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Schnell­la­den an der A28: Bun­de wird zum Strom-Dreh­kreuz für die Niederlande

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Unter­neh­mer Jan Bör­ge­ner bringt die Ener­gie­wen­de auf die Stra­ße: Wäh­rend im Hin­ter­grund ein Fahr­zeug fri­schen Strom tankt, sorgt die neue Hoch­leis­tungs-Lade­säu­le in Bun­de dafür, dass der grenz­über­schrei­ten­de Ver­kehr so rich­tig unter Span­nung steht.

Schnell­la­den an der A28: Ost­frie­si­scher Strom für den grenz­über­schrei­ten­den Verkehr

Bun­de. Auf den ers­ten Blick wirkt das neue Pro­jekt im Gewer­be­ge­biet Bun­de West wie ein gewöhn­li­cher Lade­punkt. Das tech­ni­sche und logis­ti­sche Kon­zept dahin­ter weist jedoch weit über die Gemein­de­gren­zen hin­aus: Auf dem Fir­men­ge­län­de von Feu­er­werk Bun­de (Bun­de West 10a) hat das Betrei­ber­ehe­paar Jan und Iris Bör­ge­ner eine Hoch­leis­tungs-Lade­infra­struk­tur rea­li­siert, die dezen­tra­le Strom­erzeu­gung und grenz­über­schrei­ten­den Fern­ver­kehr gezielt verknüpft.

Stra­te­gi­sche Lage direkt an A280 und A7

Die Wahl des Stand­orts begrün­det sich vor allem in sei­ner ver­kehrs­geo­gra­fi­schen Schlüs­sel­rol­le. Unmit­tel­bar an der Auto­bahn und nur weni­ge Kilo­me­ter von der nie­der­län­di­schen Gren­ze ent­fernt, rich­tet sich das Ange­bot der EV-Box-Schnell­la­de­säu­le mit einer Maxi­mal­leis­tung von 320 Kilo­watt nicht nur an die loka­le Bevöl­ke­rung. Es adres­siert gezielt den inter­na­tio­na­len Tran­sit­ver­kehr auf der Haupt­ach­se zwi­schen Ost­fries­land und den Niederlanden.

Auch die bau­li­che Gestal­tung berück­sich­tigt prag­ma­ti­sche Anfor­de­run­gen: Der groß­zü­gig bemes­se­ne Stell­platz ermög­licht das pro­blem­lo­se Anfah­ren und Laden für Gespan­ne mit Wohn­wa­gen, Nutz­fahr­zeu­ge sowie Lkw, für die her­kömm­li­che, oft eng bemes­se­ne Lade­zo­nen meist unge­eig­net sind.

Wirt­schaft­li­cher Vor­teil im Transitverkehr

Für Rei­sen­de in Rich­tung Nie­der­lan­de bie­tet der Stopp in Bun­de neben der rei­nen Nach­la­de­mög­lich­keit einen deut­li­chen Preis­vor­teil. Wäh­rend der Lade­preis vor Ort aktu­ell bei 56 Cent pro Kilo­watt­stun­de liegt, rufen Betrei­ber im Nach­bar­land teils bis zu 80 Cent auf.

Dadurch schließt sich ein regio­na­ler Wirt­schafts­kreis­lauf: In Ost­fries­land erzeug­ter bezie­hungs­wei­se aus dem loka­len Netz ein­ge­speis­ter Strom wird direkt vor Ort in Mobi­li­tät umge­wan­delt und von den Fah­rern grenz­über­schrei­tend genutzt.

 

Grü­ner Strom vom eige­nen Dach: Die 100-kWp-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf den Betriebs­ge­bäu­den von Feu­er­werk Bun­de speist Solar­strom direkt in die neue High-Power-Char­ging-Infra­struk­tur des Unter­neh­mens ein.

Eigen­strom­erzeu­gung und Netzertüchtigung

Das ener­ge­ti­sche Fun­da­ment des Stand­orts bil­det eine neu instal­lier­te Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mit einer Leis­tung von 100 kWp. Der auf den Hal­len­dä­chern erzeug­te Solar­strom fließt prio­ri­siert in die Schnellladeinfrastruktur.

Um die hohen Peak-Leis­tun­gen der 320-kW-Säu­le abzu­fan­gen, waren umfang­rei­che tech­ni­sche Anpas­sun­gen am Stand­ort erfor­der­lich. Unter ande­rem ver­leg­ten die Betrei­ber ein neu­es Haupt­ver­sor­gungs­ka­bel mit einer Anschluss­leis­tung von 240 kW. Der Fall ver­deut­licht den tech­ni­schen Gesamt­auf­wand moder­ner Schnell­la­de­kon­zep­te, die weit über das blo­ße Auf­stel­len einer Säu­le hin­aus­ge­hen und trag­fä­hi­ge Netz­an­schlüs­se sowie eige­ne Erzeu­gungs­ka­pa­zi­tä­ten voraussetzen.

Inves­ti­ti­on in den Standort

Rund sechs Mona­te dau­er­te die Pla­nungs- und Bau­pha­se, in die das Ehe­paar Bör­ge­ner einen soli­den sechs­stel­li­gen Betrag inves­tier­te. Die kon­ti­nu­ier­li­che Aus­las­tung seit der Inbe­trieb­nah­me bestä­tigt den Bedarf auf die­ser Tran­sit­rou­te. Das Pro­jekt zeigt pra­xis­nah, wie dezen­tra­le Erzeu­gung, tech­ni­sche Infra­struk­tur und grenz­über­schrei­ten­der Ver­kehr effi­zi­ent ineinandergreifen.

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