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Syn­ago­gen­grund­stück Leer: Memo­ran­dum für Gedenk­ort übergeben

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Das Foto zeigt (von links) Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Dr. Mar­tin Heim­bu­cher,  Gud­run Bonow, Wolf­gang Kell­ner und Carl-Fried­rich Brüggemann.

Gedenk­ort auf dem Syn­ago­gen­grund­stück: Initia­tiv­grup­pe über­gibt Memo­ran­dum in Leer

Leer. Ein zivil­ge­sell­schaft­li­ches Memo­ran­dum für die künf­ti­ge Gestal­tung des Gedenk­orts auf dem Leera­ner Syn­ago­gen­grund­stück ist an Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst über­ge­ben wor­den. Eine Initia­tiv­grup­pe bestehend aus Wolf­gang Kell­ner, Dr. Mar­tin Heim­bu­cher und Carl-Fried­rich Brüg­ge­mann reich­te das Papier im Bei­sein der stell­ver­tre­ten­den Rats­vor­sit­zen­den Gud­run Bonow ein. Kern­an­lie­gen der Initia­ti­ve ist es, den Pro­zess zur Schaf­fung einer wür­di­gen Erin­ne­rungs­stät­te aktiv zu för­dern und aus der Leera­ner Bür­ger­schaft her­aus kri­tisch zu begleiten.

Die Grup­pe hat­te sich im Vor­feld gemein­sam mit zahl­rei­chen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern inten­siv mit der Geschich­te des Grund­stücks aus­ein­an­der­ge­setzt. Ziel sei die Schaf­fung und der dau­er­haf­te Erhalt einer „wür­di­gen Stät­te des Erin­nerns, des Geden­kens und der Mahnung“.

Das Memo­ran­dum for­mu­liert dafür kla­re inhalt­li­che Leit­li­ni­en. Die künf­ti­ge Gedenk­stät­te soll auf­ru­fen zu:

  • Wach­sam­keit und Gegen­wehr, sobald Min­der­hei­ten aus­ge­grenzt, dis­kri­mi­niert oder gewalt­sam ange­grif­fen werden,

  • einer auf­rich­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zung mit der eige­nen Geschich­te sowie einer kon­se­quen­ten Hal­tung beim Schutz der Men­schen­wür­de und der Rech­te anderer,

  • ent­schie­de­nem Wider­stand gegen jeg­li­chen Anti­se­mi­tis­mus in der Gegenwart,

  • dem Schutz jüdi­schen Lebens im Hier und Jetzt.

Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst bedank­te sich für das Enga­ge­ment der Initia­tiv­grup­pe und beton­te die Wich­tig­keit der Bür­ger­be­tei­li­gung. Die Ent­wick­lung des Are­als zu einem Gedenk­ort wer­de ein län­ge­rer, von der Stadt geführ­ter Pro­zess wer­den. Neben der Öffent­lich­keit soll dar­in auch die Jüdi­sche Gemein­de Olden­burg eng ein­ge­bun­den wer­den. Ein ent­spre­chen­der Beschluss­vor­schlag wird der­zeit für die poli­ti­schen Gre­mi­en vorbereitet.

Der kon­kre­te Zeit- und Gestal­tungs­plan hängt unter ande­rem von den anste­hen­den archäo­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen auf dem Grund­stück ab, deren Ergeb­nis­se maß­geb­li­chen Ein­fluss auf die bau­li­chen und künst­le­ri­schen Mög­lich­kei­ten vor Ort haben werden.

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