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Schul­po­li­tik am Limit: CDU Ost­fries­land warnt vor dem Aus bewähr­ter Förderschul-Strukturen

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Hil­fe­ruf aus Nie­der­sach­sens För­der­schu­len: Ulf Thie­le kri­ti­siert Rot-Grü­ne Schulpolitik

Hannover/Ostfriesland. Ein ein­dring­li­cher Brand­brief erschüt­tert die nie­der­säch­si­sche Bil­dungs­po­li­tik. Zahl­rei­che För­der­schu­len und För­der­zen­tren war­nen vor einer Schwä­chung bewähr­ter son­der­päd­ago­gi­scher Struk­tu­ren durch die jüngs­te Ände­rung des Nie­der­säch­si­schen Schul­ge­set­zes. Ulf Thie­le, Vor­sit­zen­der der CDU Ost­fries­land und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter, unter­stützt den Hil­fe­ruf der Fach­pra­xis scharf und bezeich­net das Vor­ha­ben als einen „wei­te­ren schwe­ren Angriff auf die För­der­schul­land­schaft“ durch die rot-grü­ne Landesregierung.

Regio­na­le Unter­stüt­zung für den Brandbrief

Die Sor­ge um die Zukunft der son­der­päd­ago­gi­schen Ein­rich­tun­gen ist auch in Ost­fries­land groß. Zahl­rei­che renom­mier­te Schu­len der Regi­on haben das Schrei­ben mit­un­ter­zeich­net, darunter:

  • Schu­le am Deich (Leer): Schwer­punk­te Kör­per­li­che und Moto­ri­sche Ent­wick­lung (KME) sowie Geis­ti­ge Ent­wick­lung (GE).

  • Schu­le am Extru­mer Weg (Aurich): Schwer­punk­te Ler­nen (LE) sowie Emo­tio­na­le und Sozia­le Ent­wick­lung (ESE).

  • Schu­le an der Les­sing­stra­ße (Witt­mund): Schwer­punkt Geis­ti­ge Ent­wick­lung (GE).

Was steht auf dem Spiel? Die Rol­le der Förderzentren

Der Arbeits­kreis der För­der­schu­len betont, dass die­se Ein­rich­tun­gen weit mehr leis­ten als den rei­nen Unter­richt. Sie fun­gie­ren als unver­zicht­ba­re regio­na­le Kom­pe­tenz­zen­tren, die:

  • Bera­tung und Dia­gnos­tik vor Ort sichern.

  • Son­der­päd­ago­gi­sche Unter­stüt­zung auf kur­zen Wegen bieten.

  • Mul­ti­pro­fes­sio­nel­le Zusam­men­ar­beit und indi­vi­du­el­le Bil­dungs­bio­gra­phien ermöglichen.

  • Inklu­si­ve Pro­zes­se an Regel­schu­len aktiv begleiten.

Ulf Thie­le kri­ti­siert ins­be­son­de­re, dass die Funk­ti­on als „För­der­zen­trum“ aus dem Gesetz gestri­chen wur­de. „Wer die­se Struk­tu­ren schwächt, gefähr­det nicht nur die För­der­schu­len selbst, son­dern auch die Qua­li­tät der Inklu­si­on ins­ge­samt“, mahnt der Abgeordnete.

CDU warnt vor ideo­lo­gi­scher Verengung

Beson­ders kri­tisch sieht die CDU die geplan­te Ein­engung der Zugangs­vor­aus­set­zun­gen. Die Befürch­tung: För­der­schu­len sol­len fak­tisch auf ein „Rest­an­ge­bot“ für weni­ge Fäl­le redu­ziert wer­den. Thie­le betont, dass gera­de bei kom­ple­xen Bedar­fen – wie etwa in der emo­tio­na­len und sozia­len Ent­wick­lung – star­re gesetz­li­che Vor­ga­ben nicht ziel­füh­rend seien.

„Rot-Grün redet von Inklu­si­on, schwächt in Wahr­heit aber mit vol­ler Absicht das ver­blie­be­ne För­der­schul­sys­tem“, so Thie­le. Durch den Abbau bewähr­ter Struk­tu­ren wer­de den Eltern die Wahl­frei­heit ent­zo­gen, wäh­rend gleich­zei­tig die Regel­schu­len nicht aus­rei­chend für inklu­si­ve Her­aus­for­de­run­gen gestärkt würden.

For­de­rung nach ech­ter Teil­ha­be statt Symbolpolitik

Auf dem Lan­des­par­tei­tag der CDU in Vech­ta wur­de daher ein­stim­mig ein Antrag des CDU-Kreis­ver­ban­des Leer beschlos­sen. Die For­de­run­gen an die Lan­des­re­gie­rung sind klar:

  1. Erhalt der För­der­schu­len: Kei­ne Gefähr­dung durch Ein­engung der Zugangsberechtigung.

  2. Siche­rung des Eltern­wahl­rechts: Kei­ne wei­te­re Ein­schrän­kung der Wahlfreiheit.

  3. Qua­li­ta­ti­ve Wei­ter­ent­wick­lung: Stär­kung der schu­li­schen Inklu­si­on durch ver­läss­li­che recht­li­che und orga­ni­sa­to­ri­sche Rahmenbedingungen.

Ulf Thie­le unter­streicht zum Abschluss: „Die CDU steht für ech­te Teil­ha­be statt ideo­lo­gi­scher Sym­bol­po­li­tik. Wer Kin­dern gerecht wer­den will, muss Viel­falt ermög­li­chen – nicht Viel­falt abbauen“.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Ulf Thie­le (CDU Ost­fries­land), 23. Juni 2026.

 

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