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Sprit­preis-Ent­las­tung gefor­dert: Nico Blo­em übt deut­li­che Kritik

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Hin­weis: Alle gezeig­ten Tank­stel­len und Preis­an­ga­ben stam­men vom 08.04.2026. Die Auf­nah­men wur­den jedoch zeit­ver­setzt erstellt – ein direk­ter Preis­ver­gleich ist daher nicht mög­lich, da es sich um Moment­auf­nah­men han­delt.  Archiv­fo­to: LeserECHO-Verlag

Deut­li­che Ansa­ge aus Wee­ner: Nico Blo­em for­dert radi­ka­les Umden­ken bei Spritpreisen

Die anhal­ten­de Belas­tung durch hohe Kraft­stoff­prei­se sorgt für schar­fe Kri­tik an der Bun­des­po­li­tik. Der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em for­dert nun mas­si­ve Ent­las­tun­gen, die unmit­tel­bar bei den Bür­gern ankom­men – und spart dabei nicht mit Kri­tik an der eige­nen Regie­rungs­spit­ze in Berlin.

„Fünf oder zehn Cent rei­chen nicht aus“

Für den Abge­ord­ne­ten aus Wee­ner ist die Geduld am Ende. Ange­sichts der Prei­se an den Zapf­säu­len sieht Nico Blo­em drin­gen­den Hand­lungs­be­darf. Dabei gehe es nicht um kos­me­ti­sche Kor­rek­tu­ren: „Mir ist es ehr­lich gesagt egal, mit wel­chen Instru­men­ten wir die Prei­se sen­ken – ent­schei­dend ist, dass es jetzt pas­siert“, stellt Blo­em klar. Eine Sen­kung im ein­stel­li­gen Cent-Bereich sei ange­sichts der aktu­el­len Lage völ­lig unzu­rei­chend. Das Ziel müs­se eine Ent­las­tung sein, die für die Men­schen „direkt an der Zapf­säu­le“ sicht­bar und im Porte­mon­naie spür­bar ist.

Preis­de­ckel nach euro­päi­schem Vorbild

Blo­em bringt kon­kre­te poli­ti­sche Werk­zeu­ge ins Spiel, die in ande­ren EU-Staa­ten bereits Anwen­dung fin­den. Er ver­weist dabei ins­be­son­de­re auf das „Luxem­bur­ger Vor­bild“ eines staat­li­chen Preis­de­ckels. Auch eine Über­ge­winn­steu­er für Ener­gie­kon­zer­ne nennt er als wirk­sa­mes Mit­tel, um die Preis­spi­ra­le zu stoppen.

Die Aus­wir­kun­gen der hohen Kos­ten beschreibt der Abge­ord­ne­te als exis­tenz­be­dro­hend für ver­schie­dens­te Bran­chen in der Region:

  • Fische­rei: Fischer berich­ten, dass Aus­fahr­ten auf­grund der Treib­stoff­kos­ten nur noch Ver­lus­te einfahren.

  • Land­wirt­schaft: Auch hier stei­ge der wirt­schaft­li­che Druck massiv.

  • Pfle­ge und Wirt­schaft: Pfle­ge­diens­te und Unter­neh­men sei­en glei­cher­ma­ßen von der Kos­ten­wel­le betroffen.

 

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Kri­tik an der Bun­des­re­gie­rung: „Kanz­ler muss liefern“

Beson­ders deut­lich fällt Bloems Kri­tik in Rich­tung Ber­lin aus. Die bis­he­ri­gen Vor­schlä­ge, wie etwa eine Erhö­hung der Pend­ler­pau­scha­le, hält er für kurz­fris­tig wir­kungs­los. Die Bun­des­re­gie­rung, ins­be­son­de­re der Kanz­ler und die Wirt­schafts­mi­nis­te­rin, stün­den nun in der Pflicht, „kraft­vol­le poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen“ zu tref­fen. „Ande­re euro­päi­sche Län­der zei­gen, dass es mög­lich ist“, so Blo­em. Er for­dert befris­te­te Sofort­maß­nah­men, die grei­fen, bis sich die Markt­la­ge sta­bi­li­siert hat.

Unab­hän­gig­keit durch erneu­er­ba­re Energien

Trotz der For­de­rung nach sofor­ti­gen Ein­grif­fen in den fos­si­len Markt sieht Blo­em in der aktu­el­len Kri­se eine Bestä­ti­gung für den nie­der­säch­si­schen Weg. Die Abhän­gig­keit von fos­si­len Ener­gie­trä­gern sei das Kernproblem.

„Nie­der­sach­sen ist auf dem rich­ti­gen Weg zum Ener­gie­land Num­mer eins. Wir müs­sen den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien jetzt kon­se­quent beschleu­ni­gen, um unse­re Wirt­schaft unab­hän­gi­ger und kri­sen­fes­ter zu machen.“

Lang­fris­tig sei die Beschleu­ni­gung der Ener­gie­wen­de der ein­zi­ge Weg, um ähn­li­che Preis­explo­sio­nen in der Zukunft zu ver­hin­dern und die regio­na­le Wirt­schaft dau­er­haft zu schützen.

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