Wirtschaft

Real­löh­ne in Nie­der­sach­sen stei­gen 2026 nur um 0,7 Pro­zent – Infla­ti­on bremst Kaufkraft

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Real­löh­ne in Nie­der­sach­sen stei­gen im zwei­ten Quar­tal 2026 nur leicht

Nomi­nal­löh­ne legen um 3,5 Pro­zent zu – nach Abzug der Infla­ti­on blei­ben 0,7 Pro­zent mehr im Portemonnaie

HANNOVER. Die Beschäf­tig­ten in Nie­der­sach­sen haben im zwei­ten Quar­tal 2026 erneut höhe­re Brut­to­löh­ne erhal­ten. Aller­dings fiel der Anstieg der tat­säch­li­chen Kauf­kraft deut­lich gerin­ger aus. Nach Anga­ben des Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) erhöh­ten sich die Nomi­nal­löh­ne gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal um 3,5 Pro­zent. Unter Berück­sich­ti­gung der gestie­ge­nen Ver­brau­cher­prei­se blieb davon ein Real­lohn­plus von 0,7 Pro­zent.

Nomi­nal­löh­ne stei­gen um 3,5 Prozent

Die Nomi­nal­löh­ne umfas­sen die Brut­to­mo­nats­ver­diens­te ein­schließ­lich Son­der­zah­lun­gen. Im zwei­ten Quar­tal 2026 lagen die­se in Nie­der­sach­sen durch­schnitt­lich 3,5 Pro­zent über dem Niveau des glei­chen Quar­tals im Vorjahr.

Damit ent­sprach die Zuwachs­ra­te exakt dem Anstieg, der bereits ein Jahr zuvor ver­zeich­net wor­den war.

Auf den ers­ten Blick bedeu­tet das eine spür­ba­re Stei­ge­rung der Ein­kom­men. Ent­schei­dend für die tat­säch­li­che finan­zi­el­le Situa­ti­on der Beschäf­tig­ten ist jedoch, wie stark gleich­zei­tig die Prei­se für Waren und Dienst­leis­tun­gen gestie­gen sind.

Infla­ti­on bremst Kaufkraft

Im glei­chen Zeit­raum erhöh­ten sich die Ver­brau­cher­prei­se in Nie­der­sach­sen durch­schnitt­lich um 2,8 Pro­zent. Dadurch fiel der Anstieg der preis­be­rei­nig­ten Brut­to­mo­nats­ver­diens­te – also der Real­löh­ne – wesent­lich gerin­ger aus.

Der Real­lohn­in­dex erhöh­te sich im zwei­ten Quar­tal 2026 gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal ledig­lich um 0,7 Pro­zent.

Für Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer bedeu­tet das: Zwar sind die Brut­to­löh­ne gestie­gen, ein gro­ßer Teil des nomi­na­len Ein­kom­mens­zu­wach­ses wur­de jedoch durch die höhe­ren Ver­brau­cher­prei­se auf­ge­zehrt. Die tat­säch­li­che Kauf­kraft nahm des­halb nur ver­gleichs­wei­se gering­fü­gig zu.

Real­lohn­ent­wick­lung so schwach wie seit 2023 nicht mehr

Der Anstieg der Real­löh­ne um 0,7 Pro­zent fiel laut Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen so nied­rig aus wie zuletzt im drit­ten Quar­tal 2023. Damals lag die Real­lohn­stei­ge­rung bei 0,8 Prozent.

Eine nega­ti­ve Real­lohn­ent­wick­lung wur­de zuletzt im zwei­ten Quar­tal 2023 regis­triert. Damals gin­gen die Real­löh­ne um 0,5 Pro­zent zurück.

Die aktu­el­len Zah­len zei­gen damit, dass die Beschäf­tig­ten in Nie­der­sach­sen zwar wei­ter­hin nomi­na­le Lohn­zu­wäch­se ver­zeich­nen, die Ent­wick­lung der Kauf­kraft aber deut­lich ver­hal­te­ner ausfällt.

Die wich­tigs­ten Zah­len im Überblick

  • Nomi­nal­löh­ne: +3,5 Pro­zent gegen­über dem 2. Quar­tal 2025
  • Ver­brau­cher­prei­se: +2,8 Prozent
  • Real­löh­ne: +0,7 Prozent
  • Real­lohn­ent­wick­lung im 3. Quar­tal 2023: +0,8 Prozent
  • Letz­te nega­ti­ve Real­lohn­ent­wick­lung: 2. Quar­tal 2023 mit ‑0,5 Prozent

Die Zah­len stam­men aus der Pres­se­mit­tei­lung Nr. 085 vom 27. August 2026 des Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik Niedersachsen.

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