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Richtfest am Klinikum Leer: 18.750 Quadratmeter Erweiterungsneubau für die Zukunft
(v. l. n. r.): Jakobus Baumann (Vorsitzender Allgemeiner Krankenhausverein für das Rheiderland), Anja Troff-Schaffarzyk (MdB), Dieter Baumann (Kreisfraktionsvorsitzender CDU), Matthias Groote (Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Landkreis Leer), Daniela Kamp (Geschäftsführerin Klinikum Leer gGmbH), Dr. med. Sylvia Kotterba (Ärztliche Direktorin Klinikum Leer gGmbH), Thomas Rettig (Dipl.-Ing. Architekt BDA, Geschäftsführender Gesellschafter agn), Holger Glienke (ehemaliger Geschäftsführer Klinikum Leer gGmbH), Heike Kliegelhöfer (Pflegedirektorin Klinikum Leer gGmbH), Helmut Hockmann (Dipl.-Ing. (FH), Bauunternehmen Heinrich Hockmann), Karl-Heinz Kromminga (Leiter Technischer Dienst Klinikum Leer gGmbH).
Richtfest für Erweiterungsneubau des Klinikums Leer: Zukunft des Krankenhausstandorts nimmt Gestalt an
18.750 Quadratmeter Bruttogeschossfläche an der Augustenstraße: Das Klinikum Leer hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Beim Richtfest wurde der Fortschritt des umfangreichen Erweiterungsneubaus gefeiert.
Leer/Ostfriesland, 25. August 2026 – Der Erweiterungsneubau des Klinikum Leer gGmbH an der Augustenstraße nimmt zunehmend Gestalt an. Am vergangenen Freitag feierte das Klinikum gemeinsam mit zahlreichen Gästen das Richtfest für das umfangreiche Bauprojekt. Mit dem traditionellen Fest wurde ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen und zugleich ein sichtbares Zeichen für die Zukunft des Krankenhausstandorts Leer gesetzt.
Geschäftsführerin Daniela Kamp begrüßte zahlreiche Gäste zur Feierstunde. Unter ihnen waren Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Groote, Mitglieder des Aufsichtsrates und des Kreistages sowie Vertreter des Krankenhausvereins Rheiderland. Ebenfalls vor Ort waren die am Bau beteiligten Architekten, Fachingenieure und ausführenden Unternehmen sowie Vertreter von Banken und Versicherungen. Auch die baubehördlichen Begleit- und Genehmigungsstellen nahmen an der Feier teil.
Ein besonderer Willkommensgruß galt den Mitarbeitenden des Klinikums und allen weiteren Gästen.
18.750 Quadratmeter für die Zukunft des Klinikums Leer
Der Erweiterungsneubau umfasst insgesamt rund 18.750 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. In dem neuen Gebäudekomplex sollen künftig verschiedene wichtige Bereiche des Klinikums untergebracht beziehungsweise erweitert werden.
Geplant sind unter anderem:
- eine neue Eingangshalle
- zusätzliche OP-Kapazitäten
- eine neue Station für die Verlagerung der Gefäßchirurgie von Weener nach Leer
- Räumlichkeiten für die Etablierung einer ambulanten Rehabilitation
- eine neue interdisziplinäre Wahlleistungsstation
Damit soll die medizinische und infrastrukturelle Leistungsfähigkeit des Klinikums Leer langfristig gestärkt werden.
Richtfest mit traditionellem Richtspruch
In ihrer Begrüßung griff Daniela Kamp den traditionellen Ursprung eines Richtfestes auf und sorgte damit zugleich für einen humorvollen Moment. Im Mittelalter habe das Richtfest dazu gedient, den Handwerkern zu danken, offene Rechnungen zu begleichen und das Haus vor Unglück zu bewahren.
„Unsere Handwerkerfeier findet aus organisatorischen Gründen etwas später statt und die Rechnungen werden alle pünktlich beglichen. Somit feiern wir dieses Richtfest also, um das Haus vor Unglück zu bewahren“, erklärte Kamp.
