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Sozi­al­mi­nis­te­rin Dr. Caro­la Rei­mann legt Amt nieder

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Sozi­al­mi­nis­te­rin Dr. Caro­la Rei­mann legt aus gesund­heit­li­chen Grün­den Amt nieder

Sozi­al­mi­nis­te­rin Caro­la Rei­mann hat heu­te Vor­mit­tag Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil in einem per­sön­li­chen Gespräch mit­ge­teilt, dass sie aus gesund­heit­li­chen Grün­den ihr Amt mit sofor­ti­ger Wir­kung nie­der­le­gen muss.

Hier­zu Caro­la Reimann:

„Heu­te Mor­gen habe ich Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil mit­ge­teilt, dass ich mein Amt als Sozi­al­mi­nis­te­rin mit sofor­ti­ger Wir­kung nie­der­le­gen wer­de. Ich habe mir die­se Ent­schei­dung nicht leicht­ge­macht. In der ver­gan­ge­nen Woche habe ich mich ein­ge­hen­den medi­zi­ni­schen Unter­su­chun­gen unter­zo­gen. Die Ergeb­nis­se die­ser Unter­su­chun­gen machen einen zeit­na­hen Kran­ken­haus­auf­ent­halt erfor­der­lich und es ist abseh­bar, dass ich mei­ne Amts­ge­schäf­te in nächs­ter Zeit nur sehr ein­ge­schränkt wahr­neh­men könnte.

Heu­te vor genau einem Jahr hat­ten wir in Nie­der­sach­sen den ers­ten bestä­tig­ten Coro­na-Fall zu ver­zeich­nen. Die Ent­wick­lung der Pan­de­mie ver­langt von allen poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen min­des­tens ein­hun­dert­pro­zen­ti­gen Ein­satz und eine gro­ße phy­si­sche Belast­bar­keit. Dies gilt ins­be­son­de­re für die Auf­ga­be im Amt der Gesund­heits- und Sozi­al­mi­nis­te­rin, das ich immer mit gro­ßer Lei­den­schaft und mit vol­lem Ein­satz aus­ge­füllt habe. Es wird mir in nächs­ter Zeit nicht mög­lich sein, die­sen Ein­satz im erfor­der­li­chen Umfang wei­ter zu leisten.

In Nie­der­sach­sen sind wir bis­her ver­gleichs­wei­se gut durch die­se bei­spiel­lo­se Kri­se gekom­men und ich bin froh und dank­bar, dazu einen Bei­trag geleis­tet haben zu kön­nen. Die Tes­tun­gen und Imp­fun­gen gegen Covid-19 wer­den im Lau­fe die­ses Jah­res dazu füh­ren, dass wir die Pan­de­mie sta­bil unter Kon­trol­le bekom­men, davon bin ich fest über­zeugt. Das soll­te uns bei allen har­ten Beschrän­kun­gen, die wir der­zeit aus­hal­ten müs­sen, Mut für die Zukunft machen.

Vie­les, was in mei­nem Haus im Lau­fe die­ser Wahl­pe­ri­ode ange­scho­ben und vor­an­ge­bracht wur­de, wird in der Rück­schau sicher von der Coro­na-Kri­se und den Maß­nah­men zu ihrer Bekämp­fung über­la­gert wer­den. Den­noch bin ich über­zeugt, dass wir mit der kon­zer­tier­ten Akti­on Pfle­ge Nie­der­sach­sen, der Novel­le des Pfle­ge­ge­set­zes, den hohen Inves­ti­tio­nen in unse­re Kran­ken­häu­ser, der Ver­bes­se­rung der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf und bei vie­len vie­len ande­ren The­men gute Fort­schrit­te erzielt haben und auch in den kom­men­den Mona­ten noch erzie­len wer­den. Ich bin glück­lich und stolz, dazu einen Bei­trag geleis­tet zu haben.

Ich bedan­ke mich ganz herz­lich beim Minis­ter­prä­si­den­ten und den ande­ren Kabi­netts­mit­glie­dern für die kol­le­gia­le und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit in den letz­ten Jah­ren. Eben­so dan­ke ich den Regie­rungs­frak­tio­nen für ihre poli­ti­sche Unter­stüt­zung, auch in schwie­ri­gen und tur­bu­len­ten Zei­ten. Ganz beson­ders möch­te ich mich aber bei mei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern bedan­ken, auf die ich mich immer voll­stän­dig ver­las­sen konn­te und die nun schon seit mehr als einem Jahr und unter hohem Druck dafür arbei­ten, dass wir die der­zei­ti­ge Situa­ti­on in Nie­der­sach­sen bewältigen.”


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