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Ost­fries­land­plan 2.0: CDU for­dert neue Inno­va­ti­ons­stra­te­gie, Mari­ne­stütz­punkt Emden und VW-Vertragstreue

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Das Rat­haus am Delft ist das poli­ti­sche Herz der See­ha­fen­stadt Emden. Hier sowie in den umlie­gen­den Land­krei­sen for­dert die CDU Ost­fries­land mit dem neu­en „Ost­fries­land­plan 2.0“ eine ent­schlos­se­ne Wei­chen­stel­lung für die Zukunft: Neben einer gestärk­ten Inno­va­ti­ons­stra­te­gie und der Absi­che­rung des VW-Stand­orts Emden steht auch die Ansied­lung eines Mari­ne­stütz­punkts im Emder Außen­ha­fen ganz oben auf der Agen­da der Christdemokraten.

Ulf Thie­le (CDU): „Wir brau­chen jetzt einen Ost­fries­land­plan 2.0“

Die CDU Ost­fries­land setzt ein kla­res Signal gegen die aktu­el­le Struk­tur­kri­se: Mit dem Beschluss des „Ost­fries­land­plans 2.0“ for­dert der Bezirks­vor­stand um den Vor­sit­zen­den Ulf Thie­le MdL eine neue Inno­va­ti­ons­stra­te­gie, die Ansied­lung eines Mari­ne­stütz­punkts in Emden sowie eine strik­te Ein­hal­tung von Zusa­gen sei­tens des Volkswagen-Konzerns.

„Unse­re Regi­on braucht jetzt gemein­sa­mes, ent­schlos­se­nes Han­deln, um die aktu­el­le Struk­tur­kri­se zu bewäl­ti­gen und neue Zukunfts­chan­cen zu erschlie­ßen“, betont CDU-Bezirks­vor­sit­zen­der Ulf Thie­le MdL im Rah­men des Vor­stands­be­schlus­ses. Ost­fries­land ste­he wirt­schaft­lich an einem ent­schei­den­den Wen­de­punkt. Die Unsi­cher­hei­ten um den Indus­trie­stand­ort Emden, der tief­grei­fen­de Wan­del bei Volks­wa­gen, die Belas­tun­gen für Zulie­fe­rer und den Mit­tel­stand sowie die Umbrü­che in der Ener­gie- und Infra­struk­tur­land­schaft ver­lan­gen nach Auf­fas­sung der Christ­de­mo­kra­ten eine ent­schlos­se­ne Ant­wort: den Ost­fries­land­plan 2.0.

Inno­va­ti­ons­stra­te­gie: Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Poli­tik an einen Tisch

Unter dem Titel „Ost­fries­land­plan 2.0 — Struk­tur­kri­se bewäl­ti­gen, Zukunfts­op­tio­nen rea­li­sie­ren — Für eine neue Inno­va­ti­ons­stra­te­gie für Ost­fries­land“ for­dert der CDU-Bezirks­vor­stand ein abge­stimm­tes Vor­ge­hen aller Schlüs­sel­ak­teu­re der Regi­on und des Lan­des. Ein­ge­bun­den wer­den sol­len unter anderem:

  • Die Land­krei­se Aurich, Leer und Witt­mund sowie die Stadt Emden

  • Die Hoch­schu­le Emden-Leer

  • Die Nie­der­säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung und die Bundesregierung

  • Das Amt für regio­na­le Lan­des­ent­wick­lung Weser-Ems

  • Die IHK für Ost­fries­land und Papen­burg sowie die Hand­werks­kam­mer für Ostfriesland

  • Der Land­wirt­schaft­li­che Haupt­ver­ein Ost­fries­land und die Emsachse

Nach Auf­fas­sung der CDU darf Ost­fries­land nicht bloß als Durch­lei­tungs­raum für Ener­gie die­nen. Das zen­tra­le Leit­mo­tiv lau­te viel­mehr: „Indus­trie folgt der Energie.“

„Wer im Nord­wes­ten die Ener­gie­wen­de mit all sei­nen Belas­tun­gen orga­ni­siert, muss auch dafür sor­gen, dass dar­aus bei uns neue Arbeits­plät­ze, neue Tech­no­lo­gien und neue indus­tri­el­le Stär­ke ent­ste­hen“, ver­deut­licht Thie­le. Gefor­dert wer­den Real­la­bo­re, beschleu­nig­te Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, ein gestärk­ter Tech­no­lo­gie­trans­fer für den Mit­tel­stand, inten­si­ve­re Koope­ra­tio­nen zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft sowie ver­bes­ser­te Bedin­gun­gen für Unter­neh­mens­grün­dun­gen und Wachstumskapital.

