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Öffent­li­che Biblio­the­ken: Koali­ti­ons­aus­schuss beschließt Mög­lich­kei­ten zur Sonntagsöffnung

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Mehr Frei­heit für Kul­tur und Bil­dung: Öffent­li­che Biblio­the­ken dür­fen künf­tig sonn­tags öffnen

Eine Neue­rung steht bevor: Öffent­li­che Biblio­the­ken in ganz Deutsch­land sol­len künf­tig die Mög­lich­keit erhal­ten, ihre Türen auch an Sonn- und Fei­er­ta­gen zu öff­nen. Der Koali­ti­ons­aus­schuss hat damit den Weg für eine bedeu­ten­de Moder­ni­sie­rung frei gemacht, die Biblio­the­ken mit ande­ren kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen wie Thea­tern, Muse­en oder Kon­zert­häu­sern gleichstellt.

Biblio­the­ken als moder­ne „Drit­te Orte“

Mit der Ent­schei­dung setzt die Bun­des­re­gie­rung eine Ver­ein­ba­rung aus dem Koali­ti­ons­ver­trag um. Staats­mi­nis­ter Wolf­ram Wei­mer, Beauf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en, begrüßt die­sen Schritt aus­drück­lich: „Wir stär­ken Biblio­the­ken als leben­di­ge Kul­tur- und Bil­dungs­or­te. Denn die­se sind weit mehr als nur Aus­lei­he von Büchern; sie sind auch offe­ne Räu­me für Begeg­nung und Austausch.“

Die heu­ti­ge Rol­le der Biblio­the­ken hat sich gewan­delt. Sie fun­gie­ren längst als „Drit­te Orte“ – ein zen­tra­ler Treff­punkt zwi­schen dem eige­nen Zuhau­se und dem Arbeits­platz. Ob zum Ler­nen, Arbei­ten, für kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen oder den sozia­len Aus­tausch: Das Ange­bot leis­tet einen wesent­li­chen Bei­trag zum gesell­schaft­li­chen Zusammenhalt.

Im Blick­punkt: Ein Schild an der Stadt­bi­blio­thek Leer infor­miert über die der­zei­ti­gen Öff­nungs­zei­ten, dar­un­ter die sams­täg­li­che Öff­nung von 10:00 bis 13:00 Uhr. Ob das Ange­bot nach dem aktu­el­len Beschluss des Koali­ti­ons­aus­schus­ses künf­tig auch um den Sonn­tag erwei­tert wird, bleibt abzuwarten.

Bes­ser ver­ein­bar mit dem Alltag

Die neue Fle­xi­bi­li­tät bei den Öff­nungs­zei­ten trägt der heu­ti­gen Lebens­rea­li­tät Rech­nung. Gera­de Berufs­tä­ti­ge und Fami­li­en fin­den unter der Woche oft kaum Zeit für einen Biblio­theks­be­such. „Dass zukünf­tig mehr Biblio­the­ken auch sonn­tags öff­nen dür­fen, ist ein gro­ßer Gewinn für die kul­tu­rel­le Teil­ha­be. Das macht den Zugang zu Wis­sen, Kul­tur und Gemein­schaft ein­fa­cher und passt bes­ser zum All­tag vie­ler Men­schen“, betont Weimer.

Selbst­be­stim­mung vor Ort

Der Schutz der Beschäf­tig­ten bleibt dabei ein zen­tra­ler Aspekt. Die geplan­te Neu­re­ge­lung sieht vor, dass die Biblio­the­ken selbst ent­schei­den kön­nen, ob und wie sie von den erwei­ter­ten Öff­nungs­zei­ten Gebrauch machen. Die­se Ent­schei­dung soll zwin­gend unter Ein­be­zie­hung der ört­li­chen Per­so­nal­ver­tre­tun­gen getrof­fen wer­den. Somit erhal­ten die Ein­rich­tun­gen bun­des­weit die Frei­heit, ihre Öff­nungs­zei­ten pass­ge­nau auf die Bedürf­nis­se ihrer Besu­che­rin­nen und Besu­cher in der jewei­li­gen Regi­on auszurichten.

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