­schif­fes ist für Anfang 2027 vor­ge­se­hen. Anschlie­ßend soll die „Ron­ja Rutep­la­te“ in den regu­lä­ren Betrieb übergehen.

Rund 21 Mil­lio­nen Euro für den Schutz der Nordseeküste

Die Inves­ti­ti­on in das neue Mehr­zweck­schiff beläuft sich auf rund 21 Mil­lio­nen Euro. Mehr als die Hälf­te die­ser Sum­me wur­de aus Mit­teln des nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­ums finanziert.

Nie­der­sach­sens Umwelt­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er unter­streicht die Bedeu­tung des Neu­baus für den Küs­ten- und Umweltschutz.

„Mit der ‚Ron­ja Rutep­la­te‘ erhält Nie­der­sach­sen ein viel­sei­tig ein­setz­ba­res Mehr­zweck­schiff, das For­schung, Ver­mes­sung und Gewäs­se­rü­ber­wa­chung mit leis­tungs­fä­hi­ger Tech­nik zur Ölun­fall­be­kämp­fung ver­bin­det“, erklärt Meyer.

Der Schutz des Welt­na­tur­er­bes Wat­ten­meer vor Ölun­fäl­len und ande­ren Schiffs­ka­ta­stro­phen habe obers­te Prio­ri­tät. Immer wie­der gebe es Anlass zur Sor­ge, wenn es zu Schiffs­ha­va­rien mit Schwer­öl kom­me. Als Bei­spie­le nennt der Minis­ter die rus­si­sche Schat­ten­öl­flot­te sowie gro­ße Frachtschiffe.

Schutz des Wat­ten­mee­res vor Ölun­fäl­len und Schiffshavarien

Mit dem neu­en Schiff soll die Ein­satz­vor­sor­ge zur Bekämp­fung von Schad­stoff­un­fäl­len in den deut­schen Küs­ten­ge­wäs­sern deut­lich gestärkt werden.

Chris­ti­an Mey­er ver­weist in die­sem Zusam­men­hang auch auf die For­de­run­gen Nie­der­sach­sens nach einer Umstel­lung auf kli­ma­neu­tra­le, fos­sil­freie Schiffs­an­trie­be. Dar­über hin­aus spricht sich das Land für eine Schiff­fahrts­rou­te aus, die wei­ter von den beson­ders sen­si­blen Berei­chen des Natio­nal­parks Wat­ten­meer ent­fernt verläuft.

Die „Ron­ja Rutep­la­te“ soll künf­tig nicht nur das Hava­rie­kom­man­do bei sei­nen Auf­ga­ben unter­stüt­zen, son­dern auch für Mee­res­for­schung, Über­wa­chung und Beob­ach­tung ein­ge­setzt werden.

Damit erhält Nie­der­sach­sen ein Schiff, das meh­re­re wich­ti­ge Auf­ga­ben des mari­ti­men Umwelt- und Küs­ten­schut­zes mit­ein­an­der verbindet.

Spe­zi­al­tech­nik für For­schung, Ver­mes­sung und Schadstoffbekämpfung

Bei den umfang­rei­chen Erpro­bun­gen und Prü­fun­gen stan­den neben sämt­li­chen für den Schiffs­be­trieb not­wen­di­gen Anla­gen, Aus­rüs­tun­gen und Ein­rich­tun­gen ins­be­son­de­re die tech­ni­schen Sys­te­me für die ver­schie­de­nen Ein­satz­be­rei­che im Mittelpunkt.

Dazu gehö­ren:

  • For­schung und Meeresbeobachtung

  • Ver­mes­sung der Gewässer

  • Gewäs­se­rü­ber­wa­chung

  • Spe­zi­el­le Aus­rüs­tung zur Bekämp­fung von Schadstoffunfällen

  • Ölun­fall­be­kämp­fung in den deut­schen Küstengewässern

Juli­an Nör­der, Auf­ga­ben­be­reichs­lei­ter Schiffs­be­trieb und Schad­stoff­un­fall­be­kämp­fung beim NLWKN, erläu­tert, dass ins­be­son­de­re die­se tech­ni­schen Sys­te­me und die spe­zi­el­le Aus­rüs­tung für die Schad­stoff­be­kämp­fung inten­siv geprüft wurden.

End­gül­ti­ge Abnah­me bis Ende Novem­ber geplant

Die „Ron­ja Rutep­la­te“ konn­te zunächst mit vor­über­ge­hen­den tech­ni­schen Ein­schrän­kun­gen in ein­zel­nen Auf­ga­ben­be­rei­chen über­nom­men wer­den. Die end­gül­ti­ge Abnah­me soll bis Ende Novem­ber 2026 erfolgen.

Die dafür noch erfor­der­li­chen Rest­ar­bei­ten wer­den direkt am Lie­ge­platz in Wil­helms­ha­ven durchgeführt.

Anfang 2027 soll das Schiff offi­zi­ell getauft wer­den und anschlie­ßend in den Regel­be­trieb wechseln.

Ein­satz­schwer­punkt Deut­sche Bucht und nie­der­säch­si­sches Küstenmeer

Die „Ron­ja Rutep­la­te“ ist als Forschungs‑, Ver­mes­sungs- und Gewäs­se­rü­ber­wa­chungs­schiff für Ein­sät­ze in der Deut­schen Bucht vor­ge­se­hen. Ein beson­de­rer Schwer­punkt liegt dabei auf dem nie­der­säch­si­schen Küstenmeer.

Dar­über hin­aus ist das Schiff aus­drück­lich für die Bekämp­fung von Ölun­fäl­len ausgelegt.

Dirk Baa­ke vom Fach­be­reich Schad­stoff­un­fall­be­kämp­fung Küs­te beim Hava­rie­kom­man­do in Cux­ha­ven hebt die­se zusätz­li­che Ein­satz­mög­lich­keit hervor.

Mit dem neu­en Mehr­zweck­schiff wird damit die mari­ti­me Gefah­ren­ab­wehr an der nie­der­säch­si­schen Küs­te wei­ter aus­ge­baut. Ins­be­son­de­re bei Schad­stoff­un­fäl­len und Ölver­schmut­zun­gen soll die „Ron­ja Rutep­la­te“ künf­tig eine wich­ti­ge Rol­le beim Schutz der Nord­see, des Wat­ten­mee­res und der emp­find­li­chen Küs­ten­öko­sys­te­me übernehmen.

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