For­de­rung nach Mari­ne­stütz­punkt in Emden

Ein wei­te­rer Kern­punkt des Beschlus­ses ist die kla­re Posi­tio­nie­rung für einen Mari­ne­stütz­punkt in der See­ha­fen­stadt Emden. Nach­dem sich der Inspek­teur der Mari­ne offen­sicht­lich für den Stand­ort Emden aus­ge­spro­chen hat, erwar­tet die CDU Ost­fries­land nun eine posi­ti­ve Ent­schei­dung durch den Bundesverteidigungsminister.

Ange­sichts der ver­än­der­ten Sicher­heits­la­ge in Euro­pa und der Not­wen­dig­keit, kri­ti­sche mari­ti­me Infra­struk­tur zu schüt­zen, benö­ti­ge Deutsch­land zusätz­li­che Mari­ne­ka­pa­zi­tä­ten an der Nord­see­küs­te. Emden erfül­le hier­für idea­le Voraussetzungen:

  • Gro­ße, ent­wick­lungs­fä­hi­ge Flä­chen im Außenhafen

  • Leis­tungs­fä­hi­ge Kai­an­la­gen ohne Schleusenbarrieren

  • Her­vor­ra­gen­de see­sei­ti­ge Erreichbarkeit

  • Star­ke logis­ti­sche Hinterlandanbindung

„Wer Resi­li­enz, Risi­ko­streu­ung und Hand­lungs­fä­hig­keit ernst nimmt, muss Emden in die natio­na­le Mari­ne­pla­nung ein­be­zie­hen“, heißt es im Vorstandsbeschluss.

Volks­wa­gen in der Pflicht: Ver­trags­treue eingefordert

Ein­dring­li­che Wor­te rich­tet die CDU Ost­fries­land an die Kon­zern­füh­rung von Volks­wa­gen. „Ver­trags­treue ist Pflicht“, unter­streicht Thie­le. Die Beschäf­tig­ten im Emder Werk, deren Fami­li­en und die regio­na­len Zulie­fer­be­trie­be bräuch­ten Ver­läss­lich­keit statt neu­er Unsicherheiten.

Die CDU erwar­tet, dass Volks­wa­gen die im Dezem­ber 2024 getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen kon­se­quent ein­hält: Sofern das Werk Emden die ver­ein­bar­ten Ein­spar­zie­le erreicht, müs­se die zuge­sag­te Pro­duk­ti­on des ID. Tigu­an als Nach­fol­ge­mo­dell des ID.4 neben dem ID.7 in Emden rea­li­siert wer­den. Wer von der Beleg­schaft Fle­xi­bi­li­tät und Bei­trä­ge zur Stand­ort­si­che­rung ver­lan­ge, müs­se im Gegen­zug zu sei­nen Zusa­gen ste­hen – dies sei eine Fra­ge von wirt­schaft­li­cher Ver­nunft und Respekt.

Zukunfts­bünd­nis für die Region

Abschlie­ßend betont Ulf Thie­le die aus­ge­präg­ten Stär­ken der Regi­on in Ener­gie­wirt­schaft, Indus­trie, mari­ti­mer Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Mit­tel­stand. Die­se Poten­zia­le gel­te es nun in eine geschlos­se­ne Stra­te­gie ein­zu­brin­gen. Der Ost­fries­land­plan 2.0 ver­ste­he sich als poli­ti­scher Impuls und als kla­rer Hand­lungs­auf­trag an Bund, Land, Kom­mu­nen, Wirt­schaft und Wissenschaft.

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