Lokal
Regionale Suchthilfe tauscht sich im Krankenhaus Rheiderland aus
(v.l.n.r.): Uwe Dogs (Leitender Suchttherapeut), Daniela Kamp (Geschäftsführerin), Larissa Leemhuis (Ergotherapeutin), Jörg Schäfer (Suchttherapeut), Sarah Koopmann (Suchttherapeutin).
22. Regionales Suchthilfe-Treffen: Austausch und strategische Zukunftsausrichtung im Krankenhaus Rheiderland
Leer/Ostfriesland, 10. März 2026. Am Dienstag, den 3. März 2026, fand zum 22. Mal das Regionale Suchthilfe-Treffen im Krankenhaus Rheiderland statt. Die Veranstaltung, die sich als fester Bestandteil des regionalen Suchthilfesystems etabliert hat, diente erneut dem fachlichen Dialog sowie der Stärkung der Vernetzung zwischen den beteiligten Einrichtungen und Akteuren.
Fachlicher Austausch im Fokus
Die Geschäftsführerin des Krankenhauses Rheiderland, Daniela Kamp, sowie der leitende Suchttherapeut des Qualifizierten Entzuges, Uwe Dogs, begrüßten die zahlreichen Teilnehmenden herzlich. Ziel des Treffens war es, aktuelle Arbeitsschwerpunkte zu erörtern und die regionalen Angebote der Suchthilfe gemeinsam weiterzuentwickeln.
Ein zentraler Programmpunkt war der detaillierte Bericht von Uwe Dogs über die aktuelle Arbeit des Qualifizierten Entzuges. Er beleuchtete dabei sowohl die tägliche Praxis als auch spezifische Herausforderungen des Fachbereichs. Ergänzend dazu bot das Format „Open Micro“ allen Anwesenden die Möglichkeit, Projekte und Entwicklungen aus ihren jeweiligen Institutionen und Gruppen direkt einzubringen.
Strategische Weiterentwicklung als Fachkrankenhaus
Einen wesentlichen Diskussionspunkt bildeten die Zukunftspläne des Krankenhauses Rheiderland, sich als „Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie“ zu etablieren. Ein entsprechender Antrag wurde bereits beim niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung eingereicht.
Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hatte bei der Mitgliederversammlung des Krankenhausvereins Anfang Februar seine Unterstützung für dieses Vorhaben bekräftigt und über den aktuellen Sachstand informiert. Die Bestrebungen zur Neuaufstellung treffen jedoch auf Widerstand des benachbarten Klinikums Emden. Derzeit lässt das zuständige Ministerium den Neuzuschnitt der psychiatrischen Pflichtversorgungsgebiete durch ein externes Bedarfsgutachten prüfen.
Bedeutung der Vernetzung
Das 22. Regionale Suchthilfe-Treffen verdeutlichte nachdrücklich, dass ein engmaschiges Netzwerk und ein kontinuierlicher, offener Austausch für eine erfolgreiche Suchthilfe in der Region unverzichtbar sind. Die Teilnehmenden unterstrichen die hohe Relevanz dieses Formats und bekräftigten ihr Bestreben, die Zusammenarbeit auch in Zukunft intensiv zu fördern.
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