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Schluss mit dem Kon­flikt­po­ten­zi­al: FDP will Rad­ver­kehr aus der Rat­haus­stra­ße verbannen

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Idyl­li­sche Kulis­se mit Kon­flikt­po­ten­ti­al: Wäh­rend Tou­ris­ten in der Rat­haus­stra­ße bum­meln und die Gas­tro­no­mie ihre Gäs­te bedient, sor­gen zu schnell fah­ren­de E‑Bikes und E‑Roller regel­mä­ßig für gefähr­li­che Situa­tio­nen. Um die­se Gefah­ren­her­de zu besei­ti­gen und die Auf­ent­halts­qua­li­tät dau­er­haft zu sichern, for­dert die FDP-Frak­ti­on die Umge­stal­tung zu einer kon­se­quent fahr­rad­frei­en Zone.

Rat­haus­stra­ße Leer: FDP for­dert kon­se­quen­te Umge­stal­tung zur fuß­gän­ger­ori­en­tier­ten Zone

Die FDP-Frak­ti­on im Rat der Stadt Leer strebt eine grund­le­gen­de Neu­aus­rich­tung der inner­städ­ti­schen Ver­kehrs­füh­rung an. Im Fokus steht dabei die Rat­haus­stra­ße, die nach Vor­stel­lung der Frak­ti­on künf­tig als kon­se­quent fahr­rad­freie Zone fun­gie­ren soll. Ziel die­ses Vor­sto­ßes ist es, den his­to­ri­schen Kern der Stadt wie­der als siche­ren und unge­stör­ten Auf­ent­halts­raum für Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger zu etablieren.

Kon­flikt­po­ten­ti­al durch aktu­el­le Verkehrsführung

Der­zeit ist die Rat­haus­stra­ße als Fuß­gän­ger­zo­ne mit der Zusatz­be­schil­de­rung „Rad­fah­rer frei“ aus­ge­wie­sen. Zudem ist sie Teil des Ems­Rad­wegs sowie der Euro­Ve­lo-Rou­te. Die­se Kom­bi­na­ti­on führt laut FDP-Frak­ti­on regel­mä­ßig zu Unsi­cher­hei­ten und gefähr­li­chen Situa­tio­nen zwi­schen Rad- und Fußverkehr.

„Es zeigt sich von Tag zu Tag deut­li­cher, dass das Neben­ein­an­der von Rad- und Fuß­ver­kehr hier an sei­ne Gren­zen stößt“, begrün­det Gün­ter Pod­lich, FDP-Rats­mit­glied, den Vor­stoß. Durch sei­ne Tätig­keit als Stadt­füh­rer, bei der er regel­mä­ßig Gäs­teg­rup­pen durch die­sen Bereich lei­tet, beob­ach­tet er die täg­li­che Belas­tungs­si­tua­ti­on aus ers­ter Hand. Aus Sicht der FDP ist der gegen­wär­ti­ge Zustand nicht län­ger akzeptierbar.

König­stra­ße als attrak­ti­ve Alternative

Um den Rad­ver­kehr wirk­sam von der Rat­haus­stra­ße fern­zu­hal­ten, ohne die Erreich­bar­keit der Innen­stadt ein­zu­schrän­ken, schlägt die FDP eine geziel­te Auf­wer­tung der König­stra­ße vor. Die­se soll als attrak­ti­ve Alter­na­tiv­rou­te für Rad­fah­ren­de aus­ge­baut werden.

Das Kon­zept sieht vor, mit­tig in der Fahr­bahn einen etwa 1,5 Meter brei­ten Strei­fen aus Klin­ker oder rotem Beton­pflas­ter anzu­le­gen. Bei die­ser Gestal­tung ori­en­tiert sich die Frak­ti­on an bewähr­ten Lösun­gen, die bereits in der Groß­stra­ße oder der Chris­ti­ne-Char­lot­ten-Stra­ße umge­setzt wur­den. Ein wesent­li­cher Punkt dabei: Der his­to­ri­sche Cha­rak­ter der König­stra­ße soll durch die­se bau­li­chen Anpas­sun­gen aus­drück­lich erhal­ten bleiben.

 

Set­zen sich für eine neue Ver­kehrs­füh­rung in der Innen­stadt ein (v.l.n.r.): Die FDP-Rats­mit­glie­der Gün­ter Pod­lich, Susan­ne Smit und Sven Albert for­dern eine fahr­rad­freie Rat­haus­stra­ße und schla­gen statt­des­sen einen Aus­bau der König­stra­ße als attrak­ti­ve Alter­na­tiv­rou­te vor.

Mehr Lebens­qua­li­tät für Leer

Die FDP-Frak­ti­on zeigt sich über­zeugt, dass die vor­ge­schla­ge­ne Maß­nah­me eine sinn­vol­le und attrak­ti­ve Umlei­tung des Rad­ver­kehrs ermög­licht. Eine kon­se­quent fuß­gän­ger­ori­en­tier­te Rat­haus­stra­ße bie­te deut­li­che Vor­tei­le für die Stadt:

  • Erhöh­te Sicher­heit: Durch den Weg­fall des Rad­ver­kehrs wer­den Kon­flikt­punk­te entschärft.

  • Ver­bes­ser­te Auf­ent­halts­qua­li­tät: Mehr Ruhe und zusätz­li­cher Raum laden zum Ver­wei­len ein.

  • Vor­tei­le für die Gas­tro­no­mie: Ein ruhi­ge­res Umfeld kommt den ansäs­si­gen gas­tro­no­mi­schen Betrie­ben und deren Außen­be­rei­chen zugute.

Mit die­sem Vor­stoß setzt die FDP einen Impuls für eine Neu­ge­stal­tung, bei der die Bedürf­nis­se der Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger wie­der in den Mit­tel­punkt der städ­ti­schen Pla­nung rücken sollen.

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