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Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor: Neu­er Lebens­raum an der Ems ver­än­dert sich bereits

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Das Bild zeigt von links: Felix När­mann, Natur­schutz­sta­ti­on Ems, Nico Blo­em, Thors­ten Kuch­ta, Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems, und Dr. Claus Hinz, NlWKN.

Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor: Neu­er Lebens­raum an der Ems ver­än­dert sich bereits

Mehr als 30 Inter­es­sier­te infor­mie­ren sich vor Ort über den Pol­der und die Ent­wick­lung des Lebens­raums im Rah­men des Mas­ter­plans Ems

Weener/Stapelmoor. Mehr als 30 Inter­es­sier­te haben sich auf Ein­la­dung des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em aus Wee­ner vor Ort über den Süß­was­ser­pol­der an der Ems in Sta­pel­moor infor­miert. Bei der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am Ems­deich stan­den die Ent­wick­lung des neu­en Lebens­raums, die Zie­le des Mas­ter­plans Ems und die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit dem 18 Hekt­ar gro­ßen Gebiet im Mittelpunkt.

Aus­ge­rech­net wäh­rend des Infor­ma­ti­ons­ter­mins zeig­te sich der Pol­der aller­dings von einer eher tro­cke­nen Sei­te: Das Gelän­de war nahe­zu aus­ge­trock­net. Für Felix När­mann vom Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) ist das jedoch Teil der natür­li­chen Entwicklung.

„Aber das gehört eben dazu. Der Lebens­raum ver­än­dert sich schon“, erklär­te Närmann.

18 Hekt­ar neu­er Lebens­raum an der Ems

Der Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor ist Bestand­teil des Mas­ter­plans Ems. Für rund eine Mil­li­on Euro wur­de das Gelän­de her­ge­rich­tet, damit sich dort die für die Ems typi­sche Tier- und Pflan­zen­welt ent­wi­ckeln kann.

Anders als der gegen­über­lie­gen­de Pol­der in Col­de­münt­je ver­fügt der Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor aller­dings über kei­ne direk­te Ver­bin­dung zur Ems. Das hat Aus­wir­kun­gen auf den Was­ser­stand: Wenn über län­ge­re Zeit aus­rei­chend Nie­der­schlag fehlt, kann der Pol­der austrocknen.

Die aktu­el­le Situa­ti­on zeigt damit ein­drucks­voll, dass sich der Lebens­raum noch in einer Ent­wick­lungs­pha­se befindet.

Ent­wick­lung wird lang­fris­tig beobachtet

Wie sich die Tier- und Pflan­zen­welt im Pol­der ent­wi­ckelt, soll in den kom­men­den Jah­ren genau beob­ach­tet und beglei­tet wer­den. „Wir wer­den jetzt beob­ach­ten, wie sich der Pol­der ent­wi­ckelt. Das ist ein Pro­zess, den wir beglei­ten“, erklär­te Närmann.

Der­zeit las­sen sich auf dem Gelän­de noch zahl­rei­che Wie­sen­vö­gel beob­ach­ten. Nach Ein­schät­zung der Fach­leu­te wird sich die Zusam­men­set­zung der Tier- und Pflan­zen­welt mit der wei­te­ren Ent­wick­lung des Lebens­raums jedoch verändern.

Beglei­tet wur­de Felix När­mann bei der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung von Dr. Claus Hinz vom NLWKN sowie Thors­ten Kuch­ta von der Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems in Olden­burg.

Kri­ti­sche Fra­gen zur Ent­wick­lung des Polders

Wäh­rend der Ver­an­stal­tung konn­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher nicht nur Infor­ma­tio­nen erhal­ten, son­dern auch Fra­gen und Kri­tik an die Fach­leu­te rich­ten. Unter ande­rem ging es um die Aus­brei­tung von Dis­tel­ar­ten auf dem Gelände.

„An die­sem The­ma sind wir dran“, erklär­te Thors­ten Kuchta.

Die Fra­gen mach­ten deut­lich, dass die Ent­wick­lung eines neu­en Lebens­raums nicht ohne Ver­än­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen ver­läuft. Gera­de des­halb sei die Beob­ach­tung und fach­li­che Beglei­tung des Gebie­tes wichtig.

An der Ver­an­stal­tung am Ems­deich nahm auch eine Fahr­rad­grup­pe des ADFC Rhei­der­land teil.

Infor­ma­ti­on und Betei­li­gung als wich­ti­ger Bestandteil

Für Nico Blo­em ist der direk­te Aus­tausch mit den Men­schen vor Ort ein wich­ti­ger Bestand­teil des Mas­ter­plans Ems. Die Bevöl­ke­rung müs­se die Mög­lich­keit haben, sich über die geplan­ten und bereits umge­setz­ten Maß­nah­men zu informieren.

„Mir ist wich­tig, dass die Men­schen die Gele­gen­heit bekom­men, sich über die Maß­nah­men des Mas­ter­plans Ems zu infor­mie­ren. Denn schließ­lich kann der Mas­ter­plan Ems nur erfolg­reich sein, wenn es eine Akzep­tanz gibt. Dazu gehört Kom­mu­ni­ka­ti­on und Betei­li­gung“, erklär­te Bloem.

Er hof­fe, dass die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung einen Bei­trag zur Auf­klä­rung leis­ten konn­te. Gleich­zei­tig bedank­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te beim NLWKN und der Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems für die Unter­stüt­zung bei der Veranstaltung.

Mas­ter­plan Ems ver­än­dert die Landschaft

Der Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor zeigt, wie sich die Land­schaft ent­lang der Ems durch die Maß­nah­men des Mas­ter­plans Ems ver­än­dert. Auf einer Flä­che von 18 Hekt­ar soll sich schritt­wei­se ein Lebens­raum ent­wi­ckeln, der der ems­ty­pi­schen Tier- und Pflan­zen­welt zugutekommt.

Dabei gehö­ren auch wech­seln­de Was­ser­stän­de und zeit­wei­se tro­cke­ne Flä­chen zur Ent­wick­lung des Gebie­tes. Wel­che Arten sich lang­fris­tig eta­blie­ren wer­den und wie sich der Pol­der öko­lo­gisch ent­wi­ckelt, soll in den kom­men­den Jah­ren wei­ter beob­ach­tet werden.

 

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