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NLWKN stellt neu­es Schiff „See­hund“ in Dienst: 1,7 Mil­lio­nen Euro für Küs­ten­schutz und Deichsicherheit

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NLWKN stellt neu­es Unter­hal­tungs­schiff MS „See­hund“ in Dienst – 1,7 Mil­lio­nen Euro investiert

Der Nie­der­säch­si­sche Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) hat ein neu­es Unter­hal­tungs­schiff in Dienst gestellt. Die MS „See­hund“ ersetzt ein mehr als 50 Jah­re altes Vor­gän­ger­schiff und soll künf­tig wich­ti­ge Arbei­ten an der unte­ren Oste über­neh­men. Nie­der­sach­sen inves­tier­te mehr als 1,7 Mil­lio­nen Euro aus Coro­na-Son­der­mit­teln in den Neubau.

Neu­es Schiff für die unte­re Oste

Stade/Basbeck – Ein neu­er „See­hund“ ist im Ein­satz: Am Mitt­woch, 21. Okto­ber 2026, hat der NLWKN sein neu­es Unter­hal­tungs­schiff MS „See­hund“ getauft und bei einem Fest­akt offi­zi­ell in Dienst gestellt. Künf­ti­ger Hei­mat­ha­fen des mehr als 17 Meter lan­gen und knapp fünf Meter brei­ten Schif­fes ist der NLW­KN-Betriebs­hof Bas­beck in Hemmoor.

Die neue MS „See­hund“ ist für die Unter­hal­tungs­ar­bei­ten auf und an der unte­ren Oste aus­ge­rüs­tet. Das Ein­satz­ge­biet erstreckt sich über fast 70 Kilo­me­ter von der Mün­dung bis nach Bre­mer­vör­de. Zu den Auf­ga­ben gehö­ren unter ande­rem die Gehölz­pfle­ge, die Siche­rung der Deich­fü­ße und der Bau von Buhnen.

Bei der fei­er­li­chen Indienst­stel­lung unter­strich Tauf­pa­tin Sabri­na Lorenz die Bedeu­tung des Flus­ses für die Regi­on. Die Oste sei das größ­te lan­des­ei­ge­ne, tide­be­ein­fluss­te Gewäs­ser Nie­der­sach­sens und eine prä­gen­de Lebens­ader. Beson­ders wich­tig sei die Siche­rung der Deich­fü­ße, vor allem mit Blick auf die Sturmflutsicherheit.

Mehr als 1,7 Mil­lio­nen Euro für Küs­ten­schutz und Deichsicherheit

Auch Anka Dobs­law, Staats­se­kre­tä­rin im Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­um für Umwelt, Ener­gie und Kli­ma­schutz, beton­te die Bedeu­tung des Neu­baus. Die Oste stel­le auf­grund ihrer unter­schied­li­chen Gege­ben­hei­ten hohe Anfor­de­run­gen an die Unterhaltung.

Wäh­rend der Fluss nahe sei­ner Mün­dung in die Elbe breit ist, weist er vor Bre­mer­vör­de schma­le­re und fla­che­re Abschnit­te sowie einen gerin­ge­ren Tide­hub auf. Hin­zu kom­men ein­ge­deich­te Berei­che, brei­te Vor­län­der, zahl­rei­che Fluss­schlei­fen und natur­schutz­fach­lich wert­vol­le Gebiete.

Nie­der­sach­sen hat­te die Oste im Jahr 2010 von der Was­ser­stra­ßen- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung des Bun­des über­nom­men und den NLWKN mit ihrer Unter­hal­tung beauf­tragt. Für den Neu­bau der MS „See­hund“ stell­te das Land mehr als 1,7 Mil­lio­nen Euro aus Coro­na-Son­der­mit­teln bereit.

Leis­tungs­fä­hig und wen­dig bei unter­schied­li­chen Strömungsverhältnissen

Die neue MS „See­hund“ wur­de von der Schiffs­werft Her­mann Bart­hel in Der­ben in Sach­sen-Anhalt nach den Vor­ga­ben des NLWKN gebaut. Sie soll die Mit­ar­bei­ter sowie Bau­ma­te­ria­li­en und Spe­zi­al­ge­rä­te zuver­läs­sig zu den jewei­li­gen Ein­satz­or­ten bringen.

