Lokal
Ruhe für das Wild: Jagdstopp im Landkreis Leer verhängt
Schutz der Wildtiere: Jagd im Landkreis Leer eingestellt
Die extreme Kälte und die geschlossene Schneedecke haben nun auch Auswirkungen auf das Jagdwesen im Landkreis Leer. Um die heimischen Wildbestände zu schonen, wurde die Jagd bis auf Weiteres eingestellt. Kreisjägermeister Heinrich Rauert mahnt zur Ruhe in der Natur.
Das aktuelle Winterwetter verlangt den Wildtieren alles ab. Jede Flucht vor Störungen verbraucht wertvolle Energiereserven, die die Tiere in der aktuellen Situation dringend zum Überleben benötigen. Aus diesem Grund hat Kreisjägermeister Heinrich Rauert die Hegeringsleiter darüber informiert, dass die Jagd im gesamten Kreisgebiet vorerst ruht.
Appell an Spaziergänger und Hundebesitzer
Nicht nur die Jäger, sondern auch die Bevölkerung ist aufgerufen, Rücksicht zu nehmen. Rauert bittet Spaziergänger eindringlich darum, auf den Wegen zu bleiben und Hunde konsequent anzuleinen. Dies gilt insbesondere in der Nähe von Feldern, auf denen sich derzeit große Scharen von Gänsen zur Rast niederlassen. Jede unnötige Beunruhigung kann für die geschwächten Tiere lebensbedrohlich sein.
Noch keine offizielle „Notzeit“
Im Gegensatz zum Nachbarlandkreis Aurich wurde im Landkreis Leer bisher noch keine offizielle „Notzeit“ ausgerufen. Eine solche Maßnahme wird von der Jagdbehörde angeordnet, wenn das Wild aufgrund der Witterung keine Nahrung mehr findet. In diesem Fall ist die Jagd gesetzlich untersagt, und es erfolgt eine gezielte Zufütterung.
Rauert betont jedoch, dass man die Situation genau beobachte und in engem Austausch mit der Behörde stehe. Sollte sich die Wetterlage weiter verschärfen, werde man umgehend reagieren, um das Wohl der Tiere zu sichern.
Symbolbild: Zur Veranschaulichung des Themas wurde dieses Bild von einer KI generiert.
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