Dass ein Bauprojekt dieser Größenordnung direkt vor einem Krankenhaus und gleichzeitig während des laufenden Klinikbetriebs besondere Herausforderungen mit sich bringt, verdeutlichte die Geschäftsführerin anschließend mit einer kleinen Anekdote.
Ein Patient hatte während der Arbeiten des Bombenräumkommandos aufmerksam beobachtet, dass nicht alle Probebohrungen mit Zement verfüllt worden waren. Er befürchtete deshalb, dass möglicherweise eine Gefahrenstelle entstanden sein könnte. Die Sorge konnte jedoch schnell ausgeräumt werden: Die betreffenden Bereiche befinden sich auf dem Areal der künftigen Tiefgarage, wo der Boden vollständig abgetragen wird.
Dank an Handwerker, Mitarbeiter und Patienten
Daniela Kamp nutzte das Richtfest auch, um sich bei allen Beteiligten für die bisher geleistete Arbeit und das Verständnis während der Bauphase zu bedanken.
„Ein großes Dankeschön gilt den bauausführenden Firmen, unseren Mitarbeitenden und unseren Patienten für das Verständnis, die Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme“, sagte die Geschäftsführerin.
Gerade die Arbeiten unmittelbar am bestehenden Krankenhaus stellen besondere Anforderungen an die Planung und Durchführung. Der Klinikbetrieb muss während der gesamten Bauphase aufrechterhalten werden.
Richtkrone wird aufgesetzt
Im Anschluss wurde es traditionell: Das Bauunternehmen Hockmann setzte feierlich die Richtkrone auf den Neubau. Polier Heinrich Westerhoff trat anschließend in traditioneller Handwerkerkleidung vor die Gäste und sprach den Richtspruch.
Er dankte den Handwerkern, bat um Gottes Segen für das neue Gebäude und wünschte dem Haus Glück und Frieden.
Matthias Groote: „Klares Bekenntnis zum Krankenhausstandort Leer“
Auch Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Groote würdigte in seiner Ansprache die Leistungen aller am Bau Beteiligten.
„Wo vorher Baugruben und Schalungen waren, erhebt sich inzwischen ein Gebäude, das die Zukunft des Klinikums Leer sichtbar macht“, sagte Groote. Er dankte allen, die diesen Fortschritt ermöglicht haben.
Ein Krankenhaus umzubauen, während es gleichzeitig rund um die Uhr funktioniere, gehöre zu den anspruchsvollsten Bauaufgaben überhaupt. Dass dies in Leer so gut gelinge, sei alles andere als selbstverständlich.
Groote sieht in dem Erweiterungsbau zugleich ein klares Bekenntnis zum Krankenhausstandort Leer. „Wir investieren in Qualität, in moderne Medizin und in die Menschen, die hier täglich Verantwortung übernehmen“, erklärte der Landrat.
Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, dass das Klinikum Leer auch künftig ein leistungsfähiges, wirtschaftlich solides und zukunftsfähiges Krankenhaus für Ostfriesland bleiben könne.
Architekt: Richtfest als Moment des Innehaltens
Auch Architekt Thomas Rettig vom beauftragten Generalplanungsbüro agn aus Bremen hob die Bedeutung des Richtfestes hervor.
„Ein Richtfest ist auch immer ein Moment des Innehaltens“, sagte Rettig. Es erinnere daran, dass ein Bauwerk nicht allein aus Beton, Stahl und Glas bestehe, sondern aus einer gemeinsamen Idee, Verantwortung und dem Willen, Zukunft zu gestalten.
Damit steht der Erweiterungsneubau nicht nur für zusätzliche Flächen, sondern auch für die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung am Standort Leer.
Plattdeutsches Gedicht sorgt für Lacher
Für einen humorvollen Abschluss der Feierstunde sorgte Bauunternehmer Helmut Hockmann. In alter Tradition trug er ein plattdeutsches Gedicht über den Erweiterungsneubau vor und brachte damit zahlreiche Gäste zum Lachen.
Das Richtfest markiert damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des neuen Gebäudekomplexes. Mit den zusätzlichen Flächen und den geplanten medizinischen Angeboten soll der Krankenhausstandort Leer für die kommenden Jahre weiterentwickelt und zukunftsfähig aufgestellt werden.