Nach Anga­ben von Jörn Dros­ten, Lei­ter des Geschäfts­be­reichs Betrieb und Unter­hal­tung in der NLW­KN-Direk­ti­on, ist das Schiff dar­auf aus­ge­legt, auch bei star­ker Strö­mung einen Schub­ver­band sicher auf Kurs zu hal­ten. Gleich­zei­tig sei es fle­xi­bel und wen­dig genug, um in schma­le­ren Fluss­ab­schnit­ten zu manövrieren.

Damit ste­hen dem Betriebs­hof Bas­beck moder­ne tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten für die regel­mä­ßi­gen Unter­hal­tungs­ar­bei­ten zur Verfügung.

Altes Schiff nach Jahr­zehn­ten außer Dienst gestellt

Der Neu­bau ersetzt die bis­he­ri­ge MS „See­hund“, die 1976 auf der Lüb­be-Voß-Werft in Aurich am Ems-Jade-Kanal gebaut wor­den war. Das alte Schiff war zunächst als Schlep­per im Bereich der NLW­KN-Betriebs­stel­le Nor­den-Nor­der­ney ein­ge­setzt worden.

Nach der Über­nah­me der Oste durch das Land wur­de es 2011 zum NLW­KN-Betriebs­hof Bas­beck ver­legt. Inzwi­schen war das Schiff deut­lich in die Jah­re gekom­men. Zudem waren Ersatz­tei­le nicht mehr ver­füg­bar. Des­halb ent­schied sich der NLWKN für einen Neubau.

Zu den Auf­ga­ben des Betriebs­ho­fes zäh­len neben der Siche­rung der Deich­fü­ße auch der Bau von Buh­nen, die Unter­hal­tung von Schiff­fahrts­zei­chen und die Gehölz­pfle­ge. Vie­le die­ser Arbei­ten wer­den direkt vom Was­ser aus erledigt.

Die neue MS „See­hund“: Tech­ni­sche Daten im Überblick

Das neue Unter­hal­tungs­schiff ist spe­zi­ell auf die Anfor­de­run­gen an der unte­ren Oste zuge­schnit­ten. Es ver­fügt über ver­schie­de­ne tech­ni­sche Aus­stat­tungs­merk­ma­le, die den Ein­satz in unter­schied­li­chen Fluss­ab­schnit­ten erleichtern.

  • Län­ge: mehr als 17 Meter

  • Brei­te: knapp fünf Meter

  • Tief­gang: 1,1 Meter

  • Län­ge mit seit­lich geführ­tem Pon­ton: rund 24 Meter

  • Brei­te mit Pon­ton: etwa elf Meter

  • Höchst­ge­schwin­dig­keit: 8,6 Kno­ten bezie­hungs­wei­se rund 16 Kilo­me­ter pro Stunde

Für eine bes­se­re Manö­vrier­fä­hig­keit ist das Schiff mit einem Bug­strahl­ru­der aus­ge­stat­tet. Das Steu­er­haus kann mit­hil­fe einer spe­zi­el­len Hub­vor­rich­tung um rund 1,3 Meter ange­ho­ben wer­den. Dadurch erhal­ten die Besat­zungs­mit­glie­der eine bes­se­re Über­sicht über das Einsatzgebiet.

Am Heck befin­det sich ein Lade­kran mit einer maxi­ma­len Aus­la­ge von 9,2 Metern. Die­ser kann unter ande­rem zur Ber­gung von Treib­gut ein­ge­setzt wer­den. Die hydrau­lisch absenk­ba­ren Mas­ten ermög­li­chen es dem Schiff, auch bei höhe­ren Was­ser­stän­den unter Brü­cken hindurchzufahren.

Zur Aus­stat­tung gehört außer­dem ein Umklei­de­raum mit Raum­luft­wä­sche­trock­ner. Damit kann unter ande­rem die Säge­schutz­klei­dung der NLW­KN-Mit­ar­bei­ter nach dem Ein­satz schnel­ler getrock­net werden.

Moder­ne Tech­nik für die Unter­hal­tung der Oste

Mit der neu­en MS „See­hund“ erhält der NLWKN ein leis­tungs­fä­hi­ges Arbeits­ge­rät für die Pfle­ge und Siche­rung der unte­ren Oste. Das Schiff soll dazu bei­tra­gen, die not­wen­di­gen Unter­hal­tungs­ar­bei­ten unter den unter­schied­li­chen Bedin­gun­gen des Flus­ses zuver­läs­sig aus­zu­füh­ren. Eine beson­de­re Bedeu­tung kommt dabei dem Schutz der Dei­che und der Sicher­heit der Anwoh­ner ent­lang des Flus­ses zu.

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