Freizeit
Photowalk in Leer: Phøton-Poeten zeigen kreative Fotografie und Langzeitbelichtung auf dem Gallimarkt
Ein ungewöhnlicher Blick auf den Leeraner Hafen: Beim Photowalk der Phøton-Poeten wurde die Nessebrücke von unten in Szene gesetzt. Boote, nächtliche Lichteffekte und ihre Spiegelungen im Wasser verleihen der Aufnahme eine geheimnisvolle Atmosphäre. Ein Beispiel dafür, wie ein Perspektivwechsel ganz besondere Fotomotive eröffnet.
Phøton-Poeten laden zum gemeinsamen Fotografieren ein: Mit der Kamera auf den Gallimarkt
Wie aus einer Pfütze ein Spiegel wird, ein rotes Ahornblatt in der Dämmerung zum Blickfang avanciert und bunte Fahrgeschäfte durch Langzeitbelichtung zu faszinierenden Motiven werden: Bei den Photowalks der Phøton-Poeten geht es darum, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Am 18. Oktober führt die nächste Tour über den Gallimarkt in Leer.
Leer. Gemeinsam auf Motivsuche gehen, neue Perspektiven entdecken und die eigene Kreativität ausleben: Genau darum geht es bei den Photowalks der Phøton-Poeten. Elke Broek und Matthias Skowera möchten Fotografiebegeisterte aus Ostfriesland und darüber hinaus zusammenbringen. Nach mehreren gemeinsamen Touren durch die Leeraner Altstadt und zum Hafen steht nun ein besonderes Ziel auf dem Programm: der Gallimarkt bei Nacht.
Beim jüngsten Photowalk trotzten zehn Teilnehmer dem wechselhaften Wetter und zogen mit Kameras und Stativen zunächst durch die Altstadt von Leer. Anschließend ging es weiter zum Hafen, wo sich weitere Motive und interessante Perspektiven entdecken ließen. Die Veranstalter zeigten sich mit dem Abend sehr zufrieden. Besonders erfreulich war, dass die Teilnehmer nicht nur aus dem Landkreis Leer kamen, sondern auch aus Aurich, Emden, Bremen und Meppen angereist waren.
Der gemeinsame Austausch, unterschiedliche fotografische Sichtweisen und die Freude am Ausprobieren machten den Abend zu einer gelungenen Veranstaltung.
Mit offenen Augen durch die Stadt
Wer fotografiert, muss nicht unbedingt nach spektakulären Motiven suchen. Oft sind es gerade die unscheinbaren Dinge am Wegesrand, die ein Bild besonders machen. Eine gewöhnliche Pfütze kann zum Spiegel werden, in dem sich Häuser, Lichter oder der Himmel reflektieren. Ein rot gefärbtes Ahornblatt kann in der Dämmerung der Altstadt plötzlich zum Blickfang werden. Entscheidend ist, genau hinzusehen und sich auf die kleinen Details einzulassen.
Die Phøton-Poeten möchten dazu anregen, die gewohnte Perspektive zu verlassen und Motive neu zu entdecken. Was passiert, wenn man sich einmal tief nach unten beugt, einen anderen Blickwinkel wählt oder einem Detail mehr Raum gibt? Wie lässt sich ein Bild durch natürliche Linien, Durchgänge oder andere Elemente gezielt einrahmen? Und wie kann man mit Licht und Schatten eine besondere Stimmung erzeugen?
Manchmal braucht es nur eine kleine Veränderung, um aus einem alltäglichen Motiv eine außergewöhnliche Aufnahme zu machen. Kreativität entsteht dabei nicht allein durch die Kamera, sondern vor allem durch den Blick des Fotografen.
Mit Blende und Tiefenschärfe experimentieren
Auch die technischen Möglichkeiten der Fotografie spielen bei den gemeinsamen Touren eine Rolle. Wie lässt sich mit der Blende arbeiten, um stimmungsvolle Nachtaufnahmen einzufangen? Wie kann die Tiefenschärfe eingesetzt werden, damit ein Motiv deutlich hervortritt und der Hintergrund in den Unschärfebereich rückt? Und welche Einstellungen eignen sich, um die vorhandenen Lichtquellen möglichst wirkungsvoll einzusetzen?
Ob Spiegelreflexkamera, Systemkamera oder Smartphone: Die Möglichkeiten unterscheiden sich zwar, doch mit allen Geräten lassen sich interessante Bilder gestalten. Entscheidend ist, die vorhandene Technik kennenzulernen, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen und aus dem, was man zur Verfügung hat, das Beste zu machen.
Es geht nicht darum, immer die teuerste Ausrüstung zu besitzen. Viel wichtiger sind ein geschulter Blick, Experimentierfreude und die Bereitschaft, verschiedene Ansätze auszuprobieren. Gerade der Wechsel der Perspektive, das bewusste Achten auf Details und die Suche nach einem passenden Bildrahmen können einer Aufnahme eine ganz eigene Wirkung verleihen.
Austausch und gemeinsames Lernen
Hinter den Photowalks steht die Idee, Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft zusammenzubringen. Dabei geht es nicht darum, möglichst aufwendige Technik vorzuführen oder ausschließlich perfekte Bilder zu produzieren. Vielmehr stehen das gemeinsame Entdecken, das Ausprobieren neuer Perspektiven und der Austausch untereinander im Mittelpunkt.
Die Teilnehmer können ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig Tipps geben und voneinander lernen. Während der eine vielleicht einen besonderen Blick für Licht und Farben hat, entdeckt ein anderer spannende Strukturen oder ungewöhnliche Bildausschnitte. Gerade diese unterschiedlichen Sichtweisen machen den gemeinsamen Spaziergang mit der Kamera interessant.
Die Phøton-Poeten bieten ihre Photowalks in Ostfriesland an, aktuell in Leer und Weener. Die ersten beiden Veranstaltungen fanden am 25. Juli und 28. August 2026 in der Leeraner Altstadt statt. Die positive Resonanz bestärkte Elke Broek und Matthias Skowera darin, das Angebot fortzuführen und weitere fotografische Themen aufzugreifen.
Willkommen sind Fotografiebegeisterte jeden Alters und mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. Ob Smartphone, Kompaktkamera, Systemkamera oder umfangreiche Fotoausrüstung – entscheidend ist die Freude am Fotografieren. Bei Bedarf gibt es praktische Tipps zu Kameraeinstellungen, Bildgestaltung, Licht und Perspektiven. Auch Anfänger können teilnehmen und von den Erfahrungen anderer profitieren.
Gallimarkt bei Nacht: Lichter und Bewegung fotografieren
Der nächste Photowalk findet am Sonntag, 18. Oktober 2026, von 19 bis 21 Uhr statt. Unter dem Titel „Gallimarkt bei Nacht – Langzeitbelichtung“ widmen sich die Teilnehmer der besonderen Herausforderung, die bunten Fahrgeschäfte und die nächtliche Atmosphäre des größten Volksfestes Ostfrieslands fotografisch einzufangen.
Gerade die Kombination aus Dunkelheit, farbenfrohen Beleuchtungen und bewegten Fahrgeschäften bietet spannende Möglichkeiten. Mit längeren Belichtungszeiten lassen sich Lichtspuren erzeugen und Bewegungen auf besondere Weise festhalten. So entstehen Bilder, die weit über eine gewöhnliche Momentaufnahme hinausgehen und die Dynamik des Gallimarkts sichtbar machen.
Die Teilnehmer können verschiedene Einstellungen ausprobieren und erhalten dabei Tipps und Hilfestellungen von den Veranstaltern. Empfohlen werden eine Kamera mit manuellem Modus, ein Stativ und gegebenenfalls ein Fernauslöser. Doch auch mit dem Smartphone sind interessante Aufnahmen möglich.
Kleine Gruppe, begrenzte Plätze
Damit genügend Zeit für Fragen, praktische Übungen und den persönlichen Austausch bleibt, ist die Teilnehmerzahl für den Gallimarkt-Photowalk auf maximal sechs Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Der genaue Treffpunkt auf dem Gallimarkt wird noch bekannt gegeben.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Phøton-Poeten unter www.photon-poeten.com.
Termin im Überblick
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Was: Photowalk „Gallimarkt bei Nacht – Langzeitbelichtung“
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Wann: Sonntag, 18. Oktober 2026, von 19 bis 21 Uhr
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Wo: Gallimarkt Leer
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Teilnehmerzahl: maximal sechs Personen
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Kosten: 20,00 Euro
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Anmeldung: erforderlich
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Veranstalter: Elke Broek und Matthias Skowera, Phøton-Poeten
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Kontakt: 0176/87625427
Mit ihren Photowalks möchten die Phøton-Poeten nicht nur die fotografischen Fähigkeiten ihrer Teilnehmer fördern, sondern auch Begegnungen ermöglichen. Denn manchmal ist es nicht das große Motiv, das ein Bild besonders macht. Oft sind es die kleinen Details, ein ungewohnter Blickwinkel oder das richtige Licht, die eine Aufnahme auszeichnen. Und nicht selten entstehen gerade dann die schönsten Bilder, wenn man gemeinsam unterwegs ist, Ideen austauscht und sich gegenseitig inspirieren lässt